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Krumbach: Dominikus-Ringeisen-Werk plant Wohnheim und Förderstätte für Menschen mit Behinderung

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Neues Wohnprojekt für Menschen mit Behinderung in Krumbach geplant

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    Auf diesem Grundstück an der Hohenraunauer Straße in Krumbach könnte ein neues Wohn- und Förderangebot für Menschen mit Behinderung entstehen. Das Haus links neben dem Laternenmasten würde dafür abgerissen.
    Auf diesem Grundstück an der Hohenraunauer Straße in Krumbach könnte ein neues Wohn- und Förderangebot für Menschen mit Behinderung entstehen. Das Haus links neben dem Laternenmasten würde dafür abgerissen. Foto: Oliver Wolff

    In Krumbach könnte perspektivisch ein neues Wohnangebot für Menschen mit Behinderung entstehen: Das Dominikus-Ringeisen-Werk (DRW) aus Ursberg prüft derzeit den Bau eines Wohngebäudes mit angeschlossener Förderstätte an der Hohenraunauer Straße. Ein erster, wichtiger Schritt ist bereits gemacht. Der Bauausschuss des Krumbacher Stadtrats hat einer entsprechenden Bauvoranfrage bereits im März einstimmig zugestimmt. Damit ist grundsätzlich geklärt: Ein Gebäude in der geplanten Größenordnung wäre an dieser Stelle baurechtlich möglich.

    Bauausschuss stimmt Bauvoranfrage in Krumbach einstimmig zu

    Konkret geht es um einen länglichen Bau mit rund 59 Metern Länge und 14 Metern Breite. Vorgesehen sind drei Stockwerke, das oberste als sogenanntes Staffelgeschoss. Insgesamt könnte das Gebäude etwa elf Meter hoch werden. Einen Bebauungsplan gibt es für das Gebiet nicht – entscheidend war deshalb die Frage, ob sich der Bau in die Umgebung einfügt. Aus Sicht der Stadt ist das der Fall, auch weil es in der Nähe bereits ähnlich große Gebäude gibt.

    Beim Dominikus-Ringeisen-Werk selbst betont man jedoch: Noch ist nichts endgültig entschieden. Mit der Bauvoranfrage habe man zunächst ausloten wollen, was auf dem Grundstück überhaupt möglich ist, so ein Sprecher auf Nachfrage. Denkbar sei ein Mix aus stationärem Wohnen, einer Förderstätte und ambulant betreuten Angeboten.

    DRW prüft Nutzungsmix aus Wohnen, Förderung und ambulanter Betreuung

    Das Grundstück gehört erst seit Kurzem dem DRW. Aus Sicht der Einrichtung bringt der Standort viele Vorteile mit: zentrale Lage, kurze Wege zu Einkaufsmöglichkeiten und eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Wie es konkret weitergeht, ist offen. In den nächsten Schritten will das DRW klären, für welche Zielgruppen das Angebot gedacht ist, wie groß das Projekt tatsächlich wird und wann gebaut werden könnte.

    Die Verantwortlichen in Ursberg sehen in dem möglichen Neubau aber schon jetzt eine große Chance. Nach jahrelanger Suche könnte sich in Krumbach eine neue Perspektive zur Erweiterung der Angebote ergeben. Gleichzeitig könnte ein solcher Standort langfristig helfen, bestehende Gebäude am Hauptsitz in Ursberg zu entlasten, etwa für Sanierungen.

    Standort in Krumbach könnte Angebote in Ursberg langfristig entlasten

    Dass das DRW gerade in Krumbach weiter wachsen möchte, ist kein Zufall. Die Stadt spielt für die Einrichtung seit Jahrzehnten eine besondere Rolle. Vor 30 Jahren wurde dort mit dem „Haus Walburga“ die erste Außenwohngruppe des DRW gegründet – ein damals wichtiger Schritt hin zu mehr Selbstständigkeit für Menschen mit Behinderung. Heute gilt genau dieses Konzept als Erfolgsmodell. Der geplante Neubau könnte diese Entwicklung nun weiterführen – wenn aus der Idee am Ende tatsächlich ein konkretes Projekt wird.

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