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Münsterhausen

16.01.2020

Weiterer Kiesabbau in Münsterhausen - ja oder nein?

Viel Kies gibt es im Mindeltal, wie hier beim Aushub für die Münsterhauser Umgehungsstraße zu sehen ist.. Das weckt unternehmerische Begehrlichkeiten, wei zwei Anträge im Münsterhauser Gemeinderat zeigten.
Foto: Paul Wendl (Archiv-Foto)

Der Marktgemeinderat Münsterhausen stimmt dagegen und verweist ans Landratsamt als Ansprechpartner.

Kiesabbau im Mindeltal – ein Thema, das seit Jahrzehnten immer wieder zu Diskussionen führt. Soll nun die Möglichkeit, in der Münsterhauser Flur Kies abzubauen, erweitert werden? In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats lagen zwei Anfragen zum Abbau von Kies vor. Zum einen stellte Karl Alt eine Bauvoranfrage zur Kiesausbeute in der Gemarkung Münsterhausen. Er möchte auf einer Fläche von 4,52 Hektar Kies abbauen.

Die weitere, gemeinsame Anfrage kommt von den Firmen Grimbacher aus Münserhausen und Leitenmaier aus Ziemetshausen. Die beiden Unternehmen planen den Kiesabbau auf einer Fläche von 18 867 Quadratmetern mit einer Kiesabbaumenge von insgesamt 102000 Kubikmetern. Die Firma Grimbacher will den Kies für die Baustellen der zur Zeit im Bau befindlichen Ortsumfahrung nutzen (zum Beispiel bei den Brücken) und auf Zwischenlager in der eigenen Kiesgrube lagern. Die Firma Leitenmaier wiederunm will den Kies für die Tragschichten, Hinterfüllungen und Schüttungen des Straßenbaus verwenden. Die Verfüllung erfolge mit unbelastetem Aushub. Die Rekultivierung sei dann wieder zwei bis drei Monate vor der Verkehrsfreigabe der Umgehung fertig. So heißt es in der gemeinsamen Anfrage der beiden Unternehmen.

Bebauungsplan müsste geändert werden

Die betreffenden Flächen sind laut Bebauungsplan „Mindelmähder“ für die landwirtschaftliche Nutzung festgelegt. Darauf wies Bürgermeister Robert Hartinger hin. Zudem sei laut Verwaltung der Marktgemeinderat Münsterhausen nicht der richtige Ansprechpartner, da Anträge zum Abbau von Kies beim Wasserrecht im Landratsamt Günzburg zu stellen seien. Die Marktgemeinde würde dann am Verfahren des Landratsamts Günzburg beteiligt.

Die Frage von Michael Maurer, ob für das beantragte Vorhaben der Bebauungsplan geändert werden müsste, wurde von Bürgermeister Hartinger bejaht.

2. Bürgermeister Erwin Haider wies auf den bestehenden Bebauungsplan und auf den Regionalplan Donau-Iller hin. Darin sei festgelegt, wo abgebaut werden dürfe. Die betreffenden Flächen sollten landwirtschaftliche Flächen bleiben, meinte er. Zudem sei die Marktgemeinde der falsche Ansprechpartner.

Marktgemeinderat Michael Unterholzner hielt es für begrüßenswert, wenn benötigtes Kies vor Ort entnommen würde. Maurer ergänzte, dass Kies für das Neubaugebiet, das Gewerbegebiet und die Ortsumfahrung von Münsterhausen benötigt würde.

Die Beschlüsse zu beiden Anfragen lauteten, dass die Verwaltung beauftragt wird, die Antragsteller über die Verfahrensweise zur Antragstellung von Kiesabbauvorhaben in Kenntnis zu setzen. Die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens kann bei förmlicher Beteiligung der Marktgemeinde Münsterhausen durch das Landratsamt Günzburg auf Grundlage der bestehenden Festsetzungen des Bebauungsplans „Mindelmähder“ nicht in Aussicht gestellt werden.

Diesen Beschlüssen wurde mit jeweils zwei Gegenstimmen zugestimmt.

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