Newsticker

Corona-Neuinfektionen in Deutschland auf höchstem Stand seit April
  1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Vom Betrachten nicht satt werden

20.07.2010

Vom Betrachten nicht satt werden

Der Maler Otto Schorer junior war gerne bereit, seine Werke zu erklären und Fragen zu beantworten.
2 Bilder
Der Maler Otto Schorer junior war gerne bereit, seine Werke zu erklären und Fragen zu beantworten.

Krumbach Die Bilder vom verstorbenen Heimatmaler Otto Schorer begegnen uns tagtäglich in Krumbach an vielen Häuserwänden. Auch seine anderen Bilder, die im Familienbesitz sind, werden immer wieder öffentlich präsentiert. Erstmals in Krumbach kamen am Wochenende alle Kunstinteressierten in den Genuss einer Ausstellung der Bilder seines Sohnes, des Malers Otto Schorer junior.

Dieser hat wohl die Gene seines Vaters geerbt, doch setzt diese in einem völlig anderen erfolgreichen Stil um. Das Thema der Vernissage "Farbsprung" trifft bei diesen Bildern genau den Ansatz. Hat man den ersten Eindruck der intensiven Farben auf sich wirken lassen, kann man sich dann ganz auf die Bewegung oder den "Sprung" der einzelnen Pinselstriche und das Dargestellte selber einlassen. Dafür ist das ehemalige Kaufhaus Schwarz durch seine Weitläufigkeit ein perfekter Ort, die großformatigen Gemälde auf die Betrachter wirken zu lassen.

Hommage an den Vater

Ein Bild sticht in dieser Ausstellung heraus: ein Mann, im Vordergrund ein kleiner Junge mit Fahrrad. Beide stehend in der Kirchenstraße in Krumbach, im Hintergrund ist die Stadtpfarrkirche Sankt Michael zu sehen. Nachgefragt bei der Schwester des Malers, Olga Jekle, erzählt sie, dass dieses Bild eine Hommage an den verstorbenen Vater sei. Dessen Bild der Kirchenstraße, in anderem Stil gemalt, wurde sehr oft als Postkarte verkauft. Otto Schorer junior griff also dieses Thema wieder auf und malte sich als Kind und seinen Vater auf diese prägende Ansicht.

Immer wieder wurde man von bestimmten Bildern angezogen, sah man sie im gesamten, wollte man mehr, die Details versprachen immer neue Überraschungen. Da gab es großformatige Paare - Liebespaare? - und immer wieder Hommagen an die Frau. Ob lustvolle Weibsbilder, glamourös posierende "Stars" oder scheue Frauen anderer Völker, Schorer taucht den Betrachter in ein flirrendes Farbbad bei jedem seiner Werke. Schorer malt ein "visuelles Schlemmen", in satten kraftvollen Farben, von dem man selbst nach einem ausgiebigen Betrachten nicht "satt" wird. (relo/adö)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren