Aufführung

26.10.2017

Zu Tränen gerührt

Der Nebeltanz war ein markanter Teil des Musicals „Marleen“ und erforderte höchste Konzentration von den Darstellern. Menschen mit Behinderungen des Dominikus-Ringeisen-Werks und Schüler der Tanzschule Damerau begeisterten mit ihrer Aufführung das Publikum im Krumbacher Stadtsaal.
Bild: DRW

Begeistertes Publikum beim märchenhaften Musical „Marleen“

Dass nicht nur Magier das Zaubern beherrschen, haben Menschen mit Behinderungen des Dominikus-Ringeisen-Werkes, die in der Region Günzburg/Neu-Ulm wohnen, zusammen mit Schülern der Tanzschule Damerau im Krumbacher Stadtsaal bewiesen.

Die Laienschauspieler verzauberten das Publikum mit einem märchenhaften Musical namens „Marleen“. Dafür erhielten die rund 60 Akteure mit Assistenzbedarf und Schüler der Tanzschule Damerau tosenden Beifall. Zur Aufführung kam ein Musical, das aus der Feder einer Mitarbeiterin der Region Günzburg/Neu-Ulm in Anlehnung an ein gleichnamiges Märchen von W. Matthiessen stammt.

Die Autorin hatte mit viel Feingefühl die besonderen Fähigkeiten, Talente und Hürden der Menschen mit Assistenzbedarf berücksichtigt. So erhielt ein Gehörloser eine Sprechrolle, indem ein Assistent seine Gebärden in Worte fasste oder Rollstuhlfahrer einen flotten Tanz auf die Bühne brachten.

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Dabei störte es das Publikum in keiner Weise, dass die Spieler durch einen „Schatten“ – den jeweiligen Assistenten – auf der Bühne begleitet wurden. Zu Tränen gerührt waren die Zuschauer von der Hauptdarstellerin Denis und den Schülern der Tanzschule Damerau bei dem Tanz der Elfen.

In Kooperation mit der Tanzschule Damerau wurden verschiedene Tänze einstudiert. Andreas Altstetter unterrichtete Daragan Kovic am Klavier und unterstützte zusammen mit Sabine Fackler die Sänger bei ihren Gesangseinlagen. So wurde das Motto der Aktion Mensch „Das Miteinander zählt“ mit diesem kulturellen Ereignis nicht nur gefördert, sondern auch gelebt. (pm)

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