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Ziemetshausen

09.11.2019

Wo in Alter Post und Kindergarten Energie eingespart werden kann

Die Marktgemeinde Ziemetshausen ließ sich zahlreiche Möglichkeiten aufzeigen, wo Einsparpotenzial liegt, prüft aber zunächst, welche Förderungen es gibt.
Bild: Kai Remmers

Die Marktgemeinde Ziemetshausen ließ sich zahlreiche Möglichkeiten aufzeigen, wo Einsparpotenzial liegt, prüft aber zunächst, welche Förderungen es gibt.

Das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza), eine gemeinnützige GmbH zur Förderung erneuerbarer Energien und effizienter Energienutzung, hat zur Ermittlung der Energieoptimierung die Objekte Kindergarten und das historische Gebäude Alte Post unter die Lupe genommen.

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Energie- und Umweltzentrum empfiehlt dezentrale Durchlauferhitzer

Die Untersuchungsergebnisse dieses Energiecoaching Plus der Regierung von Schwaben wurden nunmehr dem Marktgemeinderat vorgestellt. Dabei ist im bestehenden Kindergarten die Lüftungsanlage einzuregulieren, die mehr als 25 Jahre alten Pumpen sind gegen Hocheffizienzpumpen mit hohem Einsparpotenzial auszutauschen und ein hydraulischer Abgleich durchzuführen.

Beide Maßnahmen werden über das Förderprogramm „BAFA-Heizungsoptimierung“ mit 30 Prozent bezuschusst. Die Warmwasserversorgung in der Märcheninsel erfolgt über einen zentralen Boiler, der wegen Vermeidung der Entwicklung von Legionellen permanent auf über 60 Grad aufgeheizt werden muss. Empfohlen wird vom Energie- und Umweltzentrum, auf dezentrale Versorgung über Durchlauferhitzer umzusteigen. Auch für den Ersatz der alten zweifach verglasten Fenster durch dreifach verglaste ist eine Förderung möglich.

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Für den anstehenden Erweiterungsbau des Kindergartens ist ein hoher Dämmstandard anzusteuern, solare Gewinne müssen mitgenommen werden. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ermöglicht durchaus den Standard eines Passivhauses, die Wärmeversorgung sollte über das bestehende Kindergartengebäude erfolgen.

Das erhaltenswerte Gaststättengebäude Alte Post, von der Marktgemeinde zum Erhalt der historischen Häuserzeile zum Rathaus und als optischer Gegenpol zur Taferne erworben, bringt in Sachen Energieeffizienz erhebliche Probleme mit sich.

Ziemetshauser Verwaltung prüft Fördermöglichkeiten

Die oberste Geschossdecke ist ungedämmt, die Wärmedämmung des Dachstuhls verspricht beachtliches Einsparpotenzial. Die Ostfassade ist in schlechtem Zustand, mit Vornahme der Wärmedämmung sollte die Fassade gleichzeitig ausgebessert werden. Die Dichtheit einzubringender neuer Fenster – die jetzigen weisen eine schlechte Wärmedämmfunktion auf – zieht eine höhere Luftfeuchtigkeit nach sich. Im Keller des alten Gebäudes herrschen Feuchteprobleme vor, wegen der geringen Raumhöhe dort unten ist es ratsam, eine Wärmedämmung durch Erhöhung des Fußbodens im Erdgeschoss vorzunehmen. Der angedachte Mehrzweckraum im südwestlich des Gebäudes angrenzenden Stadel sollte mit einem Anschluss für die Fern-wärmezuführung versehen werden. Den denkmalgeschützten Dachstuhl zu dämmen wird ein nicht leichtes Unterfangen werden.

Nach Aussagen von Robert Immler, dem verantwortlichen Mitarbeiter der eza, ist eine attraktive Förderung für alle diese Maßnahmen sowohl über die BAFA als auch über die KfW möglich. Rasche Zuschussanträge, wie von Manfred Krautkrämer als notwendig betrachtet, sind nicht nötig, da die Fördertöpfe nicht gedeckelt sind. Für Bürgermeister Anton Birle war es Ziel des Energiecoachings, aufschlussreiche Ergebnisse vorzulegen. Die Verwaltung wird nunmehr alle Fördermöglichkeiten bei der Bezirksregierung überprüfen lassen, bevor man weitere Schritte in die Wege leitet.

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