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Fehlbetrag

06.12.2019

Wasserberger erhalten Trinkwasser-Bescheide

Allein die Druckerhöhungs-Anlage im Hasberger Hochbehälter, der auch Wasserberg versorgt, kostete rund 35000 Euro.
Bild: Karl Kleiber

Gemeinde Aletshausen ließ für noch abzurechnende Beiträge Grund- und Geschossflächen feststellen

Da Gemeinden ihre Versorgungseinrichtungen kostendeckend betreiben müssen, hat Aletshausen bereits im November 2018 ihre Verbraucher-Gebühren für Trink- und Abwasser durch die Kommunalberatung Dr. Schulte-Röder aus Veitshöchheim neu kalkulieren lassen und in Kraft gesetzt. Besonders hart trifft es nun die Einwohner von Wasserberg, denn dort müssen noch insgesamt 52000 Euro an Verbesserungsbeiträgen abgerechnet werden. So hat es das neutrale Büro Dr. Schulte-Röder berechnet.

Der Aletshausener Gemeindeteil Wasserberg wird vom Hasberger Hochbehälter aus, der zur Unterallgäuer Marktgemeinde Kirchheim gehört, mit Trinkwasser versorgt. Dieser wurde in den letzten Jahren für 52000 Euro saniert und eine Anlage zur Drucksteigerung eingebaut, die 35000 Euro gekostet hat, so Bürgermeister Georg Duscher. Hier werden die Wasserberger Anschließer mit 50 Prozent herangezogen.

Der Bezugspreis für Wasserberg betrug in den Jahren 2015 bis 2018 bei einem Gesamtverbrauch von rund 6000 Kubikmetern nur 80 Cent. Das war zu wenig und führte zu einem erheblichen Defizit. Dadurch war Ende 2018 eine Erhöhung unumgänglich. Die Grundgebühr für einen Standard-Wasseranschluss wurde von 18 Euro auf 200 Euro jährlich angehoben. Die Trinkwasser-Gebühr beträgt für die Jahre 2019 bis 2022 pro Kubikmeter 37 Euro.

An Verbesserungsbeiträgen sind Ende 2019 insgesamt noch 52000 Euro offen, die auf 27 Beitragspflichtige umgelegt werden müssen, was durchschnittlich einen Betrag von knapp 2000 Euro bedeute, um die restlichen Sanierungskosten abdecken zu können. Im Dezember werden nach der beschlossenen Satzung die Bürger Bescheide bekommen, die in zwei Raten im Frühjahr und Herbst 2020 zur Zahlung anstehen.

Bei der Berechnung der Geschossflächen wurden alle Außenmaße und die Anzahl der Stockwerke der Wohngebäude herangezogen. Garagen, die direkt an Wohngebäude anschließen und Freistehende, die einen eigenen Wasseranschluss haben, wurden ebenfalls mit berechnet. Hier bemerkt Bürgermeister Duscher, dass es für die Wasserberger Bürger zwar eine schmerzliche Prozedur sei, aber wegen der Gleichbehandlung aller Bürger hingenommen werden müsse. Wenn die Umlagen bis 2022 endgültig abgerechnet sind, könne man die Wasserversorgung Wasserbergs rechtlich zu einer gemeinsamen Versorgungseinrichtung mit der Gemeinde Aletshausen zusammenführen.

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