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Thannhausen

24.05.2019

Wachstum bei der Raiffeisenbank Thannhausen

Turnusgemäß schied Alexandra Wallner aus dem Aufsichtsrat der Raiba Thannhausen aus. Mit allen Stimmen wurde sie jedoch erneut für drei Jahre in diesem Gremium bestätigt. Zur Wiederwahl gratulierten auch die Vorstände Gerhard Böck (links) und Gerrit Ambrosy.
Bild: Karl Kleiber

Vorstand und Aufsichtsrat geben in der Vertreterversammlung Einblicke in Geschäftsjahr. Alexandra Wallner bleibt weiter im Aufsichtsrat.

Mit den Worten „Starkes Wachstum“ in allen Sparten fassten alle Redner das Geschäftsjahr 2018 der Raiffeisenbank Thannhausen bei der Vertreterversammlung zusammen. Besonders hervorgehoben wurde von Vorstand Gerhard Böck der Anstieg des betreuten Anlagevolumens der Kunden um rund 7,9 Prozent sowie die Mehrung der Bilanzsumme um knapp 8,5 Prozent.

Eingangs begrüßte Vorstand Böck die 47 anwesenden Mitglieder-Vertreter, die Bürgermeister Georg Schwarz (Thannhausen), Adelinde Baur (Balzhausen), Peter Walburger (Ursberg) und Robert Hartinger (Münsterhausen) sowie die Vertreter des Genossenschafts-Verbandes, des Finanzverbundes und die ehemaligen Vorstände der Bank. Danach gedachte man der 57 in 2018 verstorbenen Mitglieder der Genossenschaft.

Null-Zins-Politik wird weiter anhalten

Vorstand Gerrit Ambrosy ging dann, unterstützt durch eine PowerPoint-Präsentation, auf wichtige Ereignisse aus Politik, Wirtschaft und Soziales ein, bevor er in die Geldpolitik der EU einstieg. „Seit gut vier Jahren haben wir eine Null-Zins-Politik, die auch noch länger anhalten werde. Die heimische Bank habe es bisher vermieden, Negativ-Zinsen im privaten als auch im geschäftlichen Bereich zu verlangen. Ein Zinsanstieg sei nicht vor Mitte 2020 zu erwarten.“ Zinsen seien die wichtigste Einnahmequelle der 875 deutschen Genossenschafts-Banken, so Ambrosy weiter. Bei diesen, wie auch in Thannhausen, stehe die Beratung im Fokus, das Geldgeschäft sei in den Hintergrund gerückt. In Thannhausen halten 36 Mitarbeiter, von denen zehn in Teilzeit angestellt seien, die Geschäfte am Laufen.

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Starke Konkurrenz herrsche beim Online-Banking. In Thannhausen nutzen schon über fünfzig Prozent der Kunden diese Form. Auch gebe es hier immer noch bei einem durchschnittlichen Geldvolumen von 1900 Euro kostenlos eine Kreditkarte und das Girokonto, endete Ambrosy.

Nun ging Vorstand Böck auf die Zahlen der Bilanz von 2018 ein: An Aktiva nannte er (gerundet) die Barreserven von 2,36 Millionen Euro, Forderungen an Kreditinstitute 14,11 Millionen, Forderungen an Kunden 141,45 Millionen, Wertpapiere 119,77 Millionen, Beteiligung 6,46 Millionen, Sachanlagen 4,64 Millionen und sonstige Aktiva 1,47 Millionen Euro, was sich auf eine Bilanzsumme von gut 290,27 Millionen Euro addiere.

An Passiva nannte Böck Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von knapp 41 Millionen Euro, gegen Kunden 211,89 Millionen, Rückstellungen 1,84 Millionen, Fonds zehn Millionen, Geschäftsguthaben der Mitglieder 2,45 Millionen, Rücklagen und Bilanzgewinn 22,85 Millionen sowie sonstige Passiva 247,363 Millionen Euro.

Die Genossenschaft zähle aktuell 5456 Mitglieder, den Kundenstamm bezifferte der Vorstand auf 9766 Personen. Das betreute Kunden-Anlagevolumen stieg um 7,9 Prozent oder 24 Millionen auf 326 Millionen Euro. Ein Plus von 2,6 Prozent (vier Millionen) ist auch im Kreditwesen zu verzeichnen. Es stieg auf 157 Millionen Euro.

Die Mitglieder erhalten vier Prozent Dividende auf ihre Anteile

Die Gesamterträge beliefen sich auf 6,14 Millionen, die Ausgaben erreichten 5,72 Millionen Euro. Hier betrugen allein die Personal- und Sachkosten 3,72 Millionen. Daraus ergibt sich ein Gewinn von 420 000 Euro. Von diesem werden 98 000 Euro als vierprozentige Dividende an Mitglieder ausgeschüttet. Jeweils 161 000 Euro fließen in die gesetzlichen und freiwilligen Rücklagen, sagte Böck zum Schluss seines Rückblicks.

Paul Hartinger, Vorsitzender des Aufsichtsrates, erläuterte die Arbeit seines Gremiums sowie Jahresabschluss und Gewinnverwendung. Beides wurde ohne Gegenstimme genehmigt. Weiter wurde der Prüfbericht des Genossenschafts-Verbandes vorgetragen, dem ein uneingeschränkter Prüfungsvermerk erteilt wurde. Was zur einstimmigen Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat führte.

Für die Wahl zur Vertreterversammlung, die alle vier Jahre anstehe, wurden neben Aufsichtsrat und Vorstand folgende Mitglieder zur Wahl vorgeschlagen und auch einstimmig gewählt: Marcus Greschner, Elisabeth Heinzl, Reinhard Höfer, Günther Meindl, Robert Schmid, Jörg Tonn und Markus Tschanter.

Mit dem Dank an alle Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter für die vertrauensvolle Zusammenarbeit schloss Vorstand Böck die Versammlung und lud zu einem gemeinsamen Essen ein.

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