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Krumbach

24.07.2018

Zeit für neue Türen im Leben

Die Schulbesten der Mittelschule Krumbach: (von links nach rechts) Wiktoria Matecka (Klasse 10bm), Fabian Herz (10am), Andrea Friedrich (9cg), Jeremy Schmidt (9a), mit ihren Klassenleitern sowie Rektorin Karin Virag, Konrektor Matthias Unger, Schulamtsdirektor Josef Seibold und Bürgermeister Hubert Fischer.
Bild: Matthias Winzig

Die Mittelschule Krumbach verabschiedete mit Gottesdienst und Abschlussfeier ihre Neunt- und Zehntklässler. Was in der Schulaula alles geboten war.

„Auf den Inhalt kommt es an!“ Das war das Thema des teils besinnlichen, teils heiteren Abschlussgottesdienstes in der Pfarrkirche St. Michael, bei dem doch tatsächlich auch die eine oder andere Flasche zum Einsatz kam. Danach zogen Schüler, Eltern und Lehrer zum eigentlichen Festakt in die aufwendig geschmückte Schulaula der Mittelschule Krumbach, wo schon kalte Häppchen und ein Sektempfang bereitstanden. Dies war bei den sommerlich heißen Temperaturen mehr als willkommen. Bereits kurz nach den ersten Begrüßungsworten und einigen guten Wünschen für die Zukunft wurde die Rede der Rektorin Karin Virag zur allgemeinen Überraschung durch einen fingierten Handyanruf unterbrochen. Nun konnte die gesamte Aula mithören, wie die Schulleiterin am Telefon auf amüsante Art für eine Vermittlungsagentur auftrat und dabei sehr ironisch die Qualitäten ihrer Abschlussschüler anpries.

Nach einer stimmungsvollen und futuristisch anmutenden Tanzvorführung von Schülerinnen der sechsten und siebten Jahrgangsstufen machte Bürgermeister Fischer in seinem Grußwort deutlich, dass jede Medaille zwei Seiten habe und das Feiern ebenso zum Leben gehöre wie Lernen und Arbeiten. Er betonte auch, dass die heutigen Jugendlichen und insbesondere Mittelschüler einmalige Chancen auf dem Stellenmarkt hätten – diese Möglichkeiten aber auch mit beiden Händen anpacken sollten.

Auch Schulamtsdirektor Josef Seibold machte den jungen Menschen Mut, auf ihre eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und sich selbst und den Mitmenschen treu zu bleiben. Er zog dabei Parallelen zwischen der bekannten Filmfigur „Forrest Gump“ und den „Helden des heutigen Abends“.

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Eine Zeitreise im Traum

Wie glücklich sich doch ein Schüler im Jahr 2018 schätzen kann, das wurde in einem Sketch der Theatergruppe der zehnten Klassen deutlich. Der anfangs noch ziemlich genervte und eingeschlafene Schüler Anil erwacht nach einer Zeitreise sowohl in der Vergangenheit (1918) als auch in der Zukunft (2118) und ist plötzlich heilfroh, in seiner momentanen Situation zu stecken.

Auf ein sehr eingängiges Stück der Schulband folgte eine kurzweilige Power-Point-Präsentation, in der die Abschlussschüler lustige Ausschnitte und Erinnerungen aus ihrer gemeinsamen Schulzeit Revue passieren ließen. Im Anschluss gingen Vertreter der jeweiligen Klassen auf die Höhen und Tiefen der letzten anstrengenden Schuljahre ein und bedankten sich auf humorvolle Art und Weise bei ihren Eltern und Lehrern: „Zeitweise hatten wir das Gefühl, dass Mathematik das Lieblingsfach unserer Lehrer war. Eigentlich standen auf dem Stundenplan nur fünf Stunden Mathe pro Woche. Doch uns kam es manchmal so vor, als ob es kein anderes Schulfach gäbe.“

Aber auch die Klassenleiter Silke Huber (9a), Maximilian Behrends (9b), Claus Brückmann (9cg), Tanja Heß (10am) und Rita Baumbach (10bm) gaben den Dank an ihre ehemaligen Schützlinge und diejenigen von ihnen zurück, „die über all die Jahre hinweg freiwillig Dienste und Aufgaben für die Gemeinschaft übernommen haben“. Und sollte für den ein oder anderen die Sehnsucht zu groß werden, seien alle herzlich eingeladen, der Mittelschule einmal einen Besuch abzustatten.

Nach der feierlichen Überreichung der Zeugnisse durch die Rektorin brillierte Sercan Sönmez am E-Piano mit dem Stück „River flows in you“.

Das Thema des Abends, „Zeit für neue Türen“, war nicht nur auf der Bühne in Form einer neu renovierten Tür zu sehen, sondern auch schon in einigen Vorreden angeklungen. Bevor die Elternbeiratsvorsitzende Andrea Maier die Jahrgangsbesten auszeichnete, ging auch sie in ihrem Grußwort darauf ein, wie wichtig es sei, mutig nach vorn zu sehen: „Wer etwas vermeiden will, sucht Gründe, wer etwas erreichen will, sucht Lösungen.“

Ihren Dank und ihr Zusammengehörigkeitsgefühl brachten die Schulabgänger schließlich durch die Überreichung von Blumen, einem Tanz und dem eigens umgedichteten Lied „Sowieso“ von Mark Forster zum Ausdruck: „Egal, was kommt, es wird gut, sowieso. Immer geht ‘ne neue Tür auf, irgendwo!“ (pm)

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