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Kriminalität
19.03.2024

Aktuelle Polizei-Statistik: So sicher ist es zwischen Alpen und Donau

Polizeipräsidentin Strößner, Leiterin des Präsidiums Kempten, stellt die aktuellen Kriminalitätszahlen vor. Sorgen machen ihr die zunehmenden Wohnungseinbrüche.
Foto: dpa (Symbolbild), Martina Diemand (Archivbild)

Das Polizeipräsidium Kempten stellt die Kriminalitätslage in der Region vor. Der Kriminaloberrat kritisiert die Cannabis-Legalisierung deutlich.

Einbruch, Diebstahl, Doppelmord: Die Zahl der Straftaten im Gebiet des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West ist zwar gesunken, ruhig wird es für die Polizei mit stetig neuen Herausforderungen jedoch nicht. Im vergangenen Jahr prägten mitunter gravierende Delikte die Arbeit im Präsidiumsgebiet Kempten, zu dem die Landkreise Neu-Ulm, Günzburg und Unterallgäu gehören. Polizeipräsidentin Claudia Strößner erklärt bei der Pressekonferenz zur Kriminalitätsstatistik am Dienstag: "Es ist eine bewegte Zeit mit extremen Ereignissen. Das schlägt sich auch auf unser Gebiet nieder." 

An die 100.000 Notrufe gingen im Vorjahr bei der Polizeieinsatzzentrale ein, rechnerisch hatte die Polizei damit alle fünf Minuten einen Einsatz. Dennoch lebt es sich zwischen den Allgäuer Alpen und der Donau laut Polizeipräsidentin Strößner relativ sicher. Gemeinsam mit Kriminaloberrat Hans Willbold stellte sie die Zahlen für 2023 vor. Bei der Kriminalhäufigkeitszahl, der Zahl der bekannt gewordenen Fälle pro 100.000 Einwohner, liegt die Region deutlich unter dem bayerischen Schnitt. Auch die Aufklärungsquote ist mit 74 Prozent die zweitbeste im Freistaat. In keinem Bundesland werden, umgerechnet auf die Bevölkerung, so wenige Straftaten wie in Bayern begangen. Dennoch bereiten bestimmte Entwicklungen den Beamten Sorgen.

Wohnungseinbrüche werden von der Polizei seltener aufgeklärt

Deutlich mehr Fälle verzeichnet das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West beim Wohnungseinbruchdiebstahl. Seit dem vergangenen Jahr gab es hier mit 217 Fällen eine Steigerung von etwa 25 Prozent. Polizeipräsidentin Strößner räumt ein: "Damit sind wir einer der Verbände in Bayern mit der deutlichsten Steigerung." Für die Polizei ist das nicht zuletzt wegen der geringen Aufklärungsquote von knapp 19 Prozent äußerst problematisch. "Das liegt daran, dass die Tätergruppen kommen und direkt wieder weg sind", erklärt Strößner. Es handle sich meist um professionelle Banden, die die guten überregionalen Verkehrsanbindungen nutzen. 

Die Polizei sei bei der Aufklärung der Einbrüche vor allem auf die Hinweise der Bevölkerung angewiesen. Der Kriminaloberrat äußert daher eine Bitte: "Lieber einmal zu viel anrufen, wenn komische Leute durch die Straße laufen. Sonst stellt man erst am nächsten Tag fest, dass in die Wohnung des Nachbars eingebrochen wurde." Bei grob der Hälfte der gemeldeten Fälle blieb der Einbruch jedoch lediglich ein Versuch, da die Täter nicht in die Wohnung gelangten.

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Eine weitere negative Entwicklung gab es im vergangenen Jahr im Bereich der Rauschgiftdelikte. Als äußerst besorgniserregend beschreibt der Kriminaloberrat den Anstieg der Rauschgifttoten. Im vergangenen Jahr gab es mit 15 Toten zwei Fälle mehr als 2021, in diesem Jahr sind es bereits fünf Verstorbene. Insgesamt verzeichnet die Polizei mit 3476 Straftaten einen Zuwachs der Rauschgiftdelikte um knapp sieben Prozent. Drogenmissbrauch scheint vorrangig bei den Jüngeren ein Problem zu sein: Heranwachsende und Jugendliche nehmen mit bis zu 25 Prozent einen überproportionalen Anteil der Tatverdächtigen ein. Cannabis stellt nach wie vor die meistkonsumierte Droge dar und schlägt sich in der Statistik mit 1808 Fällen nieder. Dass diese Delikte durch die anstehende Legalisierung wegfallen, hält Willbold für einen Trugschluss: "Bei dem Gesetz handelt es sich um eine systematische Überdimensionierung. Ich weiß nicht, ob jemand mehrere Hundert Joints im Monat rauchen kann und sollte. Da stellt sich die Frage: Was passiert mit dem Rest der monatlich übrig gebliebenen Menge?"

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Doch es gibt auch Erfreuliches zu melden: Bei den Sexualdelikten stellte die Polizei einen Rückgang von 135 Fällen fest. Gerade im Bereich der Vergewaltigung ist der deutliche Anstieg des Vorjahres von beinahe 33 Prozent wieder rückläufig: 2023 gehen die Fälle um knapp 30 Prozent zurück. Auch die Verbreitung von Kinderpornografie erlebte erstmalig einen deutlichen Rückgang von etwa 36 Prozent. Bei den verzeichneten 394 Fällen ging der Anteil der Tatverdächtigen unter 21 Jahren von 62,5 auf 38,1 Prozent zurück. Willbold erklärt die Ursachen: "Dieser Rückgang zeigt, dass Präventionsmaßnahmen wirken können. In dieser Altersgruppe werden die kinderpornografischen Inhalte oft aus Unwissenheit oder zur Belustigung geteilt. Das macht den Tatbestand aber nicht weniger schlimm."

Video: ProSieben

Für Willbold stellt insbesondere der Schutz von Kindern und Jugendlichen einen wichtigen Aspekt dar. Daher sieht der Kriminaloberrat die Steigerung der Gewalt an Schulen als ein alarmierendes Zeichen. Zwar liegt diese im Gebiet zwischen den Allgäuer Alpen und der Donau mit 1,5 Prozent noch niedriger als im bayernweiten Schnitt (7,7 Prozent), jedoch würden diese Fälle nur die Spitze des Eisbergs darstellen. Im vergangenen Jahr stellte die Schule bei insgesamt 739 Fällen den Tatort dar, einbezogen sind hier sowohl Beleidigungen als auch Körperverletzungen.

Bei den Kapitaldelikten hätten im vergangenen Jahr mehrere gravierende Fälle eine große Aufmerksamkeit erregt, resümiert Polizeipräsidentin Strößner, so etwa der Doppelmord in Altenstadt (Landkreis Neu-Ulm). Insgesamt gab es 2023 in der Region 20 Tötungsdelikte – damit fünf weniger als im Jahr zuvor.

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