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Waltenhausen

04.07.2019

Waltenhausen bekommt weiterhin keine Umgehung

Weiterhin führt kein Weg um Waltenhausen herum.
Bild: Peter Bauer (Archiv)

Die Gemeinde Waltenhausen wünscht sich eine Umgehungsstraße. Warum bis 2021 keine Entscheidung dazu fällt.

Neu ist der Wunsch nicht. Im Gegenteil. Schon seit vielen Jahren fordert die Gemeinde Waltenhausen eine Umgehungsstraße. Bislang ohne Erfolg. Die Bewohner des südlichsten Ortes im Landkreis werden sich höchstwahrscheinlich auch weiter in Geduld fassen müssen. Denn die Mitglieder des Kreisausschusses haben beschlossen, vor einer Entscheidung erst die nächste Verkehrszählung im kommenden Jahr abzuwarten. Die Auswertung dürfte nicht vor 2021 vorliegen. Wäre es nach der Landkreisverwaltung gegangen, hätte der Kreisausschuss den Bau einer Umgehungsstraße im Zuge der Kreisstraße GZ13 erneut abgelehnt. Denn die letzte Verkehrszählung von 2015 habe ergeben, dass der (Schwerlast-)Verkehr im Ortsbereich von Waltenhausen zu gering sei, um den Bau einer Umgehungsstraße zu rechtfertigen, erklärten Landrat Hubert Hafner und Wilhelm Weirather, der Leiter des Staatlichen Bauamtes Krumbach. Entsprechend würde es keine staatliche Förderung geben – und das bei geschätzten Kosten von etwa 1,2 Millionen Euro.

Verkehrsbelastung ist in den vergangenen Jahren gestiegen

Die Kreisräte Josef Brandner (Freie Wähler) und Herbert Blaschke (FDP) plädierten dafür, die Umgehungsstraße nicht schon wieder zu den Akten zu legen. Wie Bürgermeister Weiß in Wort und Bild dargelegt habe, sei die Verkehrsbelastung für den Ort in den vergangenen Jahren gestiegen. Die Mitglieder des Kreisausschusses kamen deshalb überein, zunächst die Ergebnisse der nächsten Verkehrszählung 2020 abzuwarten. Die Auswertung könnte 2021 vorliegen, sagte Weirather.

Allzu große Hoffnungen auf einen Bau machte der Leiter des Staatlichen Bauamtes den Bürgern in Waltenhausen allerdings nicht. Denn die Verkehrsbelastung sei auch aktuell „äußerst gering“. Sie reiche im Grunde nicht einmal aus, um die einstige Gemeindeverbindungsstraße als Kreisstraße einzustufen. Dies sei seinerzeit nur geschehen, um Gemeinden im Süden nach der Kreisreform eine Art Zuckerl zu geben, erklärte Landrat Hubert Hafner in der Sitzung. Sei „Gefahr im Verzug“, müsse gehandelt werden, versicherte Wilhelm Weirather. Angesichts der generell knappen Finanzlage beim Straßenbau sei das in den nächsten Jahren aber eher unwahrscheinlich. (kai)

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