1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Zwei Kapellen spielen für einen guten Zweck

Krumbach

20.11.2018

Zwei Kapellen spielen für einen guten Zweck

Copy%20of%20DSC_0279.tif
2 Bilder
Der volle Erlös in Höhe von 2750 Euro aus dem Benefizkonzert mit dem Musikverein Deisenhausen und den Schmidde-Musikanten kam der „Aktion Sternstunden“ zugute. Unser Bild zeigt bei der symbolischen Scheckübergabe von links: Dirigent Luis Bisle; Vorstandsmitglied Raiffeisenbank Schwaben Mitte, Uwe Köhler; „Sternstunden“-Vertreterinnen Christine Eberle und Sabine Demmel; Dirigent MV Deisenhausen Konsti Eheim und der Vorsitzende des MV Deisenhausen Michael Probst.
Bild: Werner Glogger

Musikalische Erbauung im Stadtsaal Krumbach erbrachte 2750 Euro für die Aktion „Sternstunden“.

Blaskapellen begeistern mit Konzerten und einem breit gefächerten Musikrepertoire. Das steigert sich, wenn zwei renommierte heimische Kapellen gleich im Doppelpack auftreten und darüber hinaus für einen guten Zweck musizieren. Entsprechend groß war der Andrang am Samstagabend im Krumbacher Stadtsaal beim Benefizkonzert für die „Aktion Sternstunden“, das der Musikverein Deisenhausen zusammen mit den „Schmidde-Musikanten“ darbot.

Doch nicht nur die Musikanten selbst und die Besucher trugen zum Riesenerfolg dieses Konzertes bei, sondern auch die Stadt Krumbach mit der kostenlosen Überlassung des Saales und die Raiffeisenbank Schwaben Mitte in Form von organisatorischer und finanzieller Unterstützung. Dies lobte am Beginn des Konzertes der Vorsitzende des Musikvereins Deisenhausen, Michael Probst. Aus München waren Christine Eberle, Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und ihre Mitarbeiterin Sabine Demmel von der „Aktion Sternstunden“ angereist.

Das erwartungsvolle Publikum erhielt mit dem „Astronauten-Marsch“ einen Vorgeschmack, was die knapp 40 Deisenhauser Musiker mit ihrem Dirigenten Konstantin (Konsti) Eheim noch zu bieten hatten. Dieser spritzige Marsch von Josef Ulrich und ein Renner im Mosch-Repertoire war schwungvoller Einstieg ins Programm. Luis Bisle, Dirigent und Entertainer der Schmidde-Musikanten mit stets verschmitztem Lächeln führte durch den Abend. Die Deisenhauser Musiker ließen nach dem „Optimisten-Marsch“ eine lustige Polkamelodie mit dem Gesangsduo Petra Bombeck und Wolfgang Langbacher und den Solisten auf dem Flügelhorn David Keller und Michael Probst erklingen. Eheims Idee – er ist auch Bandleader der bekannten Musikformation „Fun & Brass“ – seine Sängerin Alexandra Jörg zu engagieren, entpuppte sich als phänomenaler Glanzpunkt im Konzertprogramm. Mit dem Lied „Ich gehöre nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“ erntete sie stürmischen Applaus. Nicht weniger Begeisterung gab es beim Tubasolo der Extraklasse „Farmer’s Tuba“ von Martin Scharnagel, das Florian Prokschak rockig und fetzig vortrug. Er bewies, was man aus dem größten Blasinstrument, das normalerweise taktangebend oder in Basssolis dominiert, herausholen kann. Die „Schluckspecht-Polka“ und die Polka „Kirschblütenzauber“ rundeten das Programm der Deisenhauser ab, dem noch die Zugabe „Egerländer Musikantenmarsch“ mit dem Gesangs-Duo Wolfgang und Petra folgte.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

In einer kurzen Musikpause erläuterte Christine Eberle den Begriff „Sternstunde“. Allen Kindern überall auf der Welt eine solche „glückliche Schicksalsstunde“ zu schenken sei seit 1993 die Aufgabe der Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks. Dass sich die beiden heimischen Blasorchester dafür einsetzen, finde sie großartig. Dankesworte richtete sie an die Raiffeisenbank Schwaben Mitte mit Vorstandsmitglied Uwe Köhler, die den Abend präsentierte. Letzterer bestätigte, dass die Spenden zu 100 Prozent ankämen.

Das erste Stück, das die Schmidde-Musikanten bei ihrer Gründung vor 20 Jahren geprobt und gespielt haben „Die Kapelle hat gewonnen“, leitete den zweiten Konzertteil ein. Klarinettistin Andrea Hatzelmann schrieb dazu einen Text. Im Gesangsduo vorgetragen, wolle er und seine 18 Musiker an die vielen Erlebnisse und Veranstaltungen in dieser Zeit erinnern, sagte Dirigent Bisle. Er habe lange überlegt, ob er aus seiner Stimmungskiste seinen ureigenen Trumpf herausholen wolle, aber nach „Hallo Freunde“ schallte es hundertfach im Chor „Hallo Luis“ zurück.

Da sprang der Funke über

Da sprang der Funke auf die folgenden musikalischen Darbietungen über. In „Mein bester Freund“ im Gesangsduett mit Manuela Zellhuber wünschte sich Bisle einen Freund fürs Leben. Es folgte ein melancholischer Walzer „Heimkehr aus der Fremde“ im Wechselspiel der Flügelhörner und Tenorhörner und einem Bass-Solo. Aus einem Farbenspiel der einzelnen Register setzt sich die Polka „Faszination Blasmusik“ zusammen und mit dem Schlager-Oldie „ Santo Domingo“ erfreuten die Musici, sowie Luis und Manuela die Zuhörer genauso wie im Volkslied „s’Waldvögerl“, wo nach einer kurzen Soloeinlage auf dem Flügelhorn mit Karl Reichhardt und auf dem Tenorhorn mit Ulrich Graile, Andrea Hatzelmann und Georg Bronnenmayer auf der Klarinette brillierten. Kontrastreich hob sich dann der klassische Mosch-Marsch „Gruß an Böhmen“ ab, bevor der „Walzer für Bozena“ erklang. Die Schmidde-Musikanten hätten sich der böhmisch-mährischen Blasmusik verschrieben, betonte Bisle, deshalb ließ er das Programm nach der „Finkensteiner-Polka“ mit Kurt Paschers Polka „Böhmisch klingt’s am schönsten“ enden. Die mit stürmischem Beifall geforderten Zugaben erfüllten die Musiker mit der „Anna-Polka“ und „Guten Abend, gute Nacht“.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20Thannhausen_-_Wahl_Vertreterversammlung_5-19.tif
Thannhausen

Wachstum bei der Raiffeisenbank Thannhausen

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden