Newsticker
EU und Astrazeneca streiten um Corona-Impfstoff
  1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Wie Ursberg innerorts gestaltet werden soll

Ortsentwicklung

11.07.2020

Wie Ursberg innerorts gestaltet werden soll

Gemeinderäte umfassend über den richtigen Weg informiert. Jetzt wird professioneller Rat gesucht

Wie soll man mit Fragen der innerörtlichen Gestaltung in Ursberg in Zukunft umgehen? Bisher regelte dies eine Gestaltungssatzung, die mittlerweile allerdings in die Jahre gekommen ist und den jetzt geltenden Wünschen von Bauwerbern und Gemeinde unter Umständen nicht mehr gerecht wird. Mit dieser Frage beschäftigte sich der Ursberger Gemeinderat ausgiebig.

Zunächst jedoch informierte Bürgermeister Peter Walburger die Räte über die notwendige Anschaffung von Feuerwehrbekleidung für die Wehren Ursberg-Bayersried-Premach sowie Oberrohr im Jahr 2020. Hierfür seien im Haushalt 45000 Euro eingestellt. Und dieses Geld würde für die Anschaffung von acht Brandschutzjacken und Hosen (hierfür können noch 50 Prozent Förderung geltend gemacht werden) und acht weitere Brandschutzhosen und 30 normale Feuerwehrhosen für die Wehr in Ursberg-Bayersried-Premach im Wert von circa 20000 Euro sowie 45 einfache Hosen und Jacken im Wert von etwas mehr als 22000 Euro für die Wehr in Oberrohr in 2020 investiert. Die Wehr in Mindelzell käme dann 2021 zum Zug, und somit wären alle Feuerwehren des Ortsgebietes dann wieder vollständig versorgt.

Gab es hierbei für Notwendigkeit und Nutzen keine große Diskussion, wurde beim Thema Gestaltungssatzung umso eifriger diskutiert. Anlass gab ein Bauwerber, der innerorts ein Wohnhaus errichten möchte, dem die bestehende Gestaltungssatzung allerdings allerhand an Vorgaben aufbürdet. Deshalb brachte Bürgermeister Walburger dieses Thema auf die Tagesordnung mit der Bitte, über Sinn und Zweck dieser Vorgaben zu diskutieren und eventuell eine Abänderung zu veranlassen.

Dabei stellte sich relativ schnell die Frage, ob man nicht eine Bebauung in zweiter Reihe befürworten sollte.

Ebenso schnell stellte sich aber auch das hierbei auftretende Problem dar – nämlich, wo beginnt eine zweite Reihe? Soll man sich an Gebäudefluchten orientieren oder eine Meterangabe vorgeben. Tobias Riederle sah darin nur eine begrenzte Möglichkeit. Was passiert mit dem sicherlich das Ortsbild prägende Gebäude in erster Reihe, wenn dieses irgendwann mal abgerissen würde? Das wäre optisch sicher auch nicht toll und würde das Ortsbild dramatisch verändern, so Riederle weiter.

Andreas Maucher wies darauf hin, dass sich die Gemeinde, um eine Bebauung innerhalb des Ortes attraktiv zu machen, gewaltig bewegen müsse. „Heute wird anders gebaut als zu Zeiten, da diese Gestaltungssatzung auf den Weg gebracht wurde“, so Maucher weiter. „Und manches, was zunächst vielleicht störend oder befremdlich wirken könne, sähe bei längerer Betrachtung manchmal gar nicht so schlecht aus“.

Ähnlich argumentierte Gemeinderätin Dagmar Gerstner. Sie sagte, dass ein Toskanahaus mit grauen Dachziegeln sicherlich immer noch besser aussehen würde als ein langsam verfallendes altes Gebäude. Hier könne man in Zukunft sicherlich flexibler entscheiden.

Einig waren sich die Räte allerdings auch dabei, die Gestaltungssatzung nicht komplett aufzuheben. Dies würde dann nämlich auch Dingen den Weg öffnen, die man nun überhaupt nicht im Ort haben möchte.

Was bei Mobilfunkmasten wichtig ist

Walburger wies in diesem Zusammenhang auf die Aufstellung von Mobilfunkmasten innerhalb des Gemeindegebietes hin, die bei nicht vorhandener Gestaltungssatzung einfach errichtet werden könnten.

Schlussendlich kam man zu der Überzeugung, sich hier professionellen Rat vom Landratsamt einzuholen, wie die Gestaltungssatzung für Bauwerber innerorts attraktiver und flexibler zu gestalten sei und wie dies in einer überarbeiteten Satzung zu formulieren wäre. Im Sinne des Bauwerbers solle dies so schnell wie möglich getan werden.

Man darf also gespannt sein, wie sich dieses sicher auch für andere Gemeinden interessante Thema in Ursberg weiter entwickelt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren