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14.10.2009

Trotz Wirtschaftskrise mehr Ausbildungsplätze

Landkreis/Memmingen (zg/kai) - Trotz der Wirtschaftskrise bilden die Unternehmen in der Region weiter in hohem Maße aus. "Der regionale Ausbildungsmarkt zeigte sich von der Krise unbeeindruckt", sagt Peter Rasmussen, der Leiter der Agentur für Arbeit Memmingen. Sein Fazit: "Wir konnten dieses Jahr nahezu jedem ausbildungsfähigen jungen Menschen einen Ausbildungsplatz oder eine berufliche Alternative anbieten".

Besonders gut hat der Landkreis Günzburg abgeschnitten. Die Unternehmen im Landkreis haben zum Stichtag 30. September 1053 Lehrstellen gemeldet - 34 oder 3,3 Prozent mehr als 2008. Damit ist der Landkreis Günzburg zusammen mit Mindelheim die einzige Region im Zuständigkeitsbereich der Memminger Arbeitsagentur, die heuer einen Zuwachs verzeichnet. Zum Vergleich: Neu-Ulm meldet ein Minus von 12,0 Prozent, Illertissen sogar von 18,7 Prozent.

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt war nach Mitteilung der Arbeitsagentur - wie schon im Vorjahr - von zwei wesentlichen Faktoren geprägt. Zum einen meldeten sich erneut weniger junge Menschen als Bewerber, zum anderen blieb das Angebot an Ausbildungsstellen nach wie vor hoch.

Demografischer Wandel

Trotz Wirtschaftskrise mehr Ausbildungsplätze

In Zahlen: Insgesamt meldeten sich 3350 Jugendliche bei den Berufsberatern als Bewerber um einen Ausbildungsplatz. Das waren gut 600 bzw. 15,5 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Auch im Landkreis Günzburg ging die Zahl der Bewerber um 237 oder 20,5 Prozent auf insgesamt 917 zurück.

Hier lassen sich, so Rasmussen, erste Anzeichen des demografischen Wandels erkennen. Aber auch die Eigeninitiative der jungen Menschen bei Bewerbungen und eine früher einsetzende Berufsorientierung spielen eine stärkere Rolle.

"Auch in Zeiten der Krise setzen Arbeitgeber in unserer Region auf das Thema Ausbildung. Besonders erfreulich ist, dass wir bei den Ausbildungsplätzen an das ausgezeichnete Ergebnis des vergangenen Jahres anknüpfen konnten. Arbeitgeber sichern sich damit zumindest mittel-fristig ihren eigenen Bedarf an qualifizierten Fachkräften und begegnen dem künftig drohenden Fachkräftemangel", resümiert Peter Rasmussen.

Im abgelaufenen Beratungsjahr meldeten Arbeitgeber im Bezirk der Memminger Arbeitsagentur insgesamt 3704 Ausbildungsstellen zur Besetzung. Trotz Krise bedeutete das lediglich einen Rückgang um 121 Stellen oder 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zum Abschluss des Beratungsjahres am 30. September waren im gesamten Bereich der Arbeitsagentur Memmingen nur noch elf junge Menschen unversorgt, 188 Ausbildungsstellen bleiben bisher unbesetzt.

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