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Ursberg: Konrad Bestles beeindruckende Leistung

Ursberg: Konrad Bestles beeindruckende Leistung
Kommentar Von Peter Bauer
26.07.2019

Wie der Pädagoge ganze Generationen geprägt hat.

Der Vergleich mit einem altgedienten Kapitän, der auf der Brücke seines Schiffes auch in schwerer See den richtigen Kurs findet (siehe unsere Geschichte auf Seite 31): Er ist in der Tat naheliegend. Mit seinem markanten Backenbart verkörpert Konrad Bestle geradezu dieses Bild. Sein Berufsfeld war jedoch nie die hohe See, der Ursberger Konrad Bestle blieb seiner Heimat zeit seines Lebens in besonderer Weise verbunden. Er hat die Förderschule für geistige Entwicklung in Ursberg vier Jahrzehnte lang geprägt, davon die meisten Jahre an der Spitze der Einrichtung.

In der Stunde des Abschieds – Bestle wurde jetzt feierlich in den Ruhestand verabschiedet – erinnert er sich auch an die Anfänge seiner Arbeit, an die 1980er-Jahre, als die Rechte von Kindern mit geistiger Entwicklungsverzögerung, eine Förderschule besuchen zu dürfen, noch kein selbstverständliches Allgemeingut waren. Dabei wird deutlich, wie viel Bestle in rund vier Jahrzehnten bewegen konnte.

Konrad Bestles Einsatz für Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen – es war für ihn weit mehr als „Beruf“. Als es darum ging, eine Bleibe für einen schwerstbehinderten Buben zu finden, nahm ihn die Familie Bestle (sie hatte bereits vier eigene Kinder) als Pflegekind bei sich zuhause auf. 2006 wurden Konrad Bestle und seine Familie dafür mit der Silberdistel unserer Zeitung ausgezeichnet. Mit Bestle geht ein Pädagoge in den Ruhestand, der auf seine Weise ganze Generationen geprägt hat. Nicht zuletzt das bleibt in unserer schnelllebigen Zeit eine beeindruckende Botschaft.

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