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Unterbleichen

25.06.2017

Wasserleitungen im Kindergarten müssen raus

Der Kindergarten in Unterbleichen soll eine Aufwertung durch die Schaffung von Kinderkrippenplätzen erfahren. Auch Leitungen werden getauscht.
Bild: Emil Neuhäusler

Blei- und Nickelwerte im Wasser des Gebäudes in Unterbleichen waren bei Untersuchungen erhöht gewesen. Außerdem sollen Kinderkrippenplätze geschaffen werden, um die Attraktivität der Einrichtung zu steigern.

In der Mai-Gemeinderatssitzung war lediglich die Rede von Verschönerungsarbeiten am kirchlichen Kindergarten in Unterbleichen. In der Sitzung am Donnerstagabend musste Deisenhausens Bürgermeister Norbert Weiß seinem Gemeinderat mitteilen, dass tief greifende Veränderungen sowohl in der Bausubstanz als auch in der Gruppenstruktur notwendig sein werden.

Ausgangspunkt der neuen Situation, erläuterte Weiß, waren vom Diözesanamt veranlasste Trinkwasseruntersuchungen, die erhöhte Werte an Blei und Nickel an den Tag brachten. Nach regelmäßigem Spülen der Leitungen verschwand das Blei, auch der Nickelwert verringerte sich nach dem Austausch der Armaturen. Doch die Diözese besteht, um sämtliche gesundheitliche Risiken auszuschließen, auf einem Austausch sämtlicher Wasserleitungen.

Hoher Kostenaufwand

Da diese Maßnahme mit einem hohen Arbeits- und Kostenaufwand, der von der Gemeinde zu tragen ist, verbunden ist, machte sich Bürgermeister Weiß grundsätzliche Gedanken über den Fortbestand des Kindergartens. Tatsache sei, führte Weiß aus, dass die Kinderzahlen bei gleichbleibendem Kindergartenpersonal zurückgingen, was zu einem hohen und teuren Personalschlüssel führe. Dem könnte, empfahl Weiß, mit der Einrichtung von Krippenplätzen entgegengewirkt werden. Da seiner Meinung nach für eine reine Krippengruppe der Bedarf nicht da sei, schlug er vor, eine gemischte Gruppe einzurichten. Diese könnte so aussehen, dass neben sechs Krippenkindern gleichzeitig sieben Kindergartenkinder betreut würden.

„Probieren wir es!“

Der Vorschlag des Bürgermeisters fand beim Gemeindegremium einhellige Zustimmung. Krippenplätze seien gesucht und hätten Zukunft, war die allgemeine Meinung. Zudem verblieben dann auch diese Kinder später im eigenen Kindergarten. Die bisherige Praxis zeige nämlich, dass Kinder, die auswärtige Krippenplätze belegen, weiter den dortigen Kindergarten besuchen. Bürgermeister Weiß zeigte sich zuversichtlich, dass ausreichend Kinder für solch eine gemischte Gruppe vorhanden seien. „Probieren wir es!“, machte er Mut, und wenn es nicht funktionieren würde, könne man ja wieder zurück zum herkömmlichen Kindergartenbetrieb. Einstimmig wurde Weiß beauftragt, entsprechende Planungen in die Wege zu leiten.

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