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Konzert

01.04.2015

Zwei Blaskapellen im gleichen Takt

Musikvereine Deisenhausen und Billenhausen begeisterten mit gemeinsamem Abend

Wenn es im Altlandkreis um Blaskapellen geht, die in der böhmisch-mährischen Stilrichtung Akzente setzen, kommt man derzeit an den Musikvereinen Deisenhausen und Billenhausen nicht vorbei. Die Deisenhauser Musikanten, unter der Leitung ihres Dirigenten Konstantin Eheim, haben sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe in der Blasmusikszene entwickelt. Die Billenhauser Musikanten, als zweimalige Vize-Europameister und einmalige Europameister der böhmisch-mährischen Blasmusik in der Mittelstufe, sind unter der Leitung von Uli Glogger seit Jahren auch überregional bestens bekannt. So ist es nicht verwunderlich, dass sich diese beiden Kapellen zusammengefunden haben und im Krumbacher Stadtsaal einen gemeinsamen böhmisch-mährischen Konzertabend veranstalteten. Die Vorstände Michael Probst (Deisenhausen) und Stephan Zech (Billenhausen) durften bei ihrer Begrüßung dann auch im Stadtsaal, zur Freude aller, auf vollbesetzte Ränge blicken.

Den ersten Teil des Konzertabends bestritt der Musikverein Deisenhausen, welcher mit dem Bravourmarsch „Kometenflug“ den Konzertabend schon mal mit einem Höhepunkt eröffnete. Die Deisenhauser legten gleich darauf nach mit der Polka „Herbstglück“ und dem vom sympathischen Gesangsduo Julia Michel und Hans-Martin Singer interpretierten Walzer „Böhmischer Wind“. Hansjörg Thalhofer und Roland Strobl zeigten auf beeindruckende Art und Weise ihr Können am Tenorhorn bei dem Solostück „Ten.-Bar.-Galopp“. Die vier Polkas „Kirschblütenzauber“, „Böhmisches Herzklopfen“, „Auf der Pfingstwiese“ und „Böhmische Liebe“ ließen alle Freunde von guter Blasmusik auf ihre Kosten kommen. Das vom Klang und der Spielfreude der Deisenhauser Musikanten begeisterte Publikum entließ diese nicht unter zwei Zugaben, welche aus dem „Florentiner Marsch“ und einer überraschenden Interpretation der Polka „Auf der Vogelwiese“ bestanden.

Zum Start des zweiten Teils legten die Billenhauser Musikanten ebenfalls mit „Mens sana in corpore sano“ einen Bravourmarsch auf. Die Polka „Musikantentraum“ und der Walzer „Träumerei“ führten das Publikum dann zum Soloakt der Billenhauser Musikanten. Julia Janetschke und Sabrina Micheler spielten mit traumwandlerischer Sicherheit die Soloschnellpolka für zwei Flöten „Zwei lustige Vögel“. Weitere musikalische Leckerbissen folgten mit den Polkas „Kesselflicker“, „Von Freund zu Freund“, „Freudentränen“ und dem eleganten Marsch „Kaiserin Sissi“. Die Präsenz und der Schwung der Billenhauser Musikanten ließ das Publikum ebenfalls zwei Zugaben fordern. Dieser Forderung kamen die Billenhauser Musikanten mit den Polkas „Dankeschön und auf Wiedersehen“ und „Ein halbes Jahrhundert“ gerne nach.

So ist festzustellen, dass dieser Konzertabend mit vielen emotionalen Höhepunkten weder die Musiker noch das Publikum kalt ließ. Die von Franz Altstetter als zweitem Bezirksvorsitzenden des Bezirkes 11 durchgeführten Ehrungen erfuhren dadurch einen würdigen Rahmen. Geehrt wurden Julia Thoma, Elena Engelhard und Madleen Konrad für zehn aktive Jahre, Anne Thoma und Christian Fetschele für 15 Jahre, sowie Jürgen Hofmann für 25 Jahre. Besonders geehrt wurden Johann Fetschele und Norbert Micheler für 50 Jahre im Dienst der Musik. Norbert Micheler war langjährig auch als zweiter Dirigent im Einsatz. Johann Fetschele war acht Jahre erster Dirigent und prägte den Verein als „Zögling“ und Nachfolger von Jupp Janetschke stark. Geehrt wurden auch Uli Glogger für zehn Jahre Dirigententätigkeit und Stephan Zech für sein 15 jähriges Engagement als Vorsitzender des Musikvereins Billenhausen. (zg)

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