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Thannhausen

15.11.2017

Unvergessliche Filmklassiker werden in Thannhausen lebendig

Ein besonderer Akzent im Thannhauser Pfarrheim: Sabine Fackler (links) und Susanne Rieger (rechts) im gekonnten Duett.
Bild: Claudia Bader

Wie Susanne Rieger, Sabine Fackler und der Männerchor Mindeltal im Thannhauser Pfarrheim die Zuhörer begeistern.

Hundewetter draußen und sich drinnen an deutschen Tonfilmschlagern erwärmen: Das war so ganz nach dem Geschmack des Publikums, das sich das vom Männerchor Mindeltal gemeinsam mit den Sängerinnen Susanne Rieger und Sabine Fackler präsentierte Konzert im ausverkauften katholischen Pfarrheim nicht entgehen ließ. Die Besucher durften sich von Melodien aus unvergesslichen Filmklassikern und Evergreens aus den 20er, 30er und 40er Jahren berauschen lassen und manchen wehmütigen Seufzer hinterherschicken „Ach, waren das damals doch schöne Schlager!“

Zunächst gehörte die Bühne dem Phänomen Liebe mit seinen schillernden Varianten Sehnsucht und Hoffnung, Lachen und Lust, Freud und Leid. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme voller Saft und Kraft entführte Sabine Fackler im Schlager „In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine“ in die 40er Jahre, als Marikka Röckk die Männerherzen eroberte. Beim Oldie „Nur nicht aus Liebe weinen, hätte man bei geschlossenen Augen fast meinen können, die schwedische Sängerin Zarah Leander zu hören. Mit einem Sopran, für den es nach oben keine Grenzen zu geben scheint und geradezu bezauberndem Charme konfrontierte Sopranistin Susanne Rieger die Zuhörer mit der koketten Frage „Haben sie schon mal im Dunkeln geküsst?“ Im gekonnten Duett verrieten die beiden Sängerinnen in „Ich werde jede Nacht von Ihnen träumen.“

Bewundernswert, welches Klangvolumen und welche Vielseitigkeit sowie Exaktheit der mit gerade mal elf Sängern besetzte Männerchor Mindeltal entfaltet. Bereits mit dem Oldie „Ein Freund“ lieferte er unter motivierender Leitung von Robert Sittny den Beweis, wie schön und harmonisch Männerstimmen gemeinsam klingen können. Aber fast alle Chormitglieder bewiesen sich auch als talentierte und geübte Solisten. Zum Beispiel Michael Westrich in „Das ist die Liebe der Matrosen“, Wolfgang Sittny und Guido Zieher in „Auf der Heide blühn die letzten Rosen“, Georg Sonner im Hans-Albers-Hit „Good bye Jonny“, Christoph Wohllaib in den wehmütigen Erinnerungen eines Seemanns sowie Alois Held und Hermann Fischer in „Jawohl meine Herrn.“ Aber auch instrumental kann der Männerchor Mindeltal aus dem Vollen schöpfen. Während Chorleiter Sittny am Klavier das rhythmische Fundament bildet, sind die effektvolle Begleitung auf Trommel und Akkordeon bei Hermann Strobel und Franz Bußjäger in routinierten Händen. Sozusagen als „Pünktchen auf dem i“ hielt Moderator Herbert Kramer die Filmklappe in der Hand, um mit vielfältigen Informationen charmant und witzig auf die einzelnen Ohrwürmer einzustimmen.

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Als Susanne Rieger in „Heute Nacht oder nie“ mit kokettem Charme nicht nur Männerherzen höher schlagen ließ und Sabine Fackler mit einem Hauch Erotik die Frage stellte „Kann denn Liebe Sünde sein?“ war es angesichts der Qualität auf der Bühne keine Überraschung, dass die Zuhörer von einem regelrechten Stimmungshoch erfasst wurden.

Der zum Abschluss durch den Pfarrsaal tönende, unsterbliche Evergreen „Musik, Musik, Musik“ und eine Zugabe beendeten einen Hörgenuss, der sicher noch lange nachklingen wird.

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