Newsticker

Tschechien, Luxemburg und Tirol zu Corona-Risikogebieten erklärt
  1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Verunreinigtes Saatgut als Türöffner

07.07.2010

Verunreinigtes Saatgut als Türöffner

Landkreis Das Bündnis für einen gentechnikfreien Landkreis Günzburg und der Bund Naturschutz, Kreisgruppe Günzburg/Neu-Ulm, kritisieren aufs Heftigste den "verharmlosenden Umgang der Regierung mit gentechnisch verseuchtem Saatgut". Der Sprecher des Bündnisses, Hubert Krimbacher, betonte eindringlich, dass es unabdingbar vonnöten sei, dass sämtliche gentechnisch verseuchten Maisflächen möglichst schnell umgebrochen werden und das Pflanzenmaterial vernichtet werde. Hier sei eine Zusammenarbeit mit den entscheidenden Personen in den Betrieben erforderlich. Eine Erfassung sämtlicher Flächen mit Verdachtsmomenten sei somit unumgänglich, sagte Krimbacher.

Verdachtsvorkommen prüfen

Es sei zu erwarten, dass manche Landwirte nicht mehr genau wüssten, auf welchen Flächen das verseuchte Saatgut ausgebracht worden ist. Außerdem sei durch den Einsatz von Lohnunternehmern bei der Ausbringung des Saatgutes mit Vermischung mit unbelastetem Saatgut durch die Ausbringungs-Maschine zu rechnen. Alle "Verdachtsvorkommen" seien zu überprüfen und bei nicht eindeutiger Lage im Zweifelsfall die Umbrüche der Flächen und Vernichtung der Pflanze zu veranlassen.

"Laxes" Vorgehen

Verunreinigtes Saatgut als Türöffner

Ein "laxes" Vorgehen, so Krimbacher, sei in keinem Falle zu tolerieren, da offensichtlich über den Umweg einer zufälligen Verseuchung der Flächen mit gentechnisch verändertem Saatgut eine "Türöffnerfunktion" auf den mitteleuropäischen Markt erreicht werden soll. "Diesem Ansatz muss mit aller Härte begegnet werden." Die Gentechnik erlaube keine "versehentliche" Ausbringung, da sie eine nicht rückholbare Gefährdung der Schöpfung und der Natur mit sich bringe, so der Sprecher.

Ein "Pseudogrenzwert" für Verseuchung von Saatgut, wie von Bauernpräsident Sonnleitner vorgeschlagen, könne seitens des Bündnisses nicht akzeptiert werden. (zg)

Das Bündnis für einen gentechnikfreien Landkreis sucht Landwirte, die betroffen sind, um mit ihnen gemeinsam gegen die Verursacher vorzugehen. Interessenten können sich bei Hubert Krimbacher unter Telefon (08223) 765 melden.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren