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Krumbach/Kreis Günzburg

18.02.2020

Wie zufrieden sind die Menschen mit dem Nahverkehr?

Josef Brandner von BBS-Reisen freut sich, dass das Flexibus-System deutschlandweit auf Interesse stößt.
Bild: Bernhard Weizenegger

Warum das Flexibus-System aus dem Kreis Günzburg Teil einer bundesweiten Untersuchung zur Mobilität der Zukunft ist.

„Wir brauchen künftig eine nachhaltige Mobilität mit weniger fahrenden und parkenden Autos in unseren Städten“ ist nach den Worten von Josef Brandner das Ziel einer bundesweiten Aktion, an der sich auch die Flexibus KG beteiligt.

Sie hat bekanntlich in Krumbach ihren Sitz und ist maßgebliches Element für den öffentlichen Personennahverkehr in den Landkreisen Günzburg, Neu-Ulm und Unterallgäu. Der Grund für die Mitarbeit ist für den geschäftsführenden Gesellschafter: „Auch auf dem flachen Land ist ein optimaler Verkehrsmittelmix sowohl für den individuellen Nutzer als auch für die Allgemeinheit notwendig.“

Brandner ist „schon ein wenig stolz“, dass der Flexibus im gesamten Bundesgebiet für Furore sorge und inzwischen als beispielhafte Einrichtung für eine optimale Verkehrsversorgung auf dem flachen Land gelte. Das war auch der Fakt für die Aufnahme als Vollmitglied im Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), einer Einrichtung, an der sich neben der Deutschen Bahn auch weltweit aktive Firmen wie Sixt und Uber, Tochterunternehmen von Daimler, BMW sowie Hersteller von E-Bikes und Fahrrädern beteiligen. Warum die heimische Einrichtung berufen wurde? Sie gilt als „Deutschlands ältester digitaler Ride-Pooling-Fahrdienst, der seit 2009 individuelle Mobilität ergänzend zum bestehenden Netz des öffentlichen Nahverkehrs anbietet“.

Wie zufrieden sind die Menschen mit dem Nahverkehr?

Dass diese Arbeit selbst in Fachkreisen anerkannt werde und als in die Zukunft weisend gelte, zeige sich an einem Workshop, der am Freitag, 13. März, um 10 Uhr im Schulungsraum von BBS-Reisen in Krumbach stattfindet. Es handelt sich um den Workshop einer Fokusgruppe, der sich speziell mit der Fragestellung befasst, wie es gelingt, die unterschiedlichen Mobilitätsangebote so miteinander zu verknüpfen, dass für jeden Nutzer attraktive und zuverlässige durchgängige Reiseketten möglich werden. Im Klartext: Der Kunde fährt von seiner Wohngemeinde mit dem Bus in die nächst größere Kommune, steigt dort in den Zug oder Bus um und erreicht schließlich die Großstadt, wo er S- und U-Bahn, Straßenbahn oder Stadtbus nutzen kann – und dies alles mit einer Fahrkarte. Das soll Schwerpunkt der Diskussion mit den Flexibus-Kunden sein.

Möglichst praxisnah gestalten

Die Organisation und Leitung dieser Fokusgruppe obliegt der Hochschule Rhein/Main in Wiesbaden. Um das Thema möglichst praxisnah zu gestalten, sucht Josef Brandner als Veranstalter ein Dutzend Personen aus dem Landkreis Günzburg, die bereit sind, ihre Erfahrungen und Wünsche bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in die Diskussion einzubringen. Die Auswertung dieser Aussprache erfolgt durch zwei Wiesbadener Professoren und gut zehn Studenten. Als Fazit erhofft sich Brandner: „Neue Erkenntnisse, wie die Mobilitätswende wirtschaftlich, schnell und umweltfreundlich verbessert werden kann.“

Für ihn ist dies eine Art Bürgerbeteiligung und zugleich gewichtiger Teil der Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs, die allen nutze. Wobei sich der heimische Busunternehmer sicher ist: „Wir brauchen ein Mobilitätsangebot mit hoher ökologischer, räumlicher und ökonomischer Effizienz, was nur mit einer engen Partnerschaft zwischen Bürgern, Kommunen und Busanbietern möglich sein wird.“

In diesem Gesamtangebot notwendig sei aber auch die Berücksichtigung der in nächster Zukunft zu erwartenden gesteigerten technologischen Elektromobilität auf der Basis erneuerbarer Energien. Dazu Brandner: „Unser Flexibus ist nur ein kleiner Mobilitätsanbieter und doch freut es uns, bei diesem bundesweiten Projekt aktiv mitarbeiten zu können.“

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