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Bleichen

28.01.2021

Zeitgeschichte: Hobbyfotograf veröffentlicht Bildband über Bleichen

Die Schulstraße mit Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Unterbleichen früher und heute. Viele derartige Vergleiche beinhaltet der Bildband.
Foto: Alois Thoma (Repro)

Plus Hobbyfotograf Franz Hofhansl aus Oberbleichen hat einen Bildband über seine Heimat veröffentlicht. Warum das Werk etwas ganz besonderes ist.

Was schenkt man sich selbst zum Geburtstag? Franz Hofhansl aus Oberbleichen musste da nicht lange überlegen. Mit einem Bildband über seinen Heimatort wollte er sich zum 80. Geburtstag einen lange gehegten großen Wunsch erfüllen. Und der Hobbyfotograf hat es geschafft. 98 Seiten umfasst das kürzlich erschienene Werk im Format DIN A 4, das er „Unser Dorf – Früher und Heute“ betitelt hat.

Beginnend bei den Häusern an der heutige B16 in Unterbleichen führt der fotografische Spaziergang über die Schulstraße zur Ortsmitte mit der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, verläuft dann weiter über die Hauptstraße zum Schlossberg und ins einstige Neubaugebiet Tulpenweg, ehe es über den Sportplatzweg nach Oberbleichen geht. Auch in diesem Ort hat der langjährige Vorsitzende des Gartenbauvereins fast jedes Haus fotografiert und kurz beschrieben. Der Spaziergang führt auch hier in jede Straße und Gasse, bevor es über die Lindenstraße wieder zurück zur B16 geht, wo der ehemalige Schlachterwirt den Schlusspunkt bildet.

Bildband über Bleichen: Die Aufnahmen gehen bis in die 1950er Jahre zurück

Mit mehreren Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus den 1950er-Jahren hat Hofhansel das „Früher und Heute“ dokumentiert. Er konnte sich dabei im Archiv des inzwischen verstorbenen Karl Lücker bedienen, der damals mit Vorliebe in den beiden Orten fotografierte, wenn er in der Heimatgemeinde seiner Mutter weilte. Dank seiner Aufnahmen und der aktuellen Fotos von Franz Hofhansel – insgesamt sind es über 300 – wird sichtbar, was sich im Ort verändert aber auch kaum verändert hat. Wie alte Häuser Neubauten weichen mussten, Wiesen zu Baugebiet wurden, aber auch wie alte Gebäude renoviert und restauriert und so der Nachwelt erhalten blieben. Im Schlussteil des Buches wird noch mit Bilddokumenten an mehrere Geistliche erinnert, die einst in den Orten Unter- und Oberbleichen als Seelsorger tätig waren beziehungsweise dort geboren sind, wie zum Beispiel die Pfarrer Josef Heinzelmann, Alois Egger, Anton Frick, Johann Zahner, Monsignore Ludwig Ruf oder Geistlicher Rat Edmund Hölch. Vervollständigt wird das Werk mit mehreren Ortsansichten aus alter und neuer Zeit.

So sieht er aus, der Bildband von Franz Hofhansl.
Foto: Alois Thoma

„Nicht nur die älteren beziehungsweise ehemaligen Bleicher Bürger, sondern auch viele junge Leute sind erstaunt darüber, was sich in den letzten 70 Jahren alles in den beiden Orten getan hat, wenn sie einen Blick in den Bildband werfen“, berichtet Autor Hofhansl, dem bei der grafischen Gestaltung Josef Michl zur Seite stand. Und so verwundert es nicht, dass die erste Auflage des Hochglanz-Bildbandes bereits vergriffen ist.

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