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Neuburg ehrt Gemeinderäte für 114 Jahre kommunales Engagement

Neuburg

114 Jahre Engagement: Neuburg ehrt langjährige Lokalpolitiker

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    Mit Wilhelm Botzenhart, Helmut Komm, Martin Stadler, Max Hildebrand und Peter Wagner (von links) verabschiedete Bürgermeister Markus Dopfer (sitzend) verdiente Markträte mit einem Eintrag ins „Goldene Buch“ des Marktes.
    Mit Wilhelm Botzenhart, Helmut Komm, Martin Stadler, Max Hildebrand und Peter Wagner (von links) verabschiedete Bürgermeister Markus Dopfer (sitzend) verdiente Markträte mit einem Eintrag ins „Goldene Buch“ des Marktes. Foto: Dieter Jehle

    Mit würdigenden und teils emotionalen Worten hat Neuburgs Bürgermeister Markus Dopfer mehrere langjährige Mitglieder des Marktgemeinderats verabschiedet. Bei einer Feierstunde in der Schenke auf Schloss Neuburg blickte er auf die vergangenen sechs Jahre zurück: „Es waren Jahre, die unsere Marktgemeinde maßgeblich nach vorn gebracht haben. Wir haben Meilensteine gesetzt, die langfristig von großer Bedeutung sind.“

    Insgesamt 86 Marktratssitzungen, zahlreiche Ausschusssitzungen und rund 1900 behandelte Tagesordnungspunkte zeugten von der intensiven Arbeit des Gremiums. „Entscheidungen zu treffen ist manchmal einfach, manchmal aber auch nicht“, so Dopfer. Beispielhaft nannte er den Solarpark Erisweiler, bei dem wirtschaftliche Tragfähigkeit und das Landschaftsbild in Einklang gebracht werden mussten, um langfristig akzeptierte Lösungen zu finden.

    Gemeinderäte aus Wattenweiler blicken auf 114 Jahre Engagement zurück

    Im Mittelpunkt des Abends stand die Verabschiedung von sieben Marktgemeinderäten, die bei der zurückliegenden Kommunalwahl nicht mehr antraten. Gemeinsam kommen sie auf 114 Jahre kommunalpolitisches Engagement. „Sie hatten stets ein offenes Ohr für die Anliegen ihrer Mitmenschen“, würdigte der Bürgermeister. Als „phänomenal und beinahe rekordverdächtig“ bezeichnete Dopfer das Wirken von Wilhelm Botzenhart und Otto Bader, die jeweils 30 Jahre dem Gremium angehörten. In dieser Zeit nahmen sie an rund 500 Sitzungen teil, verabschiedeten etwa 30 Haushalte und entschieden über mehr als 5500 Tagesordnungspunkte.

    Zu den großen Projekten ihrer Amtszeit zählen unter anderem die Hochwasserfreilegung, der Neubau der Grundschule sowie des Bürgerheims in Wattenweiler und zuletzt die Neugestaltung der Bahnhofstraße im Zuge der Dorferneuerung. Auch bei Grundstücksverhandlungen zur Weiterentwicklung von Industrie- und Gewerbegebieten spielten beide eine zentrale Rolle. Otto Bader, der krankheitsbedingt nicht anwesend sein konnte, war zudem 18 Jahre Zweiter Bürgermeister und drei Jahrzehnte im Verbandsrat des Zweckverbands zur Wasserversorgung tätig. Dopfer bezeichnete ihn als stets loyalen Stellvertreter. Wilhelm Botzenhart, seit 2014 dritter Bürgermeister, galt als technischer Allrounder der Gemeinde. Er hob das legendäre Marktfest mit aus der Taufe, war federführend bei der 800‑Jahr-Feier im Jahr 2000 und wirkt beim Adventsmarkt in Edelstetten in elektrotechnischen Fragen mit.

    Ausscheidende Markträte verewigen sich im Goldenen Buch von Neuburg

    Auf jeweils 18 Jahre im Marktgemeinderat blicken Helmut Komm und Martin Stadler zurück. Die beiden Kommunalpolitiker aus Wattenweiler setzten sich maßgeblich für den Bau des Bürgerheims ein, das sich laut Dopfer zu einem „Erfolgsmodell“ entwickelt habe. Komm habe dabei nicht nur den Bau koordiniert, sondern sei bis heute als Motor, Organisator, Koch und Hausmeister aktiv. Stadler wiederum brachte insbesondere seine landwirtschaftliche Expertise ein und galt als ruhiger, sachlicher Ratgeber.

    Je eine Wahlperiode gehörten Peter Dopfer, Max Hildebrand und Peter Wagner dem Gremium an. Peter Dopfer wurde als besonnener Hüter der Finanzen geschätzt. Max Hildebrand, inzwischen Vorstandsmitglied der LS Bau AG, brachte seine Fachkenntnisse im Straßen- und Wegebau ein. Peter Wagner schließlich war als engagierter Vereinsmensch und Ansprechpartner in elektrotechnischen Fragen gefragt. Zum Abschluss der Feierstunde trugen sich die ausscheidenden Markträte in das Goldene Buch des Marktes Neuburg ein, neben Persönlichkeiten wie dem ehemaligen Bundespräsidenten Karl Carstens.

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