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Markt Neuburg (Kammel) plant großen Anbau an Christoph-Rodt-Grundschule für Ganztagsbetreuung

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Ganztag an der Grundschule: Neuburg setzt auf großen Anbau

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    An der Christoph-Rodt-Grundschule in Neuburg soll ein zweigeschossiger Anbau entstehen, um künftig mehr Platz für Ganztagsbetreuung, Mittagessen und Ferienangebote zu schaffen.
    An der Christoph-Rodt-Grundschule in Neuburg soll ein zweigeschossiger Anbau entstehen, um künftig mehr Platz für Ganztagsbetreuung, Mittagessen und Ferienangebote zu schaffen. Foto: Dieter Jehle

    Es war ein wichtiger Schritt für die Marktgemeinde Neuburg zur Umsetzung des schrittweisen Rechtsanspruchs auf ganztägige Bildung und Betreuung für Grundschulkinder. In einer Ratssitzung entschieden sich die Markträte für einen zweigeschossigen Anbau an die Christoph-Rodt-Grundschule, allerdings mit weiterer Prüfung von Einsparmöglichkeiten. Damit soll ein bedarfsgerechtes Angebot im Bereich Offener Ganztag und Ferienbetreuung geschaffen werden.

    Zweigeschossiger Anbau für Offenen Ganztag beschlossen

    Bürgermeister Markus Dopfer schilderte zunächst die aktuelle Situation der Schule. Der Musiksaal und die Aula werden derzeit als Speisesaal genutzt, während die Hausaufgabenbetreuung in unterschiedlichen, nicht dafür vorgesehenen Räumen stattfindet – eigentlich nicht zumutbar. Die Grundschule sei grundsätzlich nicht auf einen ganztägigen Betrieb ausgelegt. Dopfer betonte, dass mit dem geplanten Anbau zusätzliche Räume für den Offenen Ganztag geschaffen, eine verlässliche Ferienbetreuung gewährleistet und flexible Betreuungsmöglichkeiten ermöglicht werden sollen – alles im Hinblick auf den zukünftigen Bedarf.

    Architektin Martina Weiser von Schuster Engineering erläuterte, dass die bestehenden Arbeitsbereiche für pädagogisches Personal, Verwaltung, Küche und Ganztag nicht den Vorgaben des Raumprogramms der Regierung von Schwaben entsprechen. Auf dieser Grundlage stellte sie zwei Bauvarianten vor.

    Die „Premiumvariante“ sieht einen zweigeschossigen Anbau mit Speisesaal, Ausgabeküche, vier Betreuungsräumen – einer davon teilbar als Elternsprechzimmer –, Bibliothek, Lernlandschaft, Personalräumen und Aufzug vor. Eine neue Treppe ersetze die bisherige Fluchttreppe, die sanitären Anlagen könnten im Bestandsgebäude genutzt werden. Die Kosten dieser Variante belaufen sich auf rund 2,8 Millionen Euro, wobei eine Förderung von 1,9 Millionen Euro sowie 1.500 Euro pro Platz für die Ausstattung möglich sind.

    Marktrat prüft Einsparungen bei Baukosten und Ausstattung

    Die Variante „Mindestanforderung“ umfasst dagegen einen eingeschossigen Anbau mit Speisesaal, Ausgabeküche, drei Betreuungsräumen und der weiteren Nutzung von Aula und Mehrzweckraum für Hausaufgaben. Die Gesamtkosten liegen bei etwa 1,8 Millionen Euro, wovon eine Million Euro gefördert werden soll. Beim Vergleich beider Vorschläge zeigte sich, dass dem Markt Neuburg in beiden Fällen rund 800.000 Euro Eigenmittel verbleiben würden. Die Markträte beauftragten die Architektin daher, aus der Premiumvariante eine abgespeckte Version zu erarbeiten, bei der Einsparungen etwa beim Aufzug – zunächst nur als Schacht –, bei Terrassen sowie bei Trennwänden möglich sind.

    Im Rat äußerten sich die Mitglieder unterschiedlich. „Beim seinerzeitigen Bau der Schule hatten sich bereits die damaligen Markträte für eine großzügige Lösung ausgesprochen, was richtig war, so sollten wir jetzt bei der Entscheidung für einen zweigeschossigen Anbau anknüpfen“, ermunterte Marktrat Klaus Jekle zu einer zweistöckigen Lösung. Marktrat Hubert Gaa warnte hingegen vor einer zu hohen finanziellen Belastung und betonte, dass die Gemeinde nicht wie andere Kommunen „klamm“ werden dürfe. Gegen dessen Stimme befürworteten die Markträte dann auch den zweigeschossigen Anbau mit noch zu prüfenden Einsparpotenzialen.

    Ferienbetreuung und zusätzliche Räume langfristig geplant

    Schulleiterin Dagmar Pfitzmayr wies darauf hin, dass derzeit insgesamt 130 Schülerinnen und Schüler die Grundschule besuchen und für das Schuljahr 2030/31 ein Bestand von etwa 110 Schülerinnen und Schülern prognostiziert wird. Die Schülerzahlen seien in den kommenden Schuljahren von einem steten Auf und Ab geprägt. Christian Smola regte deshalb an, den Anbau so zu konzipieren, dass die Räumlichkeiten bei rückläufigen Schülerzahlen auch an Dritte vermietet werden könnten. Der Bedarf sei laut Smola auf jeden Fall vorhanden.

    Bürgermeister Markus Dopfer wies zudem darauf hin, dass sich der Markt Neuburg in einem ersten Schritt bei der Organisation der Ferienbetreuung den Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Krumbach sowie der Stadt Krumbach angeschlossen habe. „Die Ferienbetreuung wird über den Träger ‚Pro Arbeit´ sichergestellt“, so Dopfer. Nicht ausgeschlossen sei, dass bei dieser Zusammenarbeit auch der Markt Neuburg Räumlichkeiten zur Verfügung stellen müsse. Die endgültige Planung für den zweigeschossigen, jedoch kostenoptimierten Anbau soll in einer der nächsten Sitzungen des Marktrats verabschiedet werden.

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