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Thannhausen

08.05.2015

Wie kommt wieder Leben in die Innenstadt?

Die Bahnhofstraße ist die große Einkaufsmeile in Thannhausen. Wie der Handel in der Kernzone belebt werden kann, darüber machen sich Stadt und Einzelhandel Gedanken. Externe Berater könnten aus der Misere helfen.
Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr (Archiv)

Der Einzelhandel in Thannhausen steckt, wie andernorts auch, in der Krise. Die Situation könnte verbessert werden.

Die Lage sei zwar prekär, im Augenblick aber noch stabil. Ein „Hammer“, wie der Wegfall des Spielwarenhändlers Laber in Krumbach, ist der Mindelstadt bislang erspart geblieben. Der Handel in der Innenstadt müsse sich aber auf die neuen Bedingungen einlassen und seine Stärken mit den Möglichkeiten des Internets kombinieren.

Das sieht Bürgermeister Georg Schwarz ähnlich: „Wir brauchen ein Umdenken im Handel. Es geht heute nicht mehr, dass einer in seinem Laden nur hinter der Theke steht und darauf wartet, dass jemand hereinkommt.“ Manche Händler bieten etwa an, den Einkauf online zusammenzustellen, der Kunde muss dann nur noch die Ware abholen. Wer etwas verkaufen will, müsse „gedanklich frisch sein“ und sich überlegen, wie er die Wünsche der Kunden zufriedenstellen kann.

Ein großes Pfund der ortsansässigen Händler sieht Schwarz in der Beratung. Diesen Vorteil müssten sie ausspielen. Im Gedächtnis bleibe letztlich aber nur, wer ein Alleinstellungsmerkmal vorweisen könne.

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Als Wirtschaftsreferent betrachte er die Situation aber nicht nur durch die Brille des Handels, sondern suche nach einem Gesamtkonzept, wie die Stadt attraktiver gemacht werden könne, sagt Brandner. Ein „Geheimrezept“ habe er allerdings nicht. Einen Lösungsansatz sieht er in einer externen Beratung. Er sei diesbezüglich mit der IHK in Augsburg in Kontakt. Es gebe auch Gespräche mit dem Lehrstuhl für Humangeografie an der Universität Augsburg. Doch diese externen Beratungsangebote kosten Geld. Ob sie in Anspruch genommen werden, muss der Stadtrat entscheiden.

Bürgermeister Schwarz würde das begrüßen. Der Vorteil Außenstehender sei, dass sie die Lage neutral beurteilen könnten. „Der Handel geht da hin, wo es die Menschen hinzieht“, sagt Schwarz. Bestes Mittel, die Kunden in die Stadt zu locken, sei eine attraktive Innenstadt. Diesbezüglich habe sich mit der Realisierung der neuen Mitte schon viel getan. Die Ansiedlung des Rewe-Marktes wirke wie ein „Magnet“. Dies bestätigten auch die umliegenden Händler, sagt Schwarz: „Trotzdem liegt noch eine Menge Arbeit vor uns.“ Wichtig sei, dass der Handel in der Innenstadt an einem Strang ziehe und gemeinsam ein Konzept entwickle. Die Stadt könne dabei nur eine gewisse Hilfestellung leisten. Etwa durch die Einrichtung des Familienstützpunktes in der ehemaligen Hypobank-Filiale. Schwarz kann sich gut vorstellen, dass dort eine kurzzeitige Kinderbetreuung angeboten wird. Daneben bietet die Stadt im Rahmen der Städtebauförderung einen finanziellen Zuschuss für die Fassadenrenovierung. „Da fließt richtig Geld“, lockt Schwarz.

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