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Krumbach

07.07.2020

Wie die Corona-Krise in Krumbach die Bautätigkeit bremst

Offensichtlich bedingt durch die Corona-Krise hat die Bautätigkeit in Krumbach zuletzt nachgelassen.
Bild: Wolfgang Wiedemann (Symbolfoto)

Plus Das Corona-Virus bremst auch in Krumbach den Bauboom. Welche Bauprojekte dennoch anstehen und wie Bürgermeister Hubert Fischer die aktuelle Entwicklung bewertet.

Wird die Corona-Krise immer mehr zu einer Art Bremsklotz für die Bautätigkeit? Das deutet zumindest die Zahl der Bauanträge an, die derzeit bei der Stadt Krumbach liegen.

Von einer „überschaubaren Tagesordnung“ sprach Bürgermeister Hubert Fischer in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Lediglich zwei Baugesuche galt es, zu beraten. Fischer meinte, dass die zurückhaltenden Bauaktivitäten auf die Corona-Krise zurückzuführen sei und sich weniger Leute an ein Bauvorhaben rantrauen würden.

Mehrfamilienhaus Jeweils einen Anbau an das bestehende Gebäude an der Ost- und Westseite plant ein Bauwerber in der Straße „Am Buchkopf“. Sechs Wohneinheiten sollen in dem Mehrfamilienhaus eingerichtet werden. Laut Stadtbaumeister Björn Nübel werden die nötigen Stellplätze auf dem Grundstück angelegt.

Vereinsheim Die Motorradfreunde Attenhausen/Bayersried möchten im Gewerbegebiet Nordstraße (Nähe Wertstoffhof) ein Gebäude in Containerbauweise zu Vereinszwecken errichten. Vorab hatte der Bauausschuss bereits einem entsprechenden Vorbescheid zugestimmt. Jetzt wurde auch dem Bauantrag einstimmig zugestimmt.

Krumbach denkt über interkommuanles Gerwerbegebiet nach

Ausführlicher beraten wurde über den Tagesordnungspunkt „Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellung Bebauungsplan „Erweiterung Industriegebiet Neuburg-Süd“. Die Marktgemeinde Neuburg plant die Erweiterung ihres Industriegebiets Neuburg-Süd. Als Nachbarkommune wird die Stadt Krumbach unter Träger öffentlicher Belange zum Vorhaben des Marktes Neuburg (Erweiterung Industriegebiet Neuburg-Süd) befragt.

Da das geplante Gewerbegebiet an die Stadt Krumbach angrenzt, hatten die Vertreter der Stadt Kontakt zum Markt Neuburg aufgenommen, um eventuell gemeinsam ein interkommunales Gewerbegebiet zu errichten. Gespräche mit dem Eigentümer der Grundstücke im Bereich der Stadt Krumbach seien jedoch negativ verlaufen. Der Grundstückseigentümer sei praktizierender Landwirt und möchte seine Flächen aktuell nicht veräußern, sagte Bürgermeister Fischer.

Krumbach und Neuburg wollen bei Bauprojekten zusammenarbeiten

Die Stadt habe bereits im Vorfeld mit der Marktgemeinde Neuburg über eine gemeinsame Erschließung für das Vorranggebiet gesprochen. Mit der nun vorgelegten neuen Zufahrt von der Staatsstraße 2024 einschließlich Linksabbiegespur könnte tatsächlich das südlich angrenzende Vorranggebiet der Stadt Krumbach mit wenig Aufwand verkehrsmäßig angeschlossen werden, hieß es.

Manfred Pfeiffer (JW-OL) wollte wissen, ob sich die Stadt Krumbach durch eine Zustimmung zu den Neuburger Plänen nichts verbaue. Stadtbaumeister Nübel meinte, dass sich Krumbach „mit diesem Entwurf nichts verschenke“.

Gerhard Weiß (CSU) sah es positiv, dass die Vertreter von Krumbach und Neuburg miteinander reden. Vielleicht tue sich in mehreren Jahren etwas. Die Zufahrt von der Staatsstraße sei gewährleistet, so Weiß. Achim Fißl (SPD) befürchtete eine Abwanderung von Industrie, wenn in Krumbach keine Flächen zur Verfügung stehen. Eine Industriegebietsausweitung in Richtung Neuburg würde Krumbach auf die Zukunft gesehen weiterbringen, meinte Klemens Ganz (UFWG). Man müsse Geduld haben und abwarten, meinte er.

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