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Entschluss

15.11.2018

Trink- und Abwasser werden ab 2019 in Balzhausen billiger

Die VG-Verwaltung in Thannhausen kalkuliert neue Verbrauchergebühren. Für Kleinverbraucher gibt es aber eine unangenehme Entwicklung

Der Gemeinderat hat bei seiner jüngsten Sitzung an der Gebührenschraube für Trink-, Schmutz- und Niederschlagswasser sowie an den Gebühren für Wasserzähler gedreht. Erfreulich dabei ist, dass der Kubikmeter bei Trink- und Abwasser billiger wird. Bei Niederschlagswasser und die Zählergebühren dagegen steigen spürbar an. Grund für den Preisanstieg sind die Investitionen bei der Wasserversorgung und Wasserentsorgung der vergangenen Jahre, sagte Bürgermeister Daniel Mayer.

Eingangs erläuterte Mayer zum Thema Gebührenanpassung bei Schmutz- und Niederschlagswasser: Die Verwaltung der VG in Thannhausen führt alljährlich eine Nachkalkulation durch, die Aufschluss über Defizit oder Überschuss bei den Einnahmen und Ausgaben im Abwasserbereich geben. Bei der aktuellen Kalkulation der Gebühren wurde der Überschuss des Jahres 2017 im Abwasserbereich in Höhe von gut 14000 Euro mit einbezogen. Dieser beruht darauf, so der Bürgermeister, dass beim Abwasser keine großen Maßnahmen getätigt wurden.

Da auch in der Abwasser-Bilanz 2018 erneut ein Überschuss von knapp 10000 Euro angesetzt wurde und ein solcher auch für 2019 abzusehen ist, schlug die Verwaltung vor, die Kanalgebühren für das Jahr 2019 von 1,98 Euro auf 1,74 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser zu senken.

Danach ging es um die Anpassung der Gebühr für das Niederschlagswasser, für die auch die Jahre 2017 und 2018 relevant waren. Das Ergebnis der VG-Kalkulation ergab für 2019 eine kostendeckende Gebühr in Höhe von 0,15 Euro pro Quadratmeter Abflussfläche. 2018 mussten noch zehn Cent pro Quadratmeter bezahlt werden. Diese Gebühr errechnet sich aus der geschätzten Menge Schmutzwasser in 2018, die über 186000 Quadratmeter befestigte Flächen abfließen werden.

Um ebenfalls eine Kostendeckung zu erreichen, wurden die Gebühren für Wasserzähler ebenfalls geändert und spürbar angehoben. Ab 2019 beträgt die jährliche Grundgebühr für einen Wasserzähler bis zu einem stündlichen Durchfluss von fünf Kubikmetern 116,63 Euro (bisher 85,80 Euro). Für Zähler bis zehn Kubikmeter pro Stunde (cbm/h) sind dann 155,04 Euro (114 Euro) zu bezahlen. Zwanzig Kubikmeter Stunden-Durchlauf kosten künftig 311,16 Euro (228,84 Euro) und dreißig 544,20 Euro (400,20 Euro). 1553,40 Euro werden für Zähler über 30 cbm/h verlangt, die bisher 1142,28 Euro kosteten. Bei der allgemeinen Diskussion wurde im Rat bemängelt, warum die Zählergebühren derart angehoben werden müssen. Besonders hart treffe es wassersparende Kleinverbraucher mit Fünf-Kubik-Zählern. Diese müssen eine Verteuerung von immerhin 30,84 Euro jährlich hinnehmen.

Paradox sei auch, dass auf der einen Seite die Gebühren sinken und auf der anderen Seite höher werden. Bürgermeister Mayer erläuterte dazu, dass jede Kostenstelle für sich kostendeckend arbeiten müsse, was gesetzlich vorgeschrieben sei. Zudem errechnen sich die Gebühren nach folgendem Verteilerschlüssel: 42 Prozent werden über die Verbrauchsgebühren und 58 Prozent über die Grundgebühren berechnet. Die Änderung aller Gebühren wurde abschließend mit jeweils 12:0 Stimmen beschlossen.

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