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Thannhausen

15.09.2017

Womit beschäftigt sich eine Spielgruppe im Wald?

Mit der Frage, ob der Bereich um die ehemalige Hohensteinquelle sich als Aufenthaltsort für eine „Waldspielgruppe“ eigne, befasste sich der Thannhauser Stadtrat. Unser Bild zeigt die Freizeitanlage bei der Quelle. 

Der Thannhauser Förderverein „Waldkindergarten“ wünscht ein eigenes Grundstück. Die Stadträten sehen aber noch viele offene Fragen.

Neue Kindergarten- und Krippenplätze müssen in Thannhausen geschaffen werden. Auch ein Waldkindergarten ist im Gespräch. Im Vorgriff auf die Errichtung eines Waldkindergartens für Thannhausen und Umgebung hat sich der „Förderverein Waldkindergarten ’Frischlinge’“ gebildet. In den nächsten Wochen beabsichtigt der Verein, eine Waldspielgruppe einzurichten. Der 1. Vorsitzende Daniel Kohler beantragte bei Bürgermeister Georg Schwarz schriftlich die Bereitstellung eines geeigneten Waldstücks für die Spielgruppe. Das Grundstück sollte nach Möglichkeit nicht stark von Joggern und Radfahrern frequentiert sein.

Georg Schwarz erklärte im Stadtrat, die Absprache mit dem Forstrevierleiter habe ergeben, dass als Grundstück in städtischem Besitz nur der Bereich um die ehemalige Hohensteinquelle in Frage komme.

Stefan Herold (SPD), Rudolf Haug (Grüne) und Alois Held (CSU) machten sich in der Debatte dafür stark, hier mit einer waldorientierten Pädagogik zu beginnen. Es sei beabsichtigt, mit den Kindern vom Parkplatz des ehemaligen Kreisaltenheims ausgehend zum Wald zu laufen, informierte Stefan Herold.

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Das Vorhaben wird vom Grundsatz her positiv beurteilt

Die anderen Redebeiträge beurteilten das Vorhaben grundsätzlich positiv, doch sahen die Räte erheblichen Klärungsbedarf. Mine Waltenberger-Olbrich fragte, ob die Stadt, wenn sie das Grundstück zur Verfügung stelle, haftbar gemacht werden könnte bei Unfällen. Bürgermeister Georg Schwarz meinte, leider wisse man so gut wie nichts über das Vorhaben. Brauche die Spielgruppe einen festen Platz, einen Unterstand oder einen Wagen? Wer habe die Aufsicht? Was mache die Spielgruppe im Wald? Nach welchen konzeptionellen Vorgaben werde gearbeitet? Entstehe für die Stadt die Verpflichtung, im Winter die Wege zum Waldstück zu räumen? Dr. Markus Wilhelm wollte wissen, ob das Grundstück auch nach einer Reservierung für die Waldspielgruppe jedem Bürger und zu jeder Zeit offen stehe. Hans Kohler meinte, das Gebiet um die Hohensteinquelle sei für diesen Zweck eher ungeeignet. Es sei bergig und es handle sich dort um eine Fichtenmonokultur, wohingegen der Verein einen Laubwald für die Spielgruppe nutzen möchte.

Stadtbaumeister Stephan Martens-Weh erklärte hierzu, dass die Stadt kaum Flächen habe, die sie zur Verfügung stellen könne, da die im Besitz der Stadt befindlichen Waldflächen weitgehend zu Jagdzwecken verpachtet seien. Einstimmig beschloss der Stadtrat, die Angelegenheit „Waldspielgruppe“ weiter zu verfolgen und die angesprochenen Fragen und Probleme mit dem Vereinsvorstand zu klären.

Das Thema Kindergarten werde in der Oktobersitzung des Stadtrates weiter verfolgt, erklärte Schwarz. Um genug Zeit zu haben, damit sich potenzielle Träger für einen dritten Kindergarten in der Stadt vorstellen könnten, werde die Sitzung bereits um 18.30 Uhr beginnen.

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