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Neuburg

06.08.2020

Trauer um Neuburger Unternehmer Josef Mörz

Trauer in Neuburg: Der Unternehmer Josef Mörz ist gestorben. Im Oktober hatte er seinen 80. Geburtstag gefeiert.
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Trauer in Neuburg: Der Unternehmer Josef Mörz ist gestorben. Im Oktober hatte er seinen 80. Geburtstag gefeiert.
Bild: Jehle

Plus Eine bedeutende Firma hat er mit großer Energie aus kleinsten Anfängen aufgebaut. Im vergangenen Oktober hatte er noch einen besonderen Geburtstag gefeiert.

Betroffenheit in Neuburg. Vor wenigen Tagen starb der Unternehmer Josef Mörz. Noch im Oktober letzten Jahres feierte er seinen 80. Geburtstag. Wie Mörz eine kleine Dorfschmiede in Edelstetten zu einem weltweit agierenden Unternehmen im Schall- und Spritzschutzbereich ausbaute.

Blick zurück ins Jahr 2011: Geschäftsführerin Christine Mörz zeigt stolz ihrem Vater Josef Skizzen vom bisher größten Firmenauftrag der Mörz Metallbearbeitungs-GmbH in Neuburg/Kammel.
Bild: Fotos: Hans Bosch


Um Mörz trauern neben seiner Ehefrau Renate, auch dessen Kinder Josef jun. und Christine, rund 50 Beschäftigte der Mörz Metallbearbeitungs GmbH sowie zahlreiche Bürger aus dem Kammelmarkt. Der Verstorbene wirkte zwar zuletzt gesundheitlich angeschlagen, doch kam sein plötzlicher Tod zum jetzigen Zeitpunkt für viele überraschend. Josef Mörz ist in Edelstetten aufgewachsen.

Sein Lebensweg führte ihn weiter nach Neuburg

1978 führte sein Weg einige Kilometer weiter nach Neuburg, wo sein privater, gesellschaftlicher und beruflicher Mittelpunkt war. 60 Jahre stellte er mit großer Leidenschaft und Hingebung seine Stimme dem Kirchenchor zur Verfügung. Sportliche Abwechslung fand er bis vor wenigen Jahren in der Neuburger Mittwochsgymnastik oder auf Touren mit seinen Bergfreunden. Gerne stieg er auch aufs Motorrad. Nach dem Sonntagsgottesdienst tauschte er sich beim Frühschoppen mit seinen Stammtischfreunden aus.

Spezialisten in der Metallbearbeitung bei Mörz: Fertigungsleiter Günter Dirr (links) und Facharbeiter Bernhard Schwarz. Ein Foto aus dem Jahr 2011.

Sein Leben widmete er aber insbesondere seiner Firma. Zuletzt war er aktiv nicht mehr ins Firmengeschehen eingebunden. Die Geschäftsführung der Firma übergab er vor einigen Jahren mit Stolz und Freude an seine Tochter Christine. Einmischen in Firmenbelange nach der Übergabe war nicht seine Sache. Doch wenn sein Rat gefragt war, stand er ihr zur Seite.

Die Weichen für die Firmenentwicklung stellte er im Jahr 1984

Aus kleinsten Anfängen baute der gelernte Landmaschinenmechaniker ein überregional agierendes Unternehmen im Schall- und Spritzschutzbereich aus. Die Weichen hierfür stellte er 1984. Er errichtete in Neuburg eine Fertigungshalle für Blech- und Stahlbau. Die Ideen gingen dem ehrgeizigen Handwerksmeister nicht aus. 1986 stieg er in die Schallschutztechnik ein.

Die Entscheidung war prägend für das Unternehmen und entwickelte sich immer mehr zum Zentrum des Metallbearbeitungsbetriebes. Kontinuierlich erweiterte er in den Folgejahren den Betriebssitz in Neuburg um weitere Fertigungshallen. Einhausungssysteme zum Schall- und Spritzschutz von Mörz sorgen mittlerweile in vielen Produktionshallen großer Unternehmen für mehr Arbeitssicherheit. Als Förderer der beruflichen Bildung gab er jungen Menschen mit sozialen Schwierigkeiten immer wieder eine Chance.

1995 erhielt er hierfür vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog eine Auszeichnung. Josef Mörz war in Neuburg eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit. Seinen Rat, seine Gesellschaft, sein soziales Engagement und auch seinen Humor werden viele vermissen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Josef Mörz formte eine Dorfschmiede zum Unternehmen

Wie eine Firma um einen Azubi kämpft


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