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Krumbach

21.07.2020

Wie schlimm ist der Zustand der Krumbacher Friedhofstoilette?

Derzeit ist die Toilette im Bereich des Krumbacher Westfriedhofs nur anlässlich von Bestattungen geöffnet.
Bild: Peter Bauer

Plus Wiederholt kritisieren Bürger Verunreinigungen und mangelnde Hygiene in der Toilette im Westfriedhof in Krumbach. Welche Lösungen jetzt denkbar sind.

„Es muss keine teure Sanierung sein. Aber eine tägliche und gründliche Reinigung kann der Friedhofsbesucher erwarten“: Mit deutlichen Worte kritisierte zuletzt Andreas Fetsch aus Unterbleichen in einem Leserbrief den Zustand der Toilette im Krumbacher Westfriedhof, die er vor einer Beerdigung aufsuchen musste. Wie schlimm ist der Zustand in der Toilette? Und was möchte die Stadt tun?

Jetzt war die Situation in der Toilette (auch mit Blick auf die aktuelle Pandemie, so Fetsch, ein „unfassbarer Zustand“) Thema im Krumbacher Stadtrat. Johanna Herold und Ursula Bader (beide CSU) hatten dies bereits im Juni im Bauausschuss zur Sprache gebracht.

Kein Toilettenpapier in der Krumbacher Friedhofstoilette

Achim Fißl (SPD-Fraktionsvorsitzender) berichtete, dass er sich vor Ort ein Bild gemacht habe. Die „Keramik“ sei einwandfrei, aber es sei kein Papier da gewesen. Zudem sei die Toilette nicht ordentlich geputzt gewesen. Stadtbaumeister Björn Nübel erklärte, dass mit der Papierversorgung und mit dem Säubern eine Firma beauftragt sei. Gegebenenfalls müsse über eine Toilettenschließung nachgedacht werden. Der Bauausschuss werde sich im September vor Ort ein Bild von der Situation machen.

Ist der Toilettenwagen eine Lösung?

Klemens Ganz (UFWG) hielt es für denkbar, dort wieder den Toilettenwagen aufzustellen. Wichtig sei, dass die Toilette gereinigt werde, betonte Fißl. Gabriele Tuchel (CSU) sah dies ähnlich. Es müsse doch aktuell möglich sein, die Reinigung sicherzustellen. Bürgermeister Hubert Fischer sagte, dass die Toilette insbesondere nachts verschmutzt werde. Karl Liedel (CSU) meinte, dass es mit Blick darauf doch denkbar sei, die Toilette beispielsweise in einer Zeit zwischen 8 und 21 Uhr zu öffnen.

Die Friedhofstoilette befindet sich im Bereich der Aussegnungshalle des Krumbacher Westfriedhofs.
Bild: Peter Bauer

Nach der öffentlichen Sitzung diskutierten Ratsmitglieder und Vertreter der Stadtverwaltung noch über verschiedene Lösungsmöglichkeiten. Regelmäßige Reinigung, zeitweise Öffnung: Verschiedene Möglichkeiten sollen nun in der Verwaltung erörtert werden.

Hier noch einmal der Wortlauf des Leserbriefs von Andreas Fetsch aus Unterbleichen vom 16. Juli, der Anlass für die jüngste Ratsdebatte um die Westfriedhof-Toilette war:

Friedhof: "Örtlichkeiten sind eine Zumutung"


Zum Artikel "Bauausschuss Friedhofs-besucher kritisieren Zustand der Toilette im Krumbacher Westfriedhof" vom 18. Juni:

"Als Nicht-Krumbacher habe ich die Diskussionen um den Zustand der Toiletten im Westfriedhof in der örtlichen Presse gelesen. Jetzt musste ich diese Örtlichkeiten erzwungenermaßen vor einer Beerdigung am Vormittag aufsuchen. Es war ein grauenvoller Anblick: Der Raum unsauber und unhygienisch, die Toilettenschüssel versaut, herumliegendes nasses Toilettenpapier, fehlende Papierhandtücher, das Handwaschbecken verunreinigt. Angesichts meiner Notlage und nur mit der allergrößten Überwindung benützte ich die Toilette. Ich hatte keine andere Wahl. Ein untragbarer Zustand schon im "normalen" täglichen Leben. Und in Zeiten einer Pandemie, wo Hygiene eine Voraussetzung gegen die Ausbreitung des Virus ist, ein unfassbarer Zustand. Diese Örtlichkeiten sind eine Zumutung! Es muss keine teure Sanierung sein. Aber eine tägliche und gründliche Reinigung kann der Friedhofsbesucher erwarten."

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