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Krumbach

14.02.2014

Zeit ist kostbarer als Geld

Carmen Schüller ist Geschäftsleiterin des Stellwerks.
Bild: Czysz

Für das Schülerpatenprojekt in Krumbach werden noch Freiwillige gesucht. Sie sollen Jugendlichen beim Sprung in die Berufswelt helfen.

Es ist nicht immer Geld, das glücklich macht: Oft ist es nur etwas Zeit. Ob ein Kaffeeratsch, ein gemeinsamer Einkauf oder Spaziergang: Das Stellwerk im Landkreis vermittelt Menschen, die anderen uneigennützig helfen wollen.

Derzeit soll das Freiwilligenzentrum die Nachbarschaftshilfe im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Thannhausen ausgebaut werden. Auch die VG Ziemetshausen soll einmal abgedeckt werden. In Krumbach startet an der Mittelschule das Schülerpatenprojekt: Ehrenamtliche unterstützen Jugendliche beim Übergang in die Berufswelt. Um Pate zu werden, gibt es keine Voraussetzung. „Man sollte sich ein bis zwei Stunden Zeit nehmen in der Woche“, sagt Geschäftsleiterin Carmen Schüller. Vorkenntnisse seien nicht notwendig. Die Paten treffen sich zum Austausch und werden geschult, erklärt Schüller.

Wer in seiner Freizeit helfen will, muss nicht unbedingt am Nachbarschaftshilfe- oder Schülerpatenprojekt teilnehmen. Freiwillige rennen beim Stellwerk generell offene Türen ein: Es gibt eine Fülle von Möglichkeiten, wie sie sich einbringen können.

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Ob als Begleitung beim Einkauf mit Senioren, Kochpartner, als Vorleser im Kindergarten oder als regelmäßiger Gesprächspartner im Seniorenheim: Das berufliche Vorleben muss nicht ausschlaggebend sein, sagt Schüller. „Das kommt ganz auf die Person an.“ Eine frühere Mitarbeiterin in einem Pflegeberuf erkannte zum Beispiel, dass sie im kulturellen Bereich anpacken oder sich im Tierschutz engagieren wollte. Oder der Bänker, der bislang nur mit Zahlen zu tun hatte und jetzt intensiv mit Menschen arbeitet. „Viele haben eine neue Aufgabe gefunden“, sagt Schüller. Die Helfer seien mit Leib und Seele dabei, haben oft eine neue Erfüllung gefunden. Schließlich gibt es auch eine direkte Rückmeldung: „Sie erfahren Dankbarkeit von Menschen, für die sie etwas tun“, sagt Schüller. Um Interessen, Fähigkeiten und zeitliche Möglichkeiten auszuloten, treffen sich die Freiwilligen zunächst zu einem Beratungstermin im Stellwerk in Günzburg. „Im Gespräch soll herausgefunden werden, was Spaß macht“, erklärt Schüller. Das ist die Schlüsselqualifikation, meint Helmut Atzkern, Vorsitzender des Fördervereins. „Die Leute sollen begeistert sein und sie sollen Spaß haben. Das reicht für das Ehrenamt aus.“ Weniger geeignet seien „Profis“, meint Carmen Schüller. „Sonst besteht die Gefahr, dass Ehrenamtliche ausgenutzt werden und damit Arbeitsplätze verloren gehen.“ Billige Aushilfen seien fehl am Platz.

Kontakt Stellwerk – Freiwilligenzentrum, Krankenhausstraße 36, 89312 Günzburg, Telefon 08221/9301010, E-Mail info@fz-stellwerk.de oder im Internet unter www.fz-stellwerk.de.

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