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Krumbach

18.11.2019

Was im Krumbacher Freibad alles saniert werden soll

Wird der Parkplatz im Eingangsbereich des Krumbacher Freibades saniert? Dies war jetzt Thema im Hauptausschuss. Vor einer Entscheidung möchten sich die Räte ein Bild machen.

Plus Das Krumbacher Freibad bekommt für nächsten Sommer eine Erneuerung. Wo Sanierungsbedarf besteht und was sich alles ändern soll.

Das Krumbacher Freibad kann sich sehen lassen. Im Lauf der Jahre wurde immer wieder investiert. Und doch gibt es immer noch einige Stellen, woran man erkennen kann, dass das Bad aus den 60er-Jahren stammt.

So beispielsweise an den Durchschreitebecken und Treppenaufgängen beim Schwimmerbecken sowie an der Parkplatzgestaltung beim Eingangsbereich und der Fahrradabstellfläche im nördlichen Bereich. In der jüngsten Sitzung des Werkausschusses der Stadt Krumbach beschäftigten sich die Mitglieder mit diesem Thema. Dazu war Lothar Beck von Lars Consult in Memmingen eingeladen, der den Räten eine Entwurfsplanung zur Sanierung der Durchschreitebecken und der Treppenanlagen sowie des Parkplatzes vorstellte.

Vom Krumbacher Schwimmerbecken ohne Treppenstufen in Richtung Kinderbecken gehen

Eine höhere Priorität hätten zunächst die Erneuerung von drei Durchschreitebecken und die Treppenanlage, sagte Bürgermeister Hubert Fischer. Die weiteren Maßnahmen sollten zu einem späteren Zeitpunkt angegangen werden.

Die jetzige Treppe vom Schwimmerbecken in Richtung Kinderbecken soll durch eine Rampe ersetzt und ohne Stufen barrierefrei werden. Die Treppe vom Schwimmerbecken zur Liegewiese wird ebenfalls neu gestaltet. Ein Edelstahlgeländer mit doppelläufigem Handlauf und Kinderhandlauf ist vorgesehen. Lothar Beck nannte als Kostenschätzung für die Erneuerung der Durchschreitebecken und der Treppenanlagen rund 73.000 Euro.

Laut Werkleiter Martin Strobel würden die Reparaturen an der jetzigen Treppenanlage und an den Durchschreitebecken jährlich Kosten von rund 1000 Euro verursachen.

Abstellplatz für Fahrräder in marodem Zustand

Der Fahrradabstellplatz ist in einem maroden Zustand. Bereits im Juni 2018 hatte sich der Stadtrat mit dieser Fläche beschäftigt. Manfred Pfeiffer (JW/OL) und Dieter Behrends (CSU) hatten seinerzeit bei der Stadt einen Antrag eingereicht, in dem es um die Neugestaltung der nördlichen Fahrradabstellfläche vor dem Freibad ging. Jetzt wurde dazu eine Entwurfsplanung vorgestellt. Laut Beck sollte der Parkplatz neu geordnet werden. 54 Radanlehner sollten angebracht werden. Damit stünden dann 108 Stellplätze zur Verfügung. Die Fläche sollte nicht mehr asphaltiert, sondern entsiegelt und mit einer günstigen, wassergebundenen Decke versehen werden.

Die Stellplätze für Fahrräder beim Eingangsbereich sollen beibehalten werden. Ebenso die Parkplätze für Pkw. Zwei Behindertenparkplätze sollen eingerichtet werden und zehn Gästeparkplätze, eventuell auch zwei Angestelltenparkplätze und zwei Wohnmobilstellplätze. Beck stellte zwei Varianten vor. Bei der Variante 1 parken die Fahrzeuge wie bisher zur Straße hin. Bei Variante 2 würden die Fahrzeuge zum Gebäude hin parken. Eine Ladestation für E-Bikes und für E-Autos soll eingerichtet werden. Das Ein- und Ausfahren im Freibad sollte mit einer „Schleppkurve“ deutlicher gestaltet werden.

Freibad Krumbach schreibt massiv rote Zahlen

Für die Erneuerung des Fahrradparkplatzes würden laut Kostenschätzung je nach Variante rund 46.000 oder 49.000 Euro anfallen, für die Gestaltung des Parkplatzes mit Eingangsbereich bei Variante 1 rund 214000 oder Variante 2 rund 223.000 Euro. Aber Bürgermeister Hubert Fischer wies darauf hin, dass die Durchschreitebecken und die Treppenanlagen eine höhere Priorität hätten.

Zweiter Bürgermeister Gerhard Weiß (CSU) meinte, dass ihm die Notwendigkeit der Erneuerung von Durchschreitebecken und Treppenanlagen gar nicht so bewusst sei. Er wolle die Vorstellung „erst mal setzen lassen“. Für wichtig hielt er die Parksituation. Hier komme es manchmal zu gefährlichen Situationen, sagte Weiß. Er schlug vor, dies wegen der Sicherheit mit der Polizei zu besprechen. Die Zugangsbereiche sollten laut Manfred Pfeiffer (JW/OL) auf einen neuen Stand gebracht werden. Nicht alles auf einmal, sondern scheibchenweise sollten die Planungen umgesetzt werden. Laut Dr. Marcus Härtle (UFWG) sollte nur umgesetzt werden, was notwendig sei, da das Freibad jedes Jahr massiv rote Zahlen schreibe. Er wollte sich von der Lage vor Ort nochmals ein Bild machen. So wurde die Entwurfsplanung an diesem Abend nur zur Kenntnis genommen und kein Beschluss gefasst. Man einigte sich auf einen gemeinsamen Ortstermin im Freibad.

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