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Wattenweiler

24.06.2018

Viehstallbrand hält viele Feuerwehrleute in Atem

Starke Rauchentwicklung und immer wieder drehender Wind erschwerten die Bekämpfung des Brandes eines Viehstalles in Wattenweiler. 

Ein Feuerwehrmann erleidet beim Großeinsatz eine Rauchgasvergiftung. Kilometerlange Schlauchleitung verlegt

Große Aufregung herrschte am Freitag in Wattenweiler (Landkreis Günzburg): Ein Großbrand war in einem Viehstall ausgebrochen. Inzwischen hat uns von Feuerwehrkommandant Andreas Böller ein erster Bericht erreicht, nachdem seine Männer bis spät in die Nacht am Freitag im Einsatz waren.

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Gegen 14.30 Uhr war die Feuerwehr Wattenweiler zum Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Wattenweiler alarmiert worden. Bereits beim Eintreffen an der Einsatzstelle war der Stall im Vollbrand. Nahezu alle Kühe (über 250) hatte der Landwirt bereits aus dem Stall ins Freie bringen können.

Die Feuerwehr hatte mit Schwierigkeiten aufgrund der Lage des Stalles auf der Anhöhe zu kämpfen. Sie musste für die Wasserversorgung zusätzlich eine doppelte B-Schlauchleitung von der Günz zur Einsatzstelle verlegten. Die Entfernung zur Günz betrug einen Kilometer und viele Höhenmeter waren zu überwinden. Dazu wurde die Feuerwehr Krumbach mit dem speziellen Abrollbehälter Schlauch alarmiert. Ebenso wurden weitere vier Feuerwehren mit Tragkraftspritzen zum Einbau in diese Leitung herbeigeordert. Die Feuerwehr Jettingen wurde ebenfalls mit ihrem Schlauchwagen SW 2000 nachalarmiert und hielt sich in Bereitschaft. Im weiteren Verlauf der Löscharbeiten wurden nochmals zusätzliche zwölf Atemschutzträger von drei Feuerwehren angefordert. Der Gerätewagen Atemschutz aus Dürrlauingen war auch an der Einsatzstelle.

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Der Stall brannte komplett nieder

Weil der Stall vollkommen brannte, wurden von den Feuerwehrleuten in erster Linie die umliegenden Gebäude, wie zum Beispiel Heulager geschützt. Der Stall selber konnte nicht gehalten werden und brannte komplett nieder.

Die Brandbekämpfung von Osten übernahmen die Feuerwehren Wattenweiler, Neuburg und Ichenhausen (mit Drehleiter) unterstützt von der Feuerwehr Krumbach mit dem Abrollbehälter Wasser/Schaum. Die Westseite des Brandherdes bekämpften die Wattenweiler Wehrmänner. Zahlreiche Atemschutzträger von anderen Wehren waren ebenfalls im Einsatz. Ein großes Problem stellte anfangs die massive Rauchentwicklung an der Einsatzstelle mit dem teilweise immer wieder drehenden Wind dar.

Die nahezu 300 Kühe wurden in Richtung Osten getrieben und dort gesammelt. Allerdings war anfangs nicht ganz klar, ob alle Kühe vor Ort waren. So wurde sicherheitshalber der Bahnverkehr eingestellt. Auch die Bundesstraße 16 wurde für den Durchgangsverkehr gesperrt – dies vor allem wegen der Wasserversorgung von der Günz her.

Ein Feuerwehrmann der Feuerwehr Wattenweiler musste mit einer Rauchgasvergiftung eine Nacht lang im Krankenhaus überwacht werden, erklärte Kommandant Andreas Böller. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden keine weiteren Personen verletzt.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Wattenweiler, Neuburg, Langenhaslach, Edelstetten, Unterwiesenbach, Stoffenried, Ellzee, Behlingen-Ried, Unterbleichen/Oberbleichen, Krumbach, Ichenhausen, Waldstetten, Billenhausen, Jettingen und Dürrlauingen, letztere jeweils mit Sonderfahrzeug.

Zur Verladung der über 250 Kühe kamen zahlreiche Transport-Laster und Hänger zum Einsatzort. Das Vieh wurde auf mehrere Höfe verteilt und auch gemolken. Zahlreiche freiwillige Helfer waren dazu zum Einsatzort gekomen. Diese Verteilung dauerte bis etwa 21.30 Uhr an. Gegen 22 Uhr war Einsatzende für die Wattenweiler Wehr.

Die Ermittlungen zur Brandursache liegen beim Kriminaldauerdienst Memmingen.

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