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Corona im Kreis Günzburg

23.03.2020

Unser Redakteur im Homeoffice: Telefonkonferenz zwischen Legosteinen

Unser Redakteur Alexander Sing ist im Homeoffice auch als Lego-Konstrukteur gefragt.
Bild: Lisa Sing

Unser Redakteur arbeitet seit einer Woche im Homeoffice. Das bringt einige Herausforderungen mit sich - aber auch Chancen. Wie er die Zeit erlebt.

Seit einer Woche arbeite ich nun im Homeoffice – für mich eine völlig neue Erfahrung. Aus der Küche höre ich meine drei Jahre alte Tochter fröhlich vor sich hin singen, während sie ein Bild malt. Ein paar Minuten später wird aus dem Singsang Geschrei – sie ist mit ihrem großen Bruder wegen eines Buntstifts aneinander geraten. Ich gehe in die Küche und schlichte. Auf dem Weg dahin trete ich auf einen Legostein. Gott, tut das weh!

Das Kinderzimmer ist voller Lego.
Bild: Lisa Sing

Die Corona-Krise bringt für die ganze Welt bisher unbekannte Herausforderungen. Besonders gefordert sind aber die Eltern, die nun rund um die Uhr mit ihrer Familie zusammenhocken und neben der Arbeit im Homeoffice auch in Haushalt und bei der Kinderbetreuung gefordert sind. Da kommt es schon mal vor, dass man gerade mitten in einer Telefonkonferenz steckt, nebenbei Wäsche zusammenlegt und dann ein Kind hereinplatzt, das lautstark mitteilt, dass es jetzt ganz dringend etwas zu trinken brauche. So geht Multitasking!

Der Vorteil im Homeoffice: Kein Pendeln mehr!

Unsere Kinder gehen normalerweise bis in den Nachmittag hinein in den Kindergarten. Nach anfänglicher Freude, nun ganz viel Zeit mit Mama und Papa zu verbringen, kommt in Woche zwei nun schon ein wenig Langeweile auf, so ganz ohne Freunde. Auf die müssen wir auch morgen verzichten, wenn mein Sohn seinen sechsten Geburtstag feiert. Die Enttäuschung war groß. Das Versprechen, im Sommer eine große Party zu feiern, half dann aber doch. Ob und wann das wieder möglich ist, wissen wir nicht.

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In solchen Zeiten tut es einem aber auch gut, die Welt durch die unbedarften Augen eines Kindes zu sehen. Sie nehmen die Situation einfach an. Wir sind jetzt halt daheim, was ist schon dabei? Corona halt. Und es hat schließlich alles auch seine Vorteile. Durch die Arbeit im Homeoffice spare ich mir beispielsweise jede Woche fast drei Stunden reine Fahrtzeit von meinem Wohnort Türkheim in die Redaktion nach Krumbach. Diese Zeit kann ich jetzt besser investieren. Zum Beispiel in Lego bauen.

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