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Wandertipp

18.04.2019

Von der Neuburger Kreuzabnahme zur Kirche Maria Feldblume

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7 Bilder
Markantes Kulturdenkmal: Linde und Bildstock mit Blick ins .
Bild: Hans Bosch

In Neuburg und Umgebung begegnen wir der kulturellen Klasse Mittelschwabens. Eine 12,5 Kilometer lange Wanderung durch eine reizvolle Landschaft.

Tourensteckbrief

  • Schwierigkeitsgrad 2 von 5.
  • Start/Ziel Marktplatz in Neuburg.
  • Anfahrt Über die Staatsstraße 2024 von Krumbach oder Burgau und die B 16 von Krumbach oder Ichenhausen bis Wattenweiler.
  • Streckenlänge 12,5 Kilometer.
  • Höhenmeter 104 Meter. Nur am Tourbeginn steigt es hinauf zu Neuburger Kirche und Schloss, allerdings auf rund 160 Stufen. Ansonsten praktisch eben.
  • Belag Größtenteils Asphalt-Sträßchen und gute Feldwege.
  • Gehzeit Etwa drei Stunden.
  • Die GPS-Daten zur Tour

Geeignet für Familien mit größeren Kindern. Für Kinderwagen und Biker sollte der stufenreiche Aufstieg umgangen werden. Dafür bieten sich die Straße/Radweg vom Marktplatz in Richtung Wattenweiler bis zur Schlosseinfahrt an.

Unsere Wanderung

Die Kreuzabnahme von Christoph Rodt in der Neuburger Pfarrkirche, eines der wichtigsten Werke des vor 440 Jahren geborenen heimischen Renaissance/Barockbildhauers, steht am Beginn unserer Wanderung. Nach Kirche und Schloss führt sie auf dem Höhenzug zwischen Kammel- und Günztal mit herrlicher Fernsicht und viel erholsamer Ruhe fast bis zum Ellzeer Bahnhof und dann östlich hinab ins Kammeltal. Am Rückweg bilden die Behlinger Rundkapelle, das Baumhotel Auszeit und das Hammerschmiedemuseum Naichen sowie die mäandernde Kammel und nördlich von Neuburg zahlreiche Moorwiesen bemerkenswerte Stationen.


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Unsere Wanderung ist rund 12 Kilometer lang.


Ausgangs- und Zielpunkt ist der Marktplatz von Neuburg. Am Beginn unserer Rundtour mit 12,5 Kilometer Gesamtlänge steht der Aufstieg zur barocken Pfarrkirche. Das berühmte Rodt-Kunstwerk befindet sich auf der linken Seite des Altarraums. Nach dieser ersten Kulturpause geht es durch den Westteil des Friedhofs zu den letzten Baumveteranen einer einstmals prachtvollen Lindenallee und danach auf schmalem Pfad und über 80 Stufen ziemlich steil hinauf zum Schloss. Es ist dies die einzige Steigung auf der ganzen Tour. Oben angekommen, lohnt sich ein Blick durch den dem Augsburger Barockbaumeister Elias Holl zugeschriebenen Torturm auf das Schlossgebäude. Unsere Wanderung führt weiter nach Westen auf der Einfahrtsallee zur Straße nach Wattenweiler, sie wird rechtshaltend überquert und weiter geht es straßenbegleitend bis zum Bildstock und seiner markanten Linde. Wir marschieren auf Asphalt rund 500 Meter nach Norden, folgen dem Wirtschaftsweg nach Westen und sehen bald das Dach der Wallfahrtskirche Maria Feldblume. Ein Blick auf das barocke Innere durch die beiden kleinen Fenster der Kirchentür ist den Umweg von gut 100 Meter hin und zurück wert.

Geradewegs nach Norden

An der uns schon bekannten Wegkreuzung biegen wir leicht bergauf links ein, marschieren weiter auf Asphalt geradewegs nach Norden. In einer kleinen Senke geht der Hauptweg dann auf Jurakies rechts und wenig später links wieder in Blickrichtung Ellzee, Waldstetten und Ichenhausen. Interessante, wenngleich renovierungsbedürftige Tafeln verweisen auf diesen ehemaligen Salzweg, dem wir uns gut zwei Kilometer bis zu einem kleinen Feldstadel mit Jägerstand neben einem großen Johannisbeer-Feld anvertrauen. Nur 50 Meter weiter kommen wir zur Bahnlinie Krumbach - Günzburg. Ihr folgen wir gut 100 Meter nach Norden, überqueren auf einem Feldweg-Übergang die Gleise und wandern auf der anderen Gleisseite wieder die gleiche Strecke zurück. Am Waldrand erwartet uns eine kleine Tafel mit einem roten Fußabdruck und nach Überqueren einer Waldwiese das gleiche Schild in Grün. Was das bedeutet? Die Zeichen führen uns zum Baumhotel Auszeit südlich Behlingen und besagen: Gehe bei Rot nach rechts und bei grün nach links. Also folgen wir auf Gras am Waldrand und später dem guten Weg hinunter ins Kammeltal bis zum Ortsbeginn von Behlingen. Das Dorf lassen wir links liegen, laufen vor dem ersten Haus nach Süden und kommen direkt zur in unserer Gegend fast einmaligen Rundkapelle. Auf dem Kammeltal-Radweg haben auch Wanderer Platz und so erreichen wir nach etwa 200 Metern die drei Baum-Ferienwohnungen samt Tagungsstätte. Hier wird am Nachmittag von Sonn- und Feiertagen für Kaffee und Kuchen gesorgt, aber auch sonst ist die Anlage einen Hingucker wert.


