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Krumbach
08.05.2022

Der Krumbacher Rotary-Club wird 25

Mit (von links) Club-Sekretärin Eva Gantner, Präsidentin Eleni Apostel und Schatzmeister Hans Dieter Srownal haben die Rotarier für Kultur, Bildung und Soziales bisher viel geleistet.
Foto: Dr. Heinrich Lindenmayr

Der Krumbacher Rotarier haben seit ihrer Gründung vor 25 Jahren viel bewegt. Wie der Club sein Jubiläum feiert und was die Mitglieder besonders schätzen.

Zerstörte Häuser, verwüstete Landschaften, traumatisierte Menschen: Die schrecklichen Bilder von der Naturkatastrophe im Ahrtal sind noch frisch. 5600 Euro brachten die Krumbacher Rotarier damals in kurzer Zeit auf, um spontan und unbürokratisch helfen zu können. Es sei ihr eine große Genugtuung, einem Hilfswerk anzugehören, das regional, national und international bestens vernetzt sei, erklärt Eleni Apostel, die amtierende Präsidentin des Rotary-Clubs Krumbach.

Im Verbund mit 1,4 Millionen hilfsbereiten Rotariern und in enger Kooperation mit den Clubs und rotarischen Freunden in und um die Krisenregion könne man rasch, wirksam und gezielt die Not lindern. Schwerpunktmäßig hätten sich die Rotarier für die traumatisierten Kinder in den von der Überflutung betroffenen Gebieten eingesetzt. Die Hilfe für das Ahrtal ist nur ein Beispiel von vielen Benefiz-Aktionen des Clubs. Sie sind ein zentrales Thema im Gespräch mit vier Mitgliedern des Clubs, der in diesem Mai sein 25-jähriges Bestehen feiert.

Gutes tun, weil es einem selber gut gehe, das sei einer der Grundsätze der rotarischen Bewegung seit der Gründung der Organisation im Jahr 1905, sagt Eleni Apostel. Man tue Gutes in der großen, weltweiten Gemeinschaft der Rotarier, die aus 46.000 Clubs bestehe, und man tue es in der kleinen Gemeinschaft der rotarischen Freunde im eigenen Club. Helfen könne man auf vielfältige Weise, aber so, wie es bei den Rotariern geschehe, aus dem gemeinsamen Geist einer Gruppe von Freunden heraus, sei das etwas Einzigartiges.

Der Krumbacher Club war an vielen Sanierungen beteiligt

Kontakt- und Freundschaftspflege wird bei den Rotariern großgeschrieben. Im Krumbacher Club trifft man sich an zwei Abenden und zu einem Mittagessen pro Monat. Daneben gibt es Ausflüge und Reisen, Kaminabende in wechselnden Zusammensetzungen und Sondertermine zu gegebenen Anlässen. Bei so vielen Kontakten ergebe es sich zwangsläufig, dass Freundschaften entstünden, die auch außerhalb der Clubtermine gepflegt würden, sagt Gründungsmitglied Hans Dieter Srownal. Auch in dieser Hinsicht habe die Mitgliedschaft im Club seine Anfangserwartungen bei Weitem übertroffen. Früher sei es förmlicher zugegangen, das Miteinander sei strengeren Regeln unterworfen gewesen, ergänzt Michael Hösle. Er empfinde den Umgang im Club von heute als überaus wohltuend und bereichernd.

36 Mitglieder zählt der Krumbacher Club derzeit. Den hohen Frauenanteil von rund 40 Prozent im Krumbacher Club und die gesunde Mischung von Mitgliedern aus verschiedenen Branchen und Tätigkeitsfeldern schätzt Eva Gantner sehr, die noch vergleichsweise neu im Club ist und derzeit als Club-Sekretärin die Geschäfte führt. Weil es vor 25 Jahren in Krumbach zu wenig Potenzial gegeben hatte, waren bei der Gründung des Clubs auch Weißenhorn und Babenhausen einbezogen. Die Weißenhorner machten sich 2002 als Club selbstständig, die Babenhauser gehören bis heute dazu.

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Was wäre Krumbach ohne seinen Rotary-Club? An der Instandhaltung vieler Gebäude hat sich der Club beteiligt: Mühlenkapelle, evangelische Kirche, Heimatmuseum, Orgel in St. Michael. Starke Akzente für Kultur und Bildung setzte der Club beispielsweise beim jährlichen Adventskonzert der Berufsfachschule für Musik, beim Kunstpfad oder dem Vorlesewettbewerb an Schulen. Und natürlich wirkt er an vielen sozialen Projekten mit: an der Tafel, dem Kidscamp und den Praxisklassen in der Mittelschule. Stolz ist man beim Club auf die Organisation diverser Großveranstaltungen, dem Auftritt von Prominenten wie Anselm Grün, Richard Oetker oder Reinhard Erös.

Am 22. Mai feiern die Krumbacher Rotarier ihr Jubiläum

Hans Dieter Srownal legt eine Auflistung vor. In den 20 Jahren, die er als Schatzmeister für den Club tätig ist, sind 285.000 Euro an Hilfsgeldern ausgereicht worden. Erfasst sind zahlreiche lokale Projekte und Hilfsleistungen, aber auch zum „Flaggschiff“ von Rotary, der weltweiten Bekämpfung der Krankheit Kinderlähmung, oder internationalen Aktionen gegen den Hunger und für den Frieden trug der Club seinen Teil bei.

Für die nahe Zukunft gebe es keine konkreten Ziele, meint Eleni Apostel. Sie setzt auf ein gesundes Wachstum und eine stetige Verjüngung der Clubmitglieder. Als Schwerpunkte könnte sie sich ein stärkeres kulturelles und auch ein generationenübergreifendes Engagement sowie eine Initiative zur Digitalisierung in verschiedenen Lebensbereichen vorstellen. Was der Club anpacke, das ergebe sich meist spontan, schließlich sei die Fähigkeit des Clubs, auf aktuelle Anforderungen zügig zu reagieren, eine seiner Stärken.

Zum Jubiläum sponsert der Club eine Boule-Bahn bei der Rot-Kreuz-Seniorenanlage. Gefeiert wird mit einem Festakt am 22. Mai, gespickt mit zahlreichen Attraktionen. Es treten auf das Bläserquintett der Berufsfachschule für Musik, die Sängerin Alexandra Jörg, Ralfi, der geschickteste Kellner Europas, Radakrobatik-Rudi und natürlich Perry und Amadeus, denn Perry Paul gehört schon lange dem Club an und zauberte schon bei der Feier zum 10-jährigen Bestehen des Krumbacher Clubs beste Laune.

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