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Millionenförderung unterstützt neue Modellfabrik und Landesausstellung im Kreis Günzburg

Landkreis Günzburg

Modellfabrik, Frauenpower, Hochwasserhilfe: So verteilt sich die Millionenförderung im Landkreis

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    Projekte im Landkreis Günzburg sollen zusätzliche Fördermittel vom Freistaat bekommen.
    Projekte im Landkreis Günzburg sollen zusätzliche Fördermittel vom Freistaat bekommen. Foto: Hendrik Schmidt/dpa (Symbolbild)

    Unter den Fraktionsinitiativen von mehr als 110 Millionen Euro, welche die Landtagsfraktionen von CSU und Freien Wählern in den Haushalt 2026 einbringen, sind auch Zuschüsse, die in den Landkreis Günzburg fließen sollen. Die beiden Landtagsabgeordneten Jenny Schack (CSU) und Marina Jakob (Freie Wähler) nennen in einer gemeinsamen Pressemitteilung die Summe von fast 1,5 Millionen Euro, mit der Projekte im Landkreis zusätzlich gefördert werden sollen.

    Auf Initiative von Schack unterstützen demnach die Fraktionen den geplanten Hochschulcampus auf dem Areal Pro in Leipheim mit 750.000 Euro. Auf dem Gelände soll eine hochmoderne Modellfabrik entstehen, die als Demonstrator für eine klimaneutrale und digital vernetzte „Zero Emission Smart Factory“ dient. Unternehmen, Forschung und Start-ups sollen hier künftig gemeinsam an Themen wie Künstlicher Intelligenz, Digitalisierung von Produktionsprozessen und nachhaltige Energieintegration arbeiten. „Damit wird der Innovationsstandort Areal Pro weiter gestärkt und der Landkreis Günzburg als Modellregion für moderne Industrie- und Technologiekonzepte positioniert“, sagt Schack.

    Bayern unterstützt Landesausstellung in Ursberg

    Die beiden Abgeordneten listen zudem eine weitere Unterstützung für die anstehende Bayerische Landesausstellung „Schwesterherz! Frauen retten Bayern“ in Ursberg auf. Für die Ausstellung, die 2027 stattfinden wird, erhält das Dominikus-Ringeisen-Werk 185.000 Euro. „Ursberg wird Schauplatz einer besonderen bayerischen Landesausstellung und widmet sich den oft übersehenen Heldinnen des bayerischen Gesundheits- und Sozialwesens“, erklärt Marina Jakob die Bedeutung des Projekts. „Im Mittelpunkt stehen Frauen, die mit Engagement, Mut und Fürsorge unsere Gesellschaft geprägt haben, insbesondere Ordensfrauen und Pflegekräfte, deren Wirken bis heute nachhallt.“

    Die Sanierung des Sozialzentrums in der Zankerstraße in Günzburg wird ebenfalls mit 120.000 Euro unterstützt. Das Gebäude wurde beim Hochwasser im Juni 2024 massiv beschädigt und ist zentrale Anlaufstelle für zahlreiche soziale Dienste des Caritasverbandes, darunter Beratungsangebote, der Betreuungsverein, Ambulant Betreutes Wohnen sowie die Günzburger Tafel. „Mit der Förderung wird ein wichtiger Beitrag geleistet, um den Standort langfristig zu sichern und wieder einen barrierearmen, funktionalen Ort für soziale Hilfe und ehrenamtliches Engagement in Günzburg zu schaffen“, sagt Schack.

    Auf Initiative von Marina Jakob stehen für die geplante Boulderhalle der Sektion Günzburg des Deutschen Alpenvereins 285.000 Euro zur Verfügung. „Mit der geplanten Halle wird eine Einrichtung für körperlich und geistig eingeschränkte Menschen jeden Alters entstehen“, so Jakob. Wie die Abgeordnete weiter mitteilt, wird mit Schulen und Einrichtungen wie dem BKH Günzburg, der Lebenshilfe Donau-Iller sowie dem KJF Dürrlauingen kooperiert.

    Haushaltsausschuss berät Mittel für lokale Projekte

    Was die Abgeordneten besonders freut: „Der ländliche Raum ist das Herz Bayerns. Deshalb fließen fast zwei Drittel unserer Fraktionsinitiativen ganz bewusst dorthin, wo Menschen ihre Heimat aktiv gestalten: beispielsweise in Projekte der Dorferneuerung, in Unterstützung für unsere Landwirte, in die Arbeit der Landfrauen oder in die Vertriebenenarbeit. Gerade kleinere Initiativen vor Ort zeigen, wie viel Kraft im Engagement der Menschen steckt. Oft kann man schon mit vergleichsweise wenigen Mitteln viel bewegen. Mit unseren Fraktionsinitiativen unterstützen wir diesen Einsatz ganz bewusst und zeigen unsere Wertschätzung für das oftmals ganz alltägliche ehrenamtliche Engagement.“ Die Fraktionsinitiativen werden nach Angaben der Abgeordneten ab dieser Woche im Haushaltsausschuss beraten und sollen im April vom Landtag beschlossen werden. (AZ)

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