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25.09.2008

Thannhauser Beitrag für die 18-Uhr-Prognose

Thannhausen Bei der Landtags- und Bezirkstagswahl am Sonntag, 28. September, spielt der Thannhauser Stimmbezirk II eine besondere Rolle. Er ist Bestandteil einer Befragung der Berliner Infratest dimap. Wählerinnen und Wähler, die dem Stimmbezirk II (Feuerwehrhaus, Robert-Bosch-Straße 14) zugeordnet werden, können sich am Wahltag nach ihrer Stimmabgabe an einer Befragung zur Wahl beteiligen. Auf der Basis solcher Befragungen entstehen die Prognosen, die um 18 Uhr in der ARD präsentiert werden.

Die Befragung sei freiwillig und absolut anonym, versichert Infratest dimap in seinem Informationsschreiben an die Stadt. Auf der Basis der freiwilligen Angaben zum Wahlverhalten, sowie zu Alter, Geschlecht, Ausbildung und beruflicher Stellung, entstünden die Prognosen, die um 18 Uhr in der ARD erläutert würden. Darüber hinaus bildeten die Ergebnisse jener Wahlbefragungen die Grundlage für eine Reihe weiterer Analysen des Wahlergebnisses, so Infratest dimap.

Möglichst genaue Abbildung

Im Vorfeld der Wahlbefragung wählte das Team von Infratest dimap eine repräsentative Stichprobe von Wahlbezirken aus der entsprechenden Wahlregion aus. Die dabei gewählten Bezirke müssten die Gesamtregion in Hinblick auf die Bevölkerungsstruktur und früheres Wahlverhalten möglichst genau abbilden, erklärt das Institut auf seiner Homepage. Es handele sich dabei um eine mehrfach geschichtete Zufallsauswahl, so Ines Albers, die in der Münchener Tochtergesellschaft für die Produktionssteuerung Wahlberichterstattung zuständig ist. Nähere Auskünfte waren auf Nachfrage weder bei Ines Albers noch bei der übergeordneten Pressestelle in Berlin erhältlich.

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Infratest dimap habe bei der Verwaltungsgemeinschaft Thannhausen angefragt, ob eine Wählerbefragung gestattet sei, berichtet Sachbearbeiterin Elvira Waigel von der Verwaltungsgemeinschaft Thannhausen. "Wir haben ihnen dann das Einverständnis erteilt." Sie betont, dass die Teilnahme an der Wahlbefragung freiwillig sei.

Im Abstimmungsraum selbst, dürfe sich das Team der Infratest dimap am Wahlsonntag nicht aufhalten, so Elvira Waigel. Eine gesetzliche Grundlage hierfür beinhalte Artikel 12 des bayerischen Wahlgesetzes. Während der Abstimmungszeit sei dementsprechend jede Beeinflussung der Abstimmenden durch Umfragen in und an dem Gebäude, in dem sich der Abstimmungsraum befinde, sowie unmittelbar vor dem Zugang zu diesem Gebäude, untersagt. Verboten seien dadurch ferner Behinderungen oder erhebliche Belästigungen der Wähler. "Wenn wir so etwas zulassen, müssen wir auch auf die gesetzlichen Bestimmungen achten", erläutert Elvira Waigel. "Die Auszählung ist aber öffentlich. Daran können die Mitarbeiter des Instituts dann wieder teilnehmen, wenn sie nicht stören."

Insgesamt werden bayernweit in 280 Wahllokalen repräsentative Stichproben durchgeführt, so das Informationsschreiben. An der Wahlbefragung beteilige sich daher lediglich eine kleine Auswahl von Personen. Die Umfrage sei jedoch erst dann repräsentativ, wenn die Auswahl der Befragten möglichst alle Merkmale der zu erforschenden Personengruppe in verkleinertem Maßstab abbildet, wird auf der Homepage von Infratest dimap erklärt. Am Wahlsonntag würden demnach bis zu 50 000 Abstimmende befragt. Im Vorfeld habe Infratest dimap bereits die ungefähre Zahl der Wahlberechtigten im Stimmbezirk II in Thannhausen erfragt. Am Wahlsonntag wird sich nun ein Team vor dem Feuerwehrhaus in der Robert-Bosch-Straße postieren und die Wähler nach Verlassen des Wahllokals bitten, zwei Fragebögen auszufüllen. Auf einem kurzen Fragebogen würden neben dem aktuellen und früheren Wahlverhalten auch Alter und Geschlecht der Wähler erhoben. Auf einem weiteren Fragebogen wären zusätzlich Fragen zu Schulabschluss und Berufstätigkeit sowie weitergehende Fragen zur Wahlentscheidung zu beantworten. Es handele sich in beiden Fällen um DIN-A4-Blätter mit Fragen und ankreuzbaren Antwortalternativen, informiert Infratest dimap. Die angekreuzten Fragebögen würden - wie bei der Wahl - in eine Pappurne geworfen, welche im Laufe des Tages mehrmals entleert würde, sagt Elvira Waigel.

Ans Wahlstudio

Sodann würden die Ergebnisse von den Mitarbeitern von Infratest dimap per Handy in ihre Telefonstudios durchgegeben, an das Wahlstudio weitergeleitet und dort sogleich am Computer verarbeitet, erläutert Infratest dimap auf seiner Homepage den Ablauf der Wahltagsbefragung. Erstes Ergebnis der sonntäglichen Wahltagsbefragung sei dann die bei der ARD ausgestrahlte 18-Uhr-Prognose. Nach Schließung der Wahllokale leiteten die in Thannhausen eingesetzten Korrespondenten von Infratest dimap die vorläufigen amtlichen Wahlergebnisse weiter, so das Informationsschreiben. Diese würden weiterhin zum Bestandteil der Hochrechnungen der ARD. Im weiteren Verlauf des Wahlabends könne Infratest dimap auf der Basis ihrer Befragungen ausführlich über Wahlmotive und Wählerwanderungen berichten, ist auf der entsprechenden Homepage zu lesen.

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