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Waltenhausen

28.02.2020

Was der neue Waltenhauser Dirigent alles plant

Andreas Simnacher ist der neue Dirigent beim Musikverein Waltenhausen. Bei den Proben im Bürgerheim wird gegenwärtig intensiv an der Einstudierung der Kompositionen gearbeitet.
Bild: Werner Glogger

Plus Andreas Simnacher ist Nachfolger von Thomas Strobel beim Musikverein Waltenhausen. Was er vorhat und welche besondere Premiere es gibt.

Die Blasmusik in Waltenhausen hat eine lange Tradition. Erstmals in einem Zeitungsausschnitt von 1861 erwähnt, liegt den Aufzeichnungen nach der offizielle Beginn im Jahr 1869, sodass der im Jahr 1965 gegründete Verein auf 150 Jahre Musikgeschichte zurückblicken kann. Immer wieder fanden sich Bürger aus der Gemeinde, die ausschließlich ehrenamtlich teils über viele Jahre hinweg als Vorstände, wie Max Mayer (1965-1979), Herbert Rottach (1979-1991) oder Werner Strobel (1991-2001) die Geschicke der Kapelle und danach des Vereins in die Hand nahmen und zusammen mit engagierten Dirigenten den Fortbestand gewährleisteten. Großen Wert legten die Verantwortlichen immer auf die Jugendarbeit und sorgten so für Nachwuchs und Verstärkung in der Kapelle. Gerade die Dirigenten entwickelten ein Gespür dafür, nicht nur das musikalische Niveau auszubauen, sondern mit den Vorträgen einen engen Kontakt mit den Zuhörern herzustellen. Das führte dazu, dass die „Waltenhauser Musikanten“, wie sie sich nannten, bei Festivitäten jeglicher Art weit über ihren Heimatort hinaus als exzellente Stimmungsmacher gefragt waren.

Luis Bisle hat besondere Akzente gesetzt

Vor allem Luis Bisle motivierte seine Musiker in seiner 22-jährigen Dirigententätigkeit zum präzisen Musizieren und wurde selbst in seiner weiteren Eigenschaft als Moderator und Sänger zum Statussymbol der Waltenhauser. Auch die weiteren Dirigenten folgten der Marschrichtung und erweiterten das größtenteils traditionelle Repertoire um klassische und moderne Stücke. Vor allem Thomas Strobel baute diese Stilrichtung aus und verzeichnete beachtliche Erfolge. Allerdings verhinderten Ende vorigen Jahres berufliche Gründe die Weiterführung seines Dirigentenamtes, sodass ab November 2019 Andreas Simnacher als Nachfolger das mit 30 Musikern besetzte Orchester übernahm.

Strobel ist 30 Jahre alt, verheiratet und wohnt im Thannhauser Stadtteil Burg. Er lernte schon mit neun Jahren das Trompetenspielen, kam unter die Fittiche von Roland Dworschak bei der Jugendkapelle Krumbach und bildete sich mit dem Ablegen sämtlicher Bläserprüfungen weiter aus. Inzwischen beherrscht er neben der Trompete auch Tenorhorn, Tuba und Posaune und gibt im Einzelunterricht sein Können an den musikalischen Nachwuchs weiter. Mit Stolz ergänzt Vorstandsmitglied Andrea Schuster , dass sich in der vereinseigenen Jugendkapelle seit dem Jahr 2012 aktuell 23 Jungmusiker unter 18 Jahren auf die Mitwirkung bei den „Großen“ vorbereiten. Schon seit mehreren Jahren leitet Simnacher die mit knapp 40 Musikern besetzte größere Musikkapelle Obergessertshausen und hat darüber hinaus beim Musikverein Mindelzell die Jugendbetreuung inne. „In Waltenhausen sehe ich eine weitere interessante Aufgabe mit den Musikanten, die mich herzlich aufnahmen, musikalisch gut motiviert sind und eine ausgeprägte Kameradschaft aufweisen“, so bezeichnet Simnacher die Gründe für die Übernahme des Dirigentenamtes. Darüber hinaus bietet der geräumige Saal im Bürgerheim ideale Voraussetzungen für eine gute Probenarbeit.

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An welchem Programm er feilt

Gegenwärtig feilt er am Programm für das Frühschoppenkonzert am Sonntag, 8. März, seinem ersten offiziellen Auftritt. Dabei werden der Marsch „Kaiserin Sissi“, die „Martha-Polka“ oder ein Trompeten-Solo „Nächtliche Tränen“ und weitere neue Blasmusikschmankerl zu hören sein.

Parallel dazu studiert Simnacher mit seinen Musikern in den Proben die Vortragsstücke für das Osterkonzert, ein Gemeinschaftskonzert mit dem Musikverein Tafertshofen , ein. Die Literatur besteht aus einer guten Mischung böhmisch-mährischer Blasmusik wie auch aus Filmmelodien oder modernen Arrangements, die, wie Simnacher betont, allesamt in der Kategorie mittelschwer bis schwer angesiedelt sind.

Dieses Niveau zu halten und weiter auszubauen ist sein vorrangiges Ziel, damit die „Waltenhauser Musikanten“ weiterhin nicht nur ein Garant für das kulturelle Leben in der Gemeinde sind, sondern mit ihrer hochkarätigen Musik ein Aushängeschild weit darüber hinaus bilden.

Zum umfangreichen Terminplan in diesem Jahr zählt wieder das Brunnenfest, bei dem neben anderen Attraktionen die Partyband aus dem Allgäu „Die Dorfheiligen“ und als Highlight der Auftritt von „Blasmusik³“ mit „Die Flexer“, „Böhmisch & mehr“ sowie „5erBlech“ ein fetziges Festprogramm garantieren. (wgl)

Frühschoppenkonzert: Sonntag, 8. März um 10 Uhr im Bürgerheim Waltenhausen ; Gemeinschaftskonzert mit dem Musikverein Tafertshofen , Ostersonntag , 12. April im Vereinsheim in Breitenthal ; Brunnenfest Donnerstag, 30. April und Freitag, 1. Mai in Waltenhausen

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