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Ziemetshausen

23.12.2017

Windeln und Suppen als Geschenk

Nicht nur Schwester Maria freut sich über den wertvollen Kurzbesuch der Männer vom Freundeskreis Zusam Stauden, auch die freuen sich, wieder geholfen zu haben. Von links: Arzt Peter Feil, Schwester Maria, Karl Miller senior mit Sohn Karl und Anton Böck.
Bild: Peter Voh

Der Freundeskreis Zusam Stauden hat sich vor Weihnachten noch einmal auf den Weg nach Alba Julia gemacht. Dort werden noch Idealisten gesucht, die dort mitanpacken.

Um dringenden Bedarf im Kloster von Schwester Maria im rumänischen Alba Julia vor dem Wintereinbruch decken zu können, haben sich Anton Böck, Vorsitzender des Freundeskreis Zusam Stauden, Karl Miller sen. und jun. sowie der Arzt Peter Feil nochmals auf den Weg nach Siebenbürgen gemacht.

Mit einem von Holzbau Aumann zur Verfügung gestellten Anhänger und einem Kombi wurden reichlich Suppen, von Firma Tahedl in Deisenhausen gespendet, sowie zehn Paletten mit Windeln und Inkontinenzmaterial von der in Heidenheim ansässigen Firma Hartmann in das Kloster verbracht. Peter Feil befasste sich wieder mit pflegebedürftigen Bewohnern des Altenheims und gab der zuständigen Schwester Jazintia wertvolle Tipps für die Pflege der besonders Bedürftigen.

In ihrem obligatorischen Dankbrief zu Weihnachten betont Sr. Maria Hausner die Wichtigkeit der Spenden, die doch letztendlich lebensnotwendig für ihre Schutzbefohlenen im Kloster St. Jusif sind. Mit einem Neubau, der neben zusätzlichen Klassenräumen, einer Bibliothek und Räumen für die Nachmittagsbetreuung von Kindern und Schülern auch eine Küche und einen Speisesaal bietet, ist die Anzahl der Essen, die für Altenheimbewohner und jetzt auch für Kinder benötigt werden, erheblich gestiegen.

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Bezüglich der Altenheime, wo die Klosterfrau die Ärmsten der Armen unterbringt, schreibt sie, dass ein Altenheim unweit von Alba Julia aus Wirtschaftlichkeitsgründen geschlossen wurde und sie jetzt mit Anfragen überhäuft wird. Andere Altenheime in der Stadt in Siebenbürgen könnten sich nur wohlhabende Leute und die mit einer hohen Rente leisten. Auch sie könnte ihre Altenheimbewohner nicht halten, würde sie nicht dauerhaft mit Spenden aus Mittelschwaben unterstützt werden.

An den Schulen in ihrem Kloster sieht es ähnlich aus. Mit dem Beitrag der Eltern (Schulgeld) und dem Verkauf der gespendeten Kleider allein können die Lehrkräfte nicht entlohnt werden. Die kleinen und großen Spenden, die über ein Bankkonto hier regelmäßig eingehen, sichern Schwester Maria die Anstellung und den Erhalt guter und zuverlässiger Lehrer. Die schicken dann auch ihre eigenen Kinder in die Klosterschulen. Vom Staat erhält Sr. Maria keinen Cent und würde sich bei der momentan politischen Lage in Rumänien mit korrupten Politikern und Staatsangestellten auch nicht der Willkür dieser Leute aussetzen. „Weil es aber anders sein muss, wenn es in Zukunft besser werden soll, machen wir Schule“, so die Klosterfrau und erwähnt am Rande, dass sie kürzlich zu einer Feier geladen war, wo die landesbesten Schüler in jeweils einem Fach ausgezeichnet wurden. Sie durfte eine Belohnung entgegennehmen, war doch einer ihrer Schüler in der Oberstufe der mit Abstand Beste in Deutsch. „Wir hoffen, dass durch unseren Einfluss die Schüler innerlich stark werden und sich nicht mehr aus der Bahn werfen lassen, wenn sie die Unkultur um sich herum sehen“, wünscht sich Maria Hausner von ganzem Herzen und prangert zugleich die mehr als misslichen Verhältnisse an. „Was wir noch bräuchten“, so endet der Weihnachtsbrief aus Alba Julia mit einem Hilferuf, „sind Idealisten, die bei uns mitarbeiten wollen: Lehrer, Kindergärtnerinnen, Pflegerinnen oder auch jemand, der überall mit anpackt.

Wir beten und warten und werden sicher nicht enttäuscht werden.“ Vielleicht findet sich in unserer Region jemand, der sich, mit viel Idealismus ausgestattet, vorstellen kann, diesen Weihnachtswunsch von Maria Hausner zu erfüllen. Für einen ersten Kontakt steht Anton Böck (Telefon 08239/7426 oder 0171 3644828) zur Verfügung.

Info Die IBAN für das Spendenkonto des Freundeskreis Zusam Stauden bei der Raiffeisenbank Schwaben-Mitte lautet: DE 60 7206 9736 0001 8477 59, BIC GENODEF1 BLT.

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