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02.02.2018

Wilhelm Müller gestorben

Wilhelm Müller
Bild: Peter Voh

Er war lange Jahre in der Kommunalpolitik

Am vergangenen Sonntag verstarb der frühere langjährige Ziemetshauser Kommunalpolitiker Wilhelm Müller im gesegneten Alter von 92 Jahren. Müller, viele Jahre ein kommunalpolitisches Urgestein in der Marktgemeinde, wurde am 13. Mai 1925 in Höchstädt/Donau geboren und besuchte die Handelsschule in Dillingen. Bei der Baywa wurde er dann als Buchhalter seinerzeit nach Möttingen im Ries versetzt, später war er in Krumbach und Mittelneufnach in gleicher Position tätig. Im September 1950 heiratete er in Ziemetshausen die von Hinterschellenbach stammende Albertine Riedler. Sie bauten sich in der Zusamgemeinde ein Haus, in den Folgejahren wurden zwei Töchter geboren.

Der stets ehrgeizige Wilhelm Müller wechselte zu einer großen Versicherungsgesellschaft, war zunächst Bezirksleiter und wurde am Firmensitz in Hannover letztlich Konzern-Gesamtbetriebsratsvorsitzender, wo er zwölf Jahre lang im Aufsichtsrat des Konzerns saß. Mit 60 Jahren ging er vorzeitig in Pension, hatten ihn doch Frau und Kinder viele Jahre nur zu den Wochenenden gesehen.

Als langjähriges Mitglied im CSU-Ortsverband und viele Jahre als Kreisgeschäftsführer des CSU-Bezirks Günzburg war Müller 36 Jahre lang im Marktgemeinderat kommunalpolitisch tätig. Er hat sowohl den letzten ehrenamtlichen Bürgermeister Anton Seethaler als auch alle nachfolgenden hauptamtlichen Gemeindeoberhäupter miterlebt. Nicht zuletzt war er es, der den jetzigen Bürgermeister Anton Birle im Jahr 2002 auf einer eigenen Liste als Bürgermeisterkandidat präsentierte, Birle gewann die Wahl damals überraschend klar.

Drei Jahre nach dem Fest der Diamantenen Hochzeit im Jahr 2010 musste Müller schwer getroffen den Tod seiner Ehefrau hinnehmen. Seine Töchter und eine Pflegerin sorgten dafür, dass sich der rüstige 90er weitgehend selbst versorgen konnte. Unbeschadet seines Alters nahm er noch regen Anteil am kommunalpolitischen Geschehen und studierte täglich seine Zeitung.

Wilhelm Müller wurde gestern, begleitet von ehemaligen und aktuellen Markträten und Mitbürgern auf dem Friedhof in Ziemetshausen beigesetzt. Zweiter Bürgermeister Michael Maier hob die engagierte Arbeit und die Verdienste des Verstorbenen hervor, der im Jahr 2007 mit der Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille gewürdigt worden war. (vop)

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