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Wattenweiler/Augsburg

07.10.2019

Wattenweiler: Frank Schnarrenberger ist jetzt Diakon

Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger (Mitte) mit den neu geweihten Diakonen Frank Schnarrenberger, Adolf Michael Gastl, Bernd Skuras, Martin Linder, Dr. Marc André Selig und Bernhard Beigel (von links).
Bild: Annette Zoepf/pba

Feierstunde im Augsburger Dom. Weihbischof Losinger: „Dienst des Diakons kann in Vertrauenskrise der Kirche eine Stütze sein“.

Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger hat jetzt im Augsburger Dom sechs Männer zu Ständigen Diakonen geweiht. Unter ihnen ist der 52-jährige Frank Schnarrenberger aus Wattenweiler. Ihr Dienst könne „gerade in unseren Tagen im Zeitalter der Vertrauenskrise der Kirche eine Stütze sein“, betonte er. Zu dem Pontifikalamt waren zahlreiche Gläubige, Priester und Diakone in den Dom gekommen.

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Weihbischof Losinger nannte in seiner Predigt drei Adressaten, denen die Kirche von Augsburg heute dankbar sein könne: Zum einen Jesus dem Herrn, der die Diakone in seinen Dienst gerufen habe. Dann den Diakonen selbst, „dass sie diesen Ruf frei und offen und couragiert annahmen“. Schließlich gelte ein großer Dank den Ehefrauen und Familien. Darum sei in der Weiheliturgie die Befragung und Zustimmung der Ehefrauen vorgesehen. „Ohne sie geht offensichtlich nichts“, unterstrich Weihbischof Anton deshalb. Ihre Unterstützung und das Umfeld der Familie seien eine Bereicherung des geistlichen Dienstes der neugeweihten Diakone.

„Zutiefst beeindruckt“ zeigte er sich vom breiten beruflichen Spektrum und von der hohen Kompetenz der Weltverantwortung, die die Diakone in ihren Dienst mitbrächten.

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„Ja, das ist ein breites und anspruchsvolles Berufs- und Erfahrungsfeld, in dem wohl bei keinem von Ihnen Langeweile aufkommen dürfte.“ Aber da sei noch etwas Größeres, Jesus Christus, dessen Ruf die sechs neuen Diakone gefolgt seien. Er stellte deshalb die Frage, wie denn der Dienst des Diakons gerade in unseren Tagen im Zeitalter der Vertrauenskrise der Kirche eine Stütze sein könne.

Bei seiner Antwort darauf ging sein Blick zurück in die Geschichte. Diakone hätten der alten Kirche durch ihren vorbildlichen Dienst am Nächsten und durch ihre tatkräftige Unterstützung der Armen einen historischen Stempel aufgedrückt. Er verdeutlichte dies am Beispiel des heiligen Diakons Laurentius.

Auf diesen Gedanken ging Weihbischof Losinger auch am Ende des Pontifikalamts nochmal ein. Beim Dienst des Diakons gehe es darum, das humane Antlitz unserer Gesellschaft und die Sichtbarkeit des Reiches Gottes zu verwirklichen. Wir alle könnten uns dies zu Herzen nehmen.

Musikalische Gestaltung durch Gemeinschaftschor

Musikalisch gestaltet wurde die gut zweistündige Liturgie von einem Gemeinschaftschor aus den Pfarreien der neu geweihten Diakone, Michael Lachenmayr an der Orgel sowie dem Solisten Johannes Steber (Trompete). Die Chorleitung hatte Dr. Stefan Wolitz, der selbst vor zwei Jahren ebenfalls zum Diakon geweiht wurde.

Das Amt des Ständigen Diakons wurde, so die Information des Bistums, im Bistum Augsburg vor 50 Jahren eingeführt. Am 20. Juli 1969 wurden damals von Bischof Dr. Josef Stimpfle die ersten drei Diakone geweiht. Seitdem waren es bis heute 228, von denen noch rund 180 am Leben sind. (zg)

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