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Thannhausen

22.05.2015

Tritt ein, bring Leben herein

Freuen sich auf die Eröffnung des neuen Familienzentrums im Herzen Thannhausens (von links): Bürgermeister Georg Schwarz, Dritte Bürgermeisterin und Vorsitzende des Beirats für Kinder, Familie und Soziales, Mine Waltenberger-Olbrich und die künftige Leiterin des Familienzentrums, Carmen Grauer.
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Freuen sich auf die Eröffnung des neuen Familienzentrums im Herzen Thannhausens (von links): Bürgermeister Georg Schwarz, Dritte Bürgermeisterin und Vorsitzende des Beirats für Kinder, Familie und Soziales, Mine Waltenberger-Olbrich und die künftige Leiterin des Familienzentrums, Carmen Grauer.
Bild: Stefan Reinbold

Die Stadt Thannhausen eröffnet Mitte Juni eine Anlaufstelle für Familien.

Mitte Juni soll es eröffnen, das neue Familienzentrum im Herzen der Stadt Thannhausen. „Come in“ – Komm herein, mit diesem Namen sollen die hellen und farbig gestalteten Räume in der ehemaligen Hypobank-Filiale in der Bahnhofstraße Familien zum Eintreten bewegen. „Das soll ein offenes Angebot für alle Familien sein“, betont Mine Waltenberger-Olbrich, Vorsitzende des Beirats für Kinder, Familie und Soziales. Niemand soll Angst davor haben, wenn er den Raum betritt, als Problemfall abgestempelt zu werden.

Ihr schwebt ein Treffpunkt für einen ungezwungenen Austausch vor. Dazu können auch Workshops, Vorträge zu familienbezogenen Themen oder Seminare stattfinden. Bürgermeister Georg Schwarz kann sich auch vorstellen, dass dort etwa am Samstagvormittag eine Kurzzeitbetreuung für Kinder angeboten wird, während die Eltern einkaufen oder einfach nur kurz in Ruhe eine Tasse Kaffee in einem der benachbarten Lokale trinken wollen.

Natürlich soll der Stützpunkt auch eine Anlaufstelle für Hilfesuchende sein. Carmen Grauer, die künftige Leiterin des Familienzentrums, wird für alle Probleme ein offenes Ohr haben und als eine Art „Lotsin“ die Hilfe koordinieren, wenn sie selbst nicht weiterhelfen kann.

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Schwarz ist die Netzwerkfunktion wichtig. Vor allem der Kontakt zu den Kindergärten, Kitas, Schulen und zur Schulsozialarbeit soll gepflegt werden. Einige Beratungsstellen haben sogar schon angeboten, Sprechstunden in dem Familienzentrum einzurichten. Auch die Jugendsozialarbeiterin wird ein Büro in dem von der Stadt angemieteten Gebäude erhalten. „Der Landkreis ist weit weg“, sagt Schwarz. Mit dem Familienzentrum wird eine Außenstelle geschaffen, was die Hemmschwelle, die Hilfsangebote anzunehmen, deutlich senken wird, hofft Schwarz. Vieles ist allerdings noch vage, mehr Idee als Plan. „Da muss einfach Leben herein“, sagt Waltenberger-Olbrich. Wie das Angebot im Familienzentrum dann tatsächlich aussehen wird, hängt vom konkreten Bedarf ab, sind sich Grauer und Waltenberger-Olbrich einig. „Das muss sich entwickeln. Man kann so etwas nicht auf dem Papier festschreiben“, ist auch Schwarz überzeugt.

Das Projekt ist vom Landkreis gewollt und wird kräftig gefördert. 10000 Euro hat er als Anschubfinanzierung für die Einrichtung des Familienzentrums zur Verfügung gestellt. Im ersten Jahr übernimmt der Kreis auch die vollen Kosten für Grauers 19,5-Stunden-Stelle. Im folgenden Jahr soll die Stelle auf 15 Stunden und der Zuschuss des Landkreisauf 75 Prozent reduziert werden. Auch deshalb wird es wichtig sein, ehrenamtliche Helfer für das Projekt zu gewinnen.

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