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Krumbach/Thannhausen

21.08.2019

Wasserwachten ziehen eine gute Bade-Bilanz

Die heißen Temperaturen in den Sommermonaten zogen die Menschen ans Wasser – sei es wie im Bild ins Krumbacher Freibad oder an einen Weiher. Für die Wasserwachten war die Saison größtenteils gut – wobei es an Einsätzen nicht mangelte.
Bild: Peter Bauer (Archiv)

Plus Krumbach und Thannhausen bleiben von größeren Badeunfällen verschont. Zu welchen Einsätzen die Freiwilligen ausrückten und welche Probleme sie sehen.

Man muss den Tatsachen ins Gesicht sehen: Der größte Teil der sonnigen Tage, die Badegäste in ein Freibad oder einen Weiher locken, ist vorbei. Zwar können auch September und Oktober noch mit sommerlichen Temperaturen aufwarten, doch der Großteil der Badesaison ist gelaufen. Die Wasserwachten im Landkreis Günzburg ziehen eine positive Bilanz – auch wenn es mehrere kritische Momente und traurige Unfälle gab.

Wie der Vorsitzende der Krumbacher Wasserwacht, Stefan Gut, sagt, mussten die Retter in diesem Jahr bisher achtmal ausrücken: „Die Anzahl der Einsätze war damit relativ hoch.“ Hilfe leisteten die Freiwilligen der Wasserwacht etwa bei zwei Fällen an der Donau, bei denen Menschen vermisst wurden. Auch nach Loppenhausen im Landkreis Unterallgäu rückten sie aus, um nach der Suche nach einem vermissten Angler zu helfen – allerdings konnte dieser nur noch tot von Einsatzkräften der ebenfalls verständigten Feuerwehr geborgen werden. „Der größte Teil unserer Einsätze war die Suche nach Vermissten. Zum Glück tauchten viele davon von selbst wieder auf“, sagt Gut.

Seltener seien dagegen Einsätze bei Badeunfällen. Zu einem einzigen Fall mussten die Helfer in diesem Jahr ausrücken – an den Fetzersee bei Günzburg. Dort fanden Taucher der Wasserrettung nach einer umfangreichen Suchaktion einen verstorbenen Badenden. „Die Anzahl der Badeunfälle ist in unserem Landkreis allgemein gering, worüber ich sehr froh bin“, sagt Gut.

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In Thannhausen lernen jedes Jahr 100 Kinder schwimmen

Diese Einschätzung teilt auch der Vorsitzende der Thannhauser Wasserwacht, Jürgen Fischer: „Der deutschlandweite Trend, dass immer mehr Menschen schlecht schwimmen können, lässt sich im Landkreis Günzburg so nicht eins zu eins nachvollziehen.“ Wichtig sei frühzeitiger Schwimmunterricht – und daran hat die Thannhauser Wasserwacht einen großen Anteil. Laut Fischer veranstalten deren Mitarbeiter jedes Jahr für mehr als 100 Kinder Schwimmkurse. „Damit decken wir in unserem Landkreis mehr als nur die Stadt Thannhausen ab“, sagt der Wasserwacht-Vorsitzende. Neben dem Veranstalten der Schwimmkurse warten weitere Aufgaben die Thannhauser Wasserwacht. Laut deren technischem Leiter, Martin Spengler, mussten die Retter in diesem Jahr zu bisher fünf Einsätzen ausrücken – ein vergleichsweise ruhiges Jahr, wie Spengler sagt.

Neben Rettungseinsätzen unterstützen Wasserwachten auch Bademeister bei ihrer Tätigkeit. Die Krumbacher Wasserwacht macht dies im Freibad der Stadt und am Oberrieder Weiher, die Thannhauser Wasserwacht im dortigen Freibad. Von beiden Ortsgruppen hieß es, dass es dort in diesem Jahr zu keinen größeren Zwischenfällen gekommen sei – nur um kleinere Verletzungen mussten sich die Helfer kümmern, etwa um Bienen- oder Wespenstiche und leichte Schnittverletzungen.

Situation in Krumbach könnte problematisch werden

Damit die Anzahl der Badeunfälle möglichst gering bleibt, sind Schwimmkurse für Kinder entscheidend. Die Situation hierzu ist im Landkreis allerdings sehr unterschiedlich. Während in Thannhausen das Angebot reichlich vorhanden ist, muss sich Krumbach womöglich auf Probleme einstellen. Wie Stefan Gut sagt, finden die Kurse der Wasserwacht derzeit im Schul- und Sportzentrum statt. Doch das wird zwangsläufig geschlossen, wenn dieses saniert oder neu gebaut wird. „Für uns ist es entscheidend, dass das Bad bis zum Beginn der Arbeiten geöffnet bleibt, ansonsten bekommen wir Probleme. Eine Bauzeit von zwei Jahren könnten wir noch überbrücken, bei einem längeren Zeitraum ist das aber kaum möglich“, sagt er. Die Debatte, wie es mit dem Schul- und Sportzentrum weitergeht, werde er daher mit großem Interesse verfolgen.

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