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Krumbach

13.06.2018

Widder mit goldenem Widder am Hals

Dr. Josef Langenbach präsentiert seinen Glücksbringer, ein Kettchen mit dem Anhänger seines Sternzeichens "Widder".
Bild: Elisabeth Schmid

Landratsstellvertreter Dr. Josef Langenbach trägt seinenGlücksbringer seit vielen Jahrzehnten. Es handelt sich um ein Geschenk seiner Frau

Glück? Allein das Wort hat die Menschen über die Zeiten hinweg fasziniert. Viele verbinden Glück mit einem speziellen Glücksbringer. Diese Thematik greifen wir in unserer Serie auf. Heute: Dr. Josef Langenbach, stellvertretender Landrat.

„Es ist schon ewig lange her,“ erklärt Dr. Josef Langenbach, „als mir meine Frau meinen Glücksbringer schenkte“. Der Glücksbringer ist ein goldenes Kettchen mit einem Widder als Anhänger, seinem Sternzeichen.

Dr. Josef Langenbach ist am 11. April 1935 in Kenzingen im Breisgau geboren. Als er drei Jahre alt war, starb sein Vater. Seine Mutter, eine gebürtige Schwäbin, fühlte sich einsam mit ihrem kleinen Buben. Daher zog sie nach Augsburg, wo sie ihre Familie hatte.

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Dort kam der kleine Josef in die Schule und später ins St. Stephan Gymnasium. Bei den Benediktinern der Klosterschule fühlte er sich gut aufgenommen. Eine Besonderheit gab es bei dem ausschließlichen Bubengymnasium, ein Mädchen war bei ihm in der Klasse. „Die Buben haben sich in Gegenwart eines Mädchens viel besser und ruhiger aufgeführt“, erinnert sich Langenbach schmunzelnd. Sein Wunsch, Arzt zu werden, stand für ihn schon seit frühester Kindheit fest. Bei einem Besuch seiner Tante im Krankenhaus wurde dem kleinen Josef klar – „Mama ich will mal ein Doktor werden“. Und so kam es auch. Der Wunsch, Arzt zu sein, blieb. Bis heute ist er überzeugt, die richtige Berufswahl getroffen zu haben. Mit 24 Jahren machte Josef Langenbach sein Staatsexamen und den Doktor in München. Danach arbeitete er zwei Jahre als Medizinalassistent in Augsburg. Dann bekam er seine Approbation. Anschließend arbeitete er in Ulmer und in Heidelberger Kliniken. Während seines Studiums spielte er leidenschaftlich Basketball.

Eine Zeit lang war Dr. Langenbach sogar Schiedsrichter in der Basketball-Bundesliga. Sport war und ist immer eine Leidenschaft von ihm.

Damals lernte er auch beim Klavierunterricht, bei der Harmonielehre, seine Frau Brigitte kennen. Seine Mutter führte mit ihrem zweiten Ehemann in Krumbach die bekannte Gaststätte „Weißes Roß“, so besuchte er oft die Mutter und kam so an das Krumbacher Krankenhaus, wo er in der unterrichtsfreien Zeit seines Studiums seine Famulatur ableistete, ein von der Approbationsordnung vorgeschriebenes Praktikum für werdende Ärzte.

Seit 1972 ist er im Stadtrat Krumbach

1961 heiratete Langenbach seine Britta, sie bekamen zwei Söhne. Die Festanstellung im Krankenhaus folgte nach der Famulatur. Damals war auf der Männerstation 3 sein Arbeitsplatz. „So war das damals, da gab es Frauenstation, Männerstation und Privatstation“, erinnert sich Langenbach. Menschen helfen, das war sein Anliegen. „Ich habe viel erlebt, viel gesehen, vielen geholfen, aber ich musste auch so manche Rückschläge einstecken“, erzählt er nachdenklich. Als Chefarzt der Chirurgie kannte und schätzte ihn jeder in Krumbach. Im Stadtrat ist er seit 1972. Kommunalpolitik hat ihn immer interessiert. Er hat viele ehrenamtliche Tätigkeiten wie Pfarrgemeinderatsvorsitzender, er besucht runde Geburtstage oder Hochzeitsjubiläen. Privat sind seine Frau und er kulturell interessiert. Jetzt ist Dr. Langenbach im Ruhestand und freut sich über seine vier Enkelkinder. Eine Enkeltochter ist auch dabei, zur großen Freude von Britta und Josef Langenbach, die sich schon immer ein Mädchen gewünscht hatten.

Der kleine Glücksbringer, sein Kettchen ist immer bei ihm, genauer gesagt, er trägt ihn ständig an seinem Körper. „Einmal beim Baden habe ich das Kettchen abgelegt, danach habe ich es wie verrückt gesucht, wo habe ich es hingelegt? Ich bekam regelrecht Panik. Seitdem lege ich das Kettchen nie wieder ab“, erklärt er. Das Kettchen mit dem Widderanhänger bedeutet dem Arzt sehr viel. Auf keinen Fall würde er es missen wollen oder gar verlieren.

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