Die Kreuzabnahme von Christoph Rodt in der Neuburger Pfarrkirche ist Start- und Zielpunkt unserer Wanderung.


Zurück auf dem schmalen Sträßchen kommen wir links gehend nach Keuschlingen. Bereits beim Ortsschild mit Bildstock biegt der Feldweg links ein, führt auf einem Wiesenpfad um den Weiler, biegt links ab und schon ist der Steg über die Kammel in Sicht, der uns direkt zu den beiden Museumsgebäuden der früheren Hammerschmiede führt. Nach kürzerem oder längerem Aufenthalt geht es südlich weiter nach rechts über die Hasel und sofort wieder links immer am Bach entlang. Der Weg ist bald asphaltiert.

Zum Radweg Neuburg-Keuschlingen

Es folgt ein beschilderter Abzweig, der uns über die Kammel nach 500 Metern zum Radweg Neuburg-Keuschlingen leitet. Wir folgen ihm nach Süden, passieren links einige Waldweiher und anschließend ein großes Moorwiesen-Biotop mit einer üppigen Vielfalt an Fauna und Flora. Nach Überqueren der Bahnlinie marschieren wir in Neuburg ein, werfen einen Blick auf das renovierungsbedürftige Rodt-Haus und sind wieder beim Auto.

Der Weg in Kürze

  • Auftakt Startpunkt ist der Marktplatz in Neuburg. Nach dem Besuch der Pfarrkirche geht es über Stufen auf schmalem Steig steil bergauf zum Schloss. Nördlich der Schlossallee ist zumeist ein ganzes Rudel Damwild zu sehen. Weiter geht es auf der Straße in Richtung Wattenweiler, dann nach Norden und Westen zur Wallfahrtskirche Maria Feldblume stets auf Asphalt. Dieser bleibt uns treu auf dem Weiterweg nach Norden.
  • Salzweg Tafeln und eine Panoramabank verweisen auf die Bedeutung dieses Wegs in früherer Zeit und bietet Fernblicke weit ins südliche Günztal, die Roggenburger, Waldstetter und Ichenhauser Kirchtürme und natürlich typische mittelschwäbische Hügellandschaft.
  • Kammeltal Interessant ist nach Überschreiten der Bahnlinie der „Abstieg“ ins Kammeltal mit Blick auf Behlingen. Sogar ein Stück Urwald befindet sich links des Weges. Eben führt unser Weg wieder auf Asphalt an Behlingen vorbei auf dem Radweg zum Baumhotel und über die stark mäandernde Kammel zum Hammerschmiede-Museum.
  • Moorwiesen Feucht- und mit Büschen bewachsene Moorwiesen sind die besonderen Kennzeichen des ebenen Kammeltals bis nach Neuburg.

Tipps für unterwegs

Kultur

Pfarrkirche Neuburg Ihr bedeutsamstes Kunstwerk ist die Kreuzabnahme-Gruppe von Christoph Rodt, die in einer beispiellosen Aktion im Jahre 1989 durch den besonderen Einsatz des damaligen Landrats Dr. Georg Simnacher vor dem Verkauf auf dem freien Kunstmarkt für Neuburg gerettet werden konnte.

Maria Feldblume Die barocke Wallfahrtskirche stammt aus dem Jahre 1684 und war lange Zeit Ziel vieler Wallfahrer. Ihr Ursprung geht auf eine kleine Muttergottesfigur zurück, die in einer ausgebrannten hohlen Eiche gefunden wurde. Ein Blick ins Innere ist durch kleine Türfenster möglich. Den Schlüssel gibt es im Nachbarhaus.

Rundkapelle Maria Trost Am Südende von Behlingen stehend wurde der nicht alltägliche Bau 1699 errichtet, erfuhr jedoch später einige Veränderungen. Zu sehen ist der bemerkenswerte Innenraum praktisch jeden Tag.

Hammerschmiede Das seit der Jahrtausendwende bestehende Bezirksmuseum hat sich inzwischen zum Ziel vieler Heimatkundler „gemausert“. Zu sehen gibt es das ehemalige Wohnhaus der Familie Stocker samt Einrichtung und die noch ältere Hammerschmiede. Geöffnet sind beide von Sonntag nach Ostern bis November jeweils jeden Sonntag von 13 bis 17 Uhr. Schmiedevorführungen gibt es immer am 1. und 3. Sonntag im Monat.

Einkehr

Baumhotel Auszeit Die drei Baumhäuser in einem kleinen Wäldchen direkt an der Kammel sind den kurzen Abstecher wert. Einmal wegen der hübschen Anlage und zum anderen für die verdiente Einkehr zu Kaffee und Kuchen an den Nachmittagen der Sonn- und Feiertage. Telefonnummer: 08283/998681. Internet: www.baumhotel-auszeit.de.

Landhaus Jekle, Neuburg In Neuburg selbst befindet sich nur das Landhaus Jekle (Telefon 08283/1707, Internet: www.guentherjekle.de). Es wird eine Voranmeldung empfohlen.

Gasthaus Kohler, Behlingen Eine Voranmeldung ist auch für das Gasthaus Kohler (Telefon 08283/921935) in Behlingen zu empfehlen, wo der Getränkebedarf aufgefüllt werden kann.

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Krumbach/Thannhausen

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