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Thannhausen

12.02.2019

Wie die Thannhauser Baufirma HBW Ortsbilder prägt

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3 Bilder
Beim Neubau des Amtsgerichts in Günzburg spielte die Thannhauser Firma HBW eine maßgebliche Rolle.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Die Firma HBW hat sich durch Großprojekte wie das Amtsgericht Günzburg und die FOS/BOS Krumbach einen Namen gemacht. Jetzt gab es einen Generationswechsel.

Das Amtsgericht in Günzburg und die neue FOS/BOS in Krumbach: Es sind zwei wegweisende Projekte die ortsbildprägend sind für Günzburg und Krumbach. Dahinter steckt auch das Wissen und das Können einer Thannhauser Firma - der HBW Bau GmbH. HBW hat vor Kurzem mit einem Generationswechsel an der Spitze die Weichen für die Zukunft gestellt.

Christian Wohlrab, Schwiegersohn des Mitbegründers Heinz Wohlrab, ist in die Geschäftsführung der Firma mit rund 170 Mitarbeitern eingestiegen. „Wir konnten HBW als echten Familienbetrieb aufrechterhalten. Nachdem feststand, dass die Firma weiter inhabergeführt sein wird und der Name Wohlrab nicht nur im Logo, sondern auch in der Geschäftsleitung erhalten bleibt, sind wir in die unternehmerische Offensive gegangen“, erklärt Christian Wohlrab, der seit dem zweiten Halbjahr 2018 das 1987 in Ziemetshausen gegründete Unternehmen leitet.

Mitarbeiter sind bodenständige Einheimische

In drei neue Kräne, sechs moderne Bagger, 300 Quadratmeter Schalung, Firmenfahrzeuge und Lagerausstattung wurde im vergangenen Jahr investiert. Die drei Gründer, Heinz Wohlrab, Johann Höfle und der früh wieder ausgestiegene Rudolf Bauer haben die Strukturen der Firma festgelegt. Die drei Gründer haben sich auf die Bereiche Wohnungs- und Gewerbebau spezialisiert und Bauten der öffentlichen Hand. Damit ist sich das Unternehmen bis heute treu geblieben. Mit seinem Aktionsradius von rund 50 Kilometern rund um den Firmensitz bleibt das Geschäft regional verankert. Und auch die Mitarbeiter sind bodenständige Einheimische, die noch Wert auf alte Handwerkskunst legen, betont Christian Wohlrab. Er sieht in der Personalpolitik von HBW einen der großen Vorteile gegenüber vielen Unternehmen gleicher Größe. „Wir sind hier verankert, die Geschäftsleitung ebenso wie die Mitarbeiter. Und wenn wir eine Leistung abliefern, dann stehen wir für sie gerade. Wir halten den Kopf hin und wir sind persönlich bekannt. Da kann man sich keine Fehler erlauben.“

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Bei Sichtbetonoberflächen werde die übliche ausgeschriebene Qualität von HBW gar nicht geliefert. „Wie arbeiten da deutlich besser und das bringt in der Oberflächennachbearbeitung deutliche Vorteile für den Bauherrn, die sich auch finanziell lohnen.“ Die Firma lege größten Wert auf eine solide Ausbildung, am besten in eigenen Haus. Deshalb wird derzeit sogar ein eigenes Ausbildungszentrum eingerichtet, in dem die jungen Auszubildenden, in diesem Jahr sind es gesamt 16 (über alle Lehrjahre verteilt), parallel zur Berufsschule geschult werden. „Wir bereiten sie einerseits auf ihre Prüfungen in der Schule vor, vermitteln andererseits aber auch von vornherein den HBW-Qualitätsanspruch.“ Christian Wohlrab wirbt für eine Ausbildung in seinem Betrieb, die Firma arbeitet mit Schulen zusammen und zeigt Karrierewege für gute Bauhandwerker auf. Dabei verschweigt Wohlrab nicht, dass die Berufe am Bau körperlich anspruchsvoll sind. Aber die Baubranche habe Zukunft, die Gewerke bieten krisensichere Arbeitsplätze und bei „uns können engagierte und gute Leute vom Maurer-Azubi bis zum Bauleiter aufsteigen.“

Heinz Wohlrabs unbezahlbare Erfahrung

HBW kann sich auf ein junges Team stützen, das Durchschnittsalter liegt trotz geringer Fluktuation bei rund 40 Jahren, denn der erste Generationswechsel bei den Mitarbeitern ist nach 31 Firmenjahren vollzogen. In der Geschäftsführung stehe Heinz Wohlrab (31 Jahre Geschäftsführer bei HBW) mit „seiner unbezahlbaren Erfahrung“ nach wie vor als Betriebsleiter dem neuen jungen Geschäftsführer mit Rat und Tat zur Seite.

Zahlreiche bekannte, repräsentative Bauwerke wurden und werden von dem Thannhauser Bauunternehmen errichtet: Die Augsburger Stadtbibliothek, das Günzburger Amtsgericht, die FOS/BOS in Krumbach sind Beispiele, die ins Auge fallen.

Auch im laufenden Jahr wird HBW wieder zahlreiche Bauten für die öffentliche Hand, aber auch für den privaten Wohnungsbau erstellen. „Es wird wieder deutlich mehr investiert, insbesondere in Kindergärten, -krippen und Schulen. Aber auch in den Wohnungsbau, etwa von kommunalen Wohnbaugesellschaften.“

Auftragsbücher für 2019 sind voll

Dazu kommen die Aufträge von Bauträgern und eigene Projekte, für die HBW mit externen Architekten zusammenarbeitet. Der Bereich schlüsselfertiges Bauen spielt keine unerhebliche rolle. HBW übernimmt für Dritte oder in Eigenregie die Bauträgerschaft, kümmert sich um alle Gewerke, sorgt für die Errichtung von Bauwerken nach dem neuesten Stand der Technik.

Die Auftragsbücher für das laufende Jahr sind so gut wie voll. HBW strebt eine deutliche Umsatzsteigerung auf über 25 Millionen Euro an. Dieser deutliche Zuwachs verlangt nach mehr Mitarbeiter. „Das wollen wir aber moderat gestalten, um die Qualität halten und auch bei Konjunkturrückgängen ein solider Arbeitgeber bleiben zu können“, erklärt Christian Wohlrab, warum der Mitarbeiterkreis nur um 15 Personen aufgestockt werden soll. Außerdem will der neue Firmenchef weitere Geschäftsfelder erschließen. „Mehr Diversifikation. Allerdings sind die Pläne dafür noch nicht spruchreif.“ Man wird sehen, welche neuen Bereiche sich das Unternehmen erschließen wird.

Mehr Informationen zum Neubau der Krumbacher FOS/BOS und zum Bau des Günzburger Amtsgerichts:

Krumbacher FOS/BOS-Neubau wird ein „Schmuckstück“

Auf den Alpenblick muss der Gerichtsdirektor verzichten

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