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Mindelzell

12.05.2018

Weltklasse zum Jubiläum in Mindelzell

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Vor zehn Jahren wurde das Amphitheater von Engelbert Schmid in Mindelzell gebaut. Am 2. Juni findet das Jubiläumskonzert statt.
Bild: Peter Bauer

Zum zehnjährigen Bestehen des Mindelzeller Amphitheaters gibt es ein besonderes russisches Gastspiel. Was Engelbert Schmid in diesem Jahr plant.

Auf dem Tisch liegen Pinsel, daneben jede Menge Ölfarben in Tuben, Verdünner, Malmittel. Malerei? Viele würde Engelbert Schmid vermutlich nicht damit in Verbindung bringen. „Ich male selten“, sagt er. Aber auch dabei zeigt er wie in den Dingen, für die er bekannter ist, eine außerordentliche Begabung. Engelbert Schmid hat seinen Weingarten in toskanischem Stil neu gestaltet, die Wand wird durch heimische Künstler wie Erni Zecha und Ingrid Miller künstlerisch gestaltet. Zu ihren lieblichen Toskana-Landschaften setzt Engelbert Schmid mit einer weiten, spanischen Szenerie unter blauem Himmel einen malerischen Kontrast. Wenn im benachbarten Amphitheater Konzerte stattfinden, dann kommen viele Besucher zur Abrundung des Abends auch in den Weingarten. Und wenn dann noch das mittelschwäbische Wetter mitspielt, dann stellt es sich ein, dieses Gefühl des mediterranen Südens. Schmids im altgriechischen Stil mit Natursteinstufen erbaute Amphitheater mit 391 Sitzplätzen ist einzigartig in Deutschland. Es wurde im Jahr 2008 eröffnet, so kann der 63-jährige Engelbert Schmid in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum feiern.

In den vergangenen Jahren gab es im Amphitheater immer wieder Konzerte mit Spitzenmusikern aus der ganzen Welt. Schmid konnte dabei seine glänzenden Kontakte nutzen, denn viele Hornisten beziehen ihre Instrumente in seiner Mindelzeller Werkstatt. So entwickelte Schmid im Lauf der Zeit eine Art Gesamtkunstwerk: Hornwerkstatt, Amphitheater und Weinbau (für seine „Don Angel“-Weine gab es inzwischen zahlreiche Auszeichnungen).

Das Jubiläumskonzert zu „Zehn Jahre Amphitheater“ findet am Samstag, 2. Juni, ab 20 Uhr statt. Nach Mindelzell kommen werden dazu Musiker der Weltklasse aus Russland: Anastasia Kalagina (Sopran), Katerina Javurkova (Horn) und das Belfiato-Quintett. Auch dank seiner aus Russland stammenden Ehefrau hat Schmid einen „sehr guten Draht“ zur russischen Musikwelt und immer wieder gelingt es ihm, exzellente Musiker aus Russland für einen Auftritt in Mittelschwaben zu gewinnen. Die Bewirtung im Weingarten beginnt ab 17.30 Uhr und nach dem Konzert ab 22 Uhr. Verkaufsstellen: Per E-Mail: engelbert-office@schmid-horns.com. Per Abholung oder Postversand: Engelbert Schmid GmbH, Bellerweg 3, Mindelzell, Telefon: 08282/890412. Ferner in der Lesehexe Thannhausen, Raiffeisenplatz, Thannhausen, Telefon 08281/4488 sowie bei den Mittelschwäbischen Nachrichten, Bahnhofstraße 50, Krumbach, Telefon 08282//907-0 und bei der Mindelheimer Zeitung, Maximilianstraße 14, Mindelheim, Telefon 08261/991375.

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Bis zum Beginn der neuen Saison wird die Bühne des Amphitheaters erweitert. Künftig bietet sie Platz für ein Sinfonieorchester mit rund 70 Personen. „Das erweitert auch unsere Möglichkeiten“, freut sich Schmid im Gespräch mit unserer Zeitung.

Die nächste Vorstellung im Amphitheater gibt es dann am Samstag, 16. Juni, ab 20 Uhr. Dann heißt es „Susi oder so – Kaiserin von Österreich“. Schmid verspricht für diesen Abend „Musical-Spaß mit den Hits aus 40 Jahren Austria-Pop“. Zu hören sind unter anderem Songs von Reinhard Fendrich und Falco.

Susanne Rieger ist am Samstag, 30. Juni, ab 20 Uhr zu Gast in Mindelzell. „Klangfarben – musikalisches Farbenspiel“ hat sie ihr Konzert umschrieben. Begleitet wird sie am Klavier von Robert Sittny. Die Zuhörer dürfen sich, so Schmid, auf „Klangfarben bekannter Ohrwürmer aus Oper und Filmmusik“ freuen.

Mit „Blech & Co.“ treten dann am Samstag, 14. Juli und am Sonntag, 15. Juli gewissermaßen „alte Bekannte“ im Amphitheater auf. Zum Finale der Sommersaison im Theater gibt es dann am Samstag, 21. Juli ein großes Konzert mit dem Orchester „Fink & Steinbach“.

Schmid blickt in diesen Tagen immer wieder zurück an die Anfänge des Amphitheaters im Jahr 2008. Natürlich sei das damals ein Wagnis gewesen – aber auch die Verwirklichung eines Traums und inzwischen sei die Konzertreihe im Amphitheater fest etabliert. So arbeitet Schmid weiter an seinem Gesamtkunstwerk aus Musik, Theater und Wein. In der kommenden Woche ist er in Spanien unterwegs. Er plant in Sachen Weinanbau den Kauf weiterer Flächen. Mehrfach wurden Schmids Weine in den letzten Jahren ausgezeichnet. 2016 gab es für einen seiner 2014er-Spitzenweine bei einem der größten Wein-Wettbewerbe der Welt, der Austrian Wine Competition (AWC) die „Trophy“-Auszeichnung als bester Tempranillo aller eingereichten Weine.

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