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Krumbach
08.05.2022

Der "Spielzialist" präsentiert Brettspiel-Spaß in großer Runde

"Tetris" als Brettspiel: Der Kartograph lässt sich theoretisch mit beliebig vielen Spielern spielen.
Foto: Marc Hettich

Der Krumbacher "Spielzialist" Marc Hettich stellt vier Brettspiele vor, die sich für große Gruppen im Freundeskreis oder in der Familie eignen.

Endlich ist es wieder möglich, sich auch in größeren Gruppen zu treffen. Nachdem während der Pandemie Spiele für einen oder zwei Spiele Konjunktur hatten, werfen wir heute einen Blick auf Brettspiele für die große Runde.

Just One ist ein Ratespiel für viele Mitspieler

Ein einfaches Spiel, das Spaß macht und bei dem jeder sofort mitspielen kann: Just One erfüllt alle Kriterien für ein Spiel des Jahres. Kein Wunder also, dass es 2019 mit diesem Titel geadelt wurde. Das Prinzip ist denkbar einfach: Einer der Spieler muss einen Begriff erraten. Jeder andere Spieler schreibt geheim ein Wort als Tipp auf einen abwischbaren Aufsteller. Der Clou: Identische Tipps werden entfernt. Der Spieler, der rät, sieht also nur die übrig gebliebenen Begriffe. Ein Beispiel: Zu erraten ist der Begriff "Huhn". Spieler 1 notiert als Tipp "Ei", Spieler 2 "Hahn", Spieler 3 "Bauernhof", Spieler 4 "Vogel" und Spieler 5 "Hahn". Der Begriff "Hahn" wird bei beiden Spielern entfernt, da er mehrfach auftaucht. Der Ratende sieht dann alle anderen Wörter. Die Wahrscheinlichkeit für Dopplungen steigt natürlich mit zunehmender Spielerzahl - daher macht Just One gerade mit sechs oder sieben Mitspielern besonders viel Spaß.

Bei Tempel des Schreckens ist das Pokerface gefragt

Ein gänzlich anderes Spielprinzip begegnet uns im Tempel des Schreckens. Vor Spielbeginn wird jedem Spieler zufällig eine Rolle zugewiesen: Abenteurer oder Wächterin. Keiner kennt die Rolle seiner Mitspieler. Während des Spieles ist ein Pokerface gefragt: Wer am besten blufft und die anderen Spieler über seine Rolle im Unklaren lässt, hat gute Chancen auf den Sieg. Vor jedem Spieler liegen fünf verdeckte Karten, über deren Rückseite ebenso munter geflunkert wird. Je nach Rolle versuchen die Spieler, Schätze oder Fallen aufzudecken. Dabei entstehen wilde Diskussionen am Tisch, die dieses Spiel zu einem sehr kurzweiligen Vergnügen für bis zu zehn Spieler macht.

Der Kartograph ist wie Tetris als Brettspiel

"1-100 Spieler" - so steht es auf der Spielschachtel von Der Kartograph. Tatsächlich können theoretisch unendlich viele Spieler gleichzeitig mitmischen. Der beiliegende Block enthält 100 Landkarten, die auch im Internet zum Download bereitstehen. Jeder Spieler zeichnet auf seiner Landkarte geometrische Formen ein - vergleichbar mit dem Videospiel-Klassiker "Tetris". Auch hier lassen sich die Formen beliebig drehen und spiegeln. Jede Form muss dann noch mit einem Symbol für den passenden Landschaftstypen ausgemalt werden, etwa mit drei Wellenlinien für ein Wassergebiet. Anhand von zufällig zu Spielbeginn ausgewählten Wertungskarten sammeln die Spieler so über mehrere Runden Punkte für bestimmte Vorgaben. Beispielsweise gibt es Punkte für vollständige Reihen oder jedes Waldgebiet am Rand der Karte. Nominiert zum Kennerspiel des Jahres 2020, ist der Kartograph eine spannende Herausforderung für Knobel-Freunde.

Captain Sonar spielt auf einem U-Boot

Ein sehr besonderes Spiel ist Captain Sonar. Richtig gut lässt es sich eigentlich nur mit genau acht Leuten spielen. Im Grunde genommen handelt es sich um eine komplexere Variante des klassischen "Schiffe versenken". Zwei Teams bilden jeweils die Mannschaft eines Science-Fiktion-U-Bootes. Jeder Spieler übernimmt eine Rolle: Kapitän, Funker, Maschinist und Erster Offizier. Mit jeder Rolle sind bestimmte Aufgaben verbunden. Beide Mannschaften bewegen ihr Boot hinter einem Sichtschirm über einen Spielplan. Der Funker beispielsweise notiert die Bewegungen des anderen Teams, der Maschinist informiert den Kapitän über Schäden am eigenen U-Boot. Am meisten Spaß bringt das Spiel im Echtzeitmodus, wo die kommunikativen Fähigkeiten der Spieler aufs Äußerste gefordert sind.

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Auch 7 Wonders und Codenames sind für große Runden geeignet

Zum Schluss seien hier noch zwei Spiele empfohlen, die wir an dieser Stelle bereits in anderem Kontext vorgestellt haben, die sich aber ebenfalls für größere Runden eignen. Bis zu 7 Spieler, die Lust auf ein einfach zu erlernendes Spiel mit viel Tiefgang und hohem Wiederspielreiz haben, sind bei 7 Wonders hervorragend aufgehoben. Mit zwei theoretisch beliebig großen Teams lässt sich das ausgezeichnete Wortratespiel Codenames spielen.

Alle Folgen unserer "Spielzialist"-Serie finden Sie hier.

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