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Krumbach/Thannhausen

09.03.2017

Wenn Roberto Blanco zu einem Bierchen einlädt...

„Amadeus fastet nicht, sonst würde er seine Lederhose verlieren“, erklärt Bauchredner Perry.
Bild: Sammlung Perry Paul

Wie es Prominente aus der Region mit dem Verzicht halten und warum Künstler wie der Bauchredner Perry es da manchmal schwer haben.

Perry, komm ich geb jetzt ein Bierchen aus. Wenn man diesen Satz von Roberto Blanco bei einem geselligen Beisammensein hört, fällt es natürlich sehr schwer, da Nein zu sagen“, erzählt Bauchredner Perry Paul. Im Gespräch mit unserer Zeitung räumt er ein, dass für ihn die Fastenzeit durchaus eine Herausforderung ist. Wir befragten einige heimische Prominente, wie sie in die Fastenzeit gekommen sind.

Seit dem Aschermittwoch heißt es für viele 40 Tage auf die heiß geliebte Schokolade, auf Alkohol und Zigaretten zu verzichten. Die 40 Fasttage gelten als Vorbereitung auf Ostern, dem christlichen Hochfest schlechthin. Die Fastenzeit soll an Jesus erinnern, der 40 Tage in der Wüste gefastet hat.

Dem Künstler Perry Paul fällt es sehr schwer zu fasten, da er mit seiner Bauchrednerpuppe Amadeus viel unterwegs ist und immer wieder mal in Versuchung geführt wird. Er versucht auf seine geliebten Süßigkeiten und Alkohol zu verzichten, jedoch sei es immer wieder eine Herausforderung, bei einem lustigen und geselligen Miteinander das Glas Sekt abzulehnen. „Da wird man dann schon auch mal schief angeschaut“, so Perry. Für ihn ist Ostern ein Familienfest, an dem die ganze Familie zusammenkommt. Da er wenig zu Hause ist, sei es einfach schön, mal ein Wochenende mit der Familie verbringen zu können. Auf die Frage, ob sein Amadeus auch fastet, meinte Perry, dass sein Amadeus gar nicht fasten darf. „Der ist doch eh schon so dünn und würde ja sonst seine Lederhose verlieren.“ Lachend fügte Perry dann noch hinzu: „Jedoch könnte Amadeus mit seinen frechen Sprüchen etwas enthaltsamer sein. In diesem Punkt werde ich ihn in Enthaltsamkeit üben.“

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Johannes Schropp, der ehemalige Bürgermeister der Stadt Thannhausen, verzichtet während der Fastenzeit komplett auf Alkohol. Unserer Zeitung sagte er: „Bier gibt es erst wieder am Ostersonntag, oder dann auch ein Glas Wein.“ Fleisch wird bei ihm während der 40 Tage auch weniger gegessen, jedoch empfindet er das nicht als Bußübung. Für Schropp ist die Fastenzeit eine ruhige Zeit, „man sollte auch mal bewusst in sich gehen.“ Dazu macht er gerne einen Spaziergang in der Natur, die jetzt gerade wieder mit all ihren bunten Blüten und Blumen zu neuem Leben erwacht. Gerade für die Politiker hat er einen Fastengeheimtipp parat, nämlich „mit den Worten zu fasten. Das heißt, dass man nicht zu allem seinen Senf dazu geben und sich auf das Wesentliche konzentrieren soll.“ Sich einfach mal ein wenig zurückhalten und selbst zurück nehmen, denn oft ist weniger mehr.

Der Bürgermeister von Waltenhausen, Karl Weiß, hingegen macht während der Fastenzeit keinen Unterschied bezüglich seines Lebensstils. Für ihn ist es selbstverständlich, jeden Sonntag in die Kirche zu gehen, Fleisch nur zwei- bis dreimal in der Woche und insbesondere am Freitag kein Fleisch zu essen.

Eine Suppe für den Gründonnerstag

Anni Böck, Kräuterexpertin aus Wattenweiler, kann für die 40 Tage der Vorbereitung und Besinnung auf Ostern empfehlen, nicht all zu üppig zu essen und auch mal einfachere Sachen zu kochen wie zum Beispiel Kartoffel- und Krautgerichte und auf Fleisch und Wurst so gut es geht zu verzichten. Einfach mal bescheidener zu leben sei für den Körper wohltuend und eine Entlastung. Dann sei die Freude an Ostern umso größer wieder alles essen und trinken zu dürfen. Außerdem sollte man sich ihrer Meinung nach auch geistig auf Ostern vorbereiten, indem man den Stress in Grenzen hält und sich nur auf die wirklich wichtigen Termine konzentriert. „Sich auch mal Zeit für sich selbst nehmen“, anstatt den Abend auf der gemütlichen Couch und vor dem Fernseher zu verbringen, geht sie raus in die Natur auf der Suche nach den neun Frühlingskräutern, die sie am Gründonnerstag für ihre „Gründonnerstagssuppe“ verwendet.

Diese Suppe geht bis auf die Zeit der Kelten und Germanen zurück und wird heutzutage am Gründonnerstag aus den ersten Kräutern des Jahres zubereitet. Zu den neun Frühlingskräutern zählen unter anderem Gänseblümchen, Löwenzahn, Schnittlauch, Brennnessel und Bärlauch. Diese Kräuter gelten als sogenannte „Fitmacher“, die zur Entschlackung und Vitalisierung des Körpers beitragen.

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