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Aletshausen

25.10.2020

Wegen Rasern: Aletshauser Bürger fordern mehr Tempo-30-Zonen

In Winzer plant die Gemeinde eine Überquerungshilfe auf der GZ30 zu errichten.
Bild: Karl Kleiber

Plus Der Aletshauser Bürgermeister Georg Duscher berichtet von Anträgen besorgter Anwohner wegen zu schnell fahrender Autos. Die Gemeinde will nun reagieren.

Bei der jüngsten Ratssitzung berichtete der Aletshauser Bürgermeister Georg Duscher von mehreren Anträgen besorgter Einwohner, die, wegen zu schnell fahrender Autos, Tempo-30-Zonen fordern. Momentan besonders gefährdet seien in Winzer Schulkinder, die auf dem Weg zum Bushäuschen die Kreisstraße GZ30 überqueren müssen. Hier soll mit einer Überquerungshilfe Sicherheit geschaffen werden, sagte Duscher.

Wegen des Umbaus der B16 zwischen Loppenhausen und Haupeltshofen wurde eine Umleitungsstrecke über Winzer und Gaismarkt eingerichtet, die stark frequentiert sei. Diese wurde an mehreren Stellen mit Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 30 Stundenkilometer versehen. Kurz vor Ortsende Winzer in Richtung Gaismarkt steht auf der rechten Seite ein Häuschen in dem die Kinder auf den Schulbus warten können. Etliche Schüler kommen aus dem westlichen Teil des Dorfes und müssen deswegen die GZ30 überqueren, was aktuell sehr gefährlich sei, da hier ein enormes Verkehrsaufkommen herrsche. Diese Beschränkung solle laut Winzer Bürger auch nach Beendigung des Straßenbaus weiter Bestand haben.

Mehrere Tempo-30-Zonen in Aletshausen gefordert

Dies ist kaum möglich, da es sich um eine Kreisstraße handelt, war die Meinung Duschers. Eine Ampel wäre eine Lösung, die werde sich aber auch nicht realisieren lassen. Er könne sich dagegen eine Überquerungshilfe in Form einer zweigeteilten Verkehrsinsel vorstellen. Diese würde durch ein Hinweisschild und die geteilte Fahrbahn den Verkehr bremsen. Um die Querung bauen zu können, braucht die Gemeinde einige Quadratmeter Grund von der westlichen Nachbarin. Hier müsse man noch verhandeln. Bei einem Ortstermin mit Gemeinde, Polizei, Landratsamt und Bauamt solle zuerst die Frage geklärt werden, ob eine Überquerungshilfe überhaupt gebaut werden kann und darf, schlug Gemeindechef Duscher vor. Dies wurde von den Räten allgemein akzeptiert.

Die Anwohner des Gaismarkter Weges von Aletshausen klagten ebenfalls über zu schnell und rücksichtslos fahrende Autos, was für die Kinder sehr gefährlich sei. Hier wurde genauso eine Tempo-30-Zone oder eine Spielstraße gefordert. Dazu merkte Duscher an: Auf allen Straßen, die ins Dorf führen, werde zu schnell gefahren. Oft seien es auch die Anwohner selbst, die sich nicht an die Vorgaben hielten. Duscher habe bereits eine Reihe entsprechender Straßenschilder bestellt, die den Verkehr drosseln sollen, besonders entlang des Kindergartens Aletshausen in der Haupeltshofer Straße. Etliche Tempo-30-Hinweise werden im Dorf verteilt aufgestellt – dann werde man sehen, wie sich das Ganze auswirkt und was passiert.

Einige Gemeinderäte, die schulpflichtige Kinder haben, klagten zudem über Schulbusse, die unpünktlich oder überhaupt nicht kommen. Kinder würden einfach an fremden Orten ausgeladen und müssten dann schauen, wie sie nach Hause kommen, war eine weitere Rüge. Duscher dazu: „Vieles wird übertrieben. Vorfälle sollen sofort gemeldet werden, damit man das Übel zeitnah beseitigen kann. Der allgegenwärtige Straßenbau habe auch viel Schuld, da es dadurch viele Umleitungen gibt, die Probleme machen.“

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