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16.11.2017

Wie die Reformation die Region geprägt hat

Besonderes Interesse fand der Vortag von Pfarrer Norbert W. Riemer aus Burtenbach, hinten links, etwas verdeckt) zum Thema „als die Krumbacher nach Burtenbach zur Kirche gingen“, in dem auch viel Neues zu den Lutheranern bei uns zu erfahren war.
Bild: Hans Voh

Sonderausstellung im Mittelschwäbischen Heimatmuseum zog rund 500 Besucher an

Als vollen Erfolg bezeichnet Willi Fischer, Vorsitzender des Krumbacher Heimatvereins, die vor Kurzem zu Ende gegangene Sonderausstellung im Mittelschwäbischen Heimatmuseum mit dem Titel „Evangelisch in Schwaben“. Über 500 interessierte Besucher konnte das Krumbacher Heimatmuseum zu dieser Ausstellung zählen, darunter auch zahlreiche Katholiken und andere Christen aus unterschiedlichen Regionen Schwabens.

Anlässlich des Reformationsjubiläums hatte der Heimatverein in Zusammenarbeit mit dem Heimatmuseum und unter der Leitung von Willi Fischer eine sehenswerte, schwabenbezogene Sonderausstellung zum Thema zusammengestellt, die sich in drei Teile gliederte: Im ersten Teil zeigten etwa 200 handgefertigte kleine Modell-Holzkirchen auf einer ausgebreiteten Landkarte von Bayerisch-Schwaben die Lage evangelisch-lutherischer Gemeinden und deren regionale Verdichtung in Schwaben an. Die unterschiedliche Einfärbung der Kirchen und Kirchlein in lila, blau, grün und orange deutete zu dem die zeitliche Entstehung der einzelnen evangelischen Gemeinden in Schwaben an. Die Kirchen und Kirchlein auf der Schwabenkarte waren der Höhepunkt der Sonderausstellung, besonders wenn die einzelnen Besucher „ihre Kirche“ gefunden hatten.

Der zweite Teil zeigte an der „Reformatoren-Burg“ unter den aufklappbaren „Pechnasen“ 20 ausgewählte schwäbische Reformatoren aus dem 16. Jahrhundert vom Ries bis zum Bodensee, die zu Luthers Zeiten vornehmlich in Schwaben wirkten und die Reformation vorantrieben.

Der dritte Teil war den beiden Sakramenten der Lutheraner gewidmet, mit Abendmahl und Taufe. Nicht vergessen und ihnen im Rahmen der Sonderausstellung eine besondere Tafel kreiert, hatte der Initiator auch den Vorreformatoren wie John Wyclif aus England und Jan Hus aus Prag, die bereits 200 Jahre vor Luther wirkten.

Eine Besonderheit in diesem Zusammenhang aber war die Tafel zu Johannes Maier, alias „Eck“, dem großen Widersacher Martin Luthers auf der katholischen Seite, der ebenfalls aus Schwaben stammte – aus dem evangelischen Dekanat Memmingen – aus Egg an der Günz. (fiw)

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