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Krumbach

24.10.2018

Wie viel Fördergeld gibt es für das Schulzentrum?

Mit einem großen Sprung hinein ins Becken, so könnte es im geplanten neuen Hallenbad aussehen. Einen großen finanziellen Sprung wagt die Stadt Krumbach mit dem Neubau von Schwimmhalle, Mehrzweckhalle und Mensa im Schulzentrum. Der Stadtrat befasste sich jetzt erneut mit dem Thema.
Bild: Krug Grossmann Architekten

Schritt für Schritt geht die Stadt Krumbach dem Ziel Neubau entgegen. Rund 30,3 Millionen Euro ist die Kostenschätzung.

Von der Vorplanung in die Entwurfsplanung wechseln kann die Stadt nun beim geplanten Ersatzneubau des Sportzentrums mit Mehrzweckhalle, Tagesheim und Schwimmhalle im Krumbacher Schul- und Sportzentrum. Dies wurde in der jüngsten Stadtratssitzung mit 19:5 Stimmen beschlossen. Nun kann die Stadt mögliche Fördergelder abklären und mit dem Landkreis sowie mit allen beteiligten Gemeinden wegen einer Kofinanzierung sprechen.

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Erneut war zur Sitzung das Planungsteam von Krug Grossmann Architekten und Wimmer-Ingenieure eingeladen, da bei der vorherigen Sitzung des Stadtrats noch Fragen bezüglich Heizsystem, zur Essensausgabe während der Pausen und bei Veranstaltungen sowie zur Sitzplatzgestaltung in der Mensa aufgetreten waren.

Eine von Claus Brückmann (CSU) befürwortete Hackschnitzelheizung wurde vom Stadtrat mit großer Mehrheit abgelehnt. Nur drei Stadträte waren dafür. Laut Rudolf Fröhle vom Büro Wimmer-Ingenieure und Bürgermeister Hubert Fischer sei diese Form der Heizanlage wirtschaftlich nicht interessant. Gegenüber einem Blockheizkraftwerk mit jährlichen Kosten von rund 88000 Euro (3,68 Cent/kWh) liegen die Kosten bei einer Hackschnitzelanlage bei rund 111000 Euro (4,65 Cent/kWh). Bei den Investitionskosten ist zwar eine Holzhackschnitzelanlage mit 216300 Euro gegenüber einer BHKW-Anlage mit 400000 Euro günstiger. Fischer wies darauf hin, dass bei einer Hackschnitzelanlage außer dem notwendigen Bau einer Lagerhalle auch 45 Anlieferungen von Hackschnitzeln im Jahr nötig wären. Im Winter wären das zwei Fuhren pro Woche. Lediglich eine Gegenstimme gab es bei der Abstimmung über eine Teleskoptribüne in der Sporthalle.

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Der gesamte Komplex wird rund 30 Millionen Euro kosten

Die Kostenschätzung für den gesamten geplanten Komplex liegt bei rund 30,3 Millionen Euro. Davon sind für die Sporthalle/Mehrzweckhalle 12,3 Millionen Euro vorgesehen, für Mensa und Austeilküche 3,3 Millionen Euro, für die Heizzentrale 1,7 Millionen Euro, für das Hallenbad 11,9 Millionen Euro und für Betriebsräume und Freisport 1,1 Millionen Euro. Rund 400000 Euro sind für die Wärme- und Stromerzeugung der Mittel- und Realschule während der Bauphase eingeplant.

Manfred Pfeiffer (JW/OL) hatte Bedenken, ob das Flachdach, das in einem Teilbereich vorgesehen ist, auch über viele Jahre hinweg dicht ist. Peter Franck (Krug Grossmann Architekten) betonte, dass heutige Konstruktionen mit früheren nicht mehr vergleichbar seien. Es sei eine dichte Lösung. Auch Tobias Handel, Leiter des Bereichs Hochbau im Stadtbauamt, stimmte dem zu. „Hier handelt es sich sozusagen um den Mercedes unter den Flachdächern“, sagte er.

Diskutiert wurde im Rat ferner über die Anordnung der Tische in der Mensa. Bevorzugt wurde dabei die Variante „Rundlauf“. Dabei gehen die Schüler zunächst an einer Seite der Mensa entlang zur Essensausgabe und verteilen sich danach über den Mittelbereich an den einzelnen Tischen.

Kommt auch ein Kiosk in das Schulzentrum?

Auch über einen „Kiosk“ zur Pausenausgabe und bei Veranstaltungen wurde diskutiert. Ob mobil oder fest, ob an die Küche angegliedert oder im Bereich der Mensa – eine endgültige Festlegung kam in der Sitzung nicht zustande. Doch laut Fischer sei dies zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht notwendig. Diese Punkte, ebenso wie die Breite der Tür zur Sporthalle oder die Treppenbreite, seien für die Entwurfsplanung noch nicht relevant.

Die Notbremse ziehen sollte man nach Meinung von Christoph Helmes, der angesichts der hohen Kosten die Gefahr sieht, dass die Stadt ihre Pflichtaufgaben nicht mehr erfüllen kann und „für künftige Generationen keine Luft mehr bleibt“.

Bernd Maisch, Sportbeauftragter des Stadtrats und Abteilungsleiter Handball beim Sportverein Niederraunau, appellierte, das Vorhaben zügig umzusetzen. Die Niederraunauer Handballer nutzen die Dreifachturnhalle für ihre Spiele und haben dies auch in der neuen Halle weiter vor.

